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Brigitte

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Brigitte ist ein weiblicher Vorname.

Herkunft und Bedeutung

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Der Name ist von der irisch-keltischen Gottheit Brigid[1] bzw. der britisch-keltischen Gottheit Brigantia[2] oder von der Heiligen Brigida von Kildare[3] abgeleitet. Die keltischen Namen Brigid und Brigantia bedeuten „die Erhabene“.

Anfang des 20. Jahrhunderts war der Name Brigitte in Deutschland wenig populär. Ab Mitte der 1920er Jahre wurden dann mehr und mehr Kinder Brigitte genannt. Von der Mitte der 1940er bis zur Mitte der 1950er Jahre war der Name unter den zehn häufigsten weiblichen Vornamen, im Jahr 1950 sogar der meistvergebene weibliche Vorname.[4] Der Name lag auf Rang 8 in den 1940er[5] und auf Rang 7 in den 1950er Jahren[6]. Dann ging seine Popularität zunächst allmählich, ab Ende der 1960er Jahre stark zurück.[4]

In Österreich zählte der Name in den Jahren 1984 und 1985 zu den Top-100 der Vornamenscharts. Danach ging seine Beliebtheit stark zurück. Seit den 2010er Jahren wird er nur noch selten vergeben.[7] Der Name war in der Schweiz von 1934 bis 1981 durchgehend in den Hitlisten der Top-100 vertreten. Danach ging seine Popularität zurück. Von 1930 bis 2024 wurden etwa 19.900 Mädchen so genannt.[8]

Der Name gehörte in Frankreich von 1900 bis Ende der 1980er Jahre zu den Top-500. Zwischen 1938 und 1975 befand sich der Name in den Top-100 und von Mitte der 1950er bis Anfang der 1960er Jahre sogar in den Top-10.[9] Im Jahr 1959 lag der Name auf dem ersten Platz der Hitlisten.[10] In den nordischen Ländern Dänemark, Norwegen und Schweden ist der Name mäßig beliebt.[11] In den USA wurde der Name von Ende der 1960er bis 1970er Jahre kurzzeitig häufiger vergeben. Ansonsten kommt er selten in den Top-1000 vor.[12]

  • weiblich: Brigitta, Brigida, Brida, Bridget, Bridgett, Britta, Brita, Britt, Brit, Brigittli, Brige (Schweiz), Birgid, Berit, Gitta, Gitte, Gitti, Gittl, Briggi, Biggi, Bibi, Pirjo (Finnland), Pirkko (Schweden)
  • Birga, Birgit und Birte leiten sich dagegen vom männlichen Vornamen Birger ab.

Bekannte Namensträgerinnen

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  • Gitta Alpár (1903–1991), ungarisch-amerikanische Opernsängerin, Schauspielerin und Tänzerin
  • Gitta Bauer (1919–1990), Retterin während der Zeit des Nationalsozialismus und „Gerechte unter den Völkern“
  • Gitta von Cetto (1908–2010), deutsche Schriftstellerin und Journalistin
  • Gitta Connemann (* 1964), deutsche Politikerin (CDU) und Rechtsanwältin
  • Gitta Deutsch (1924–1998), österreichisch-britische Schriftstellerin und literarische Übersetzerin
  • Gitta Domik (* 1957), österreichische Informatikerin und Hochschullehrerin
  • Gitta Escher (* 1957), deutsche Geräteturnerin
  • Gitta Franken (* 1959), deutsche Autorin und Liedermacherin
  • Gitta Gsell (* 1953), Schweizer Filmregisseurin
  • Gitta Günther (* 1936), deutsche Archivarin, Sachbuchautorin und Herausgeberin
  • Gitta Kahle (* 1963), deutsche Jazzmusikerin
  • Gitta Kutyniok (* 1972), deutsche Mathematikerin
  • Gitta Lind (1925–1974), deutsche Schlagersängerin
  • Gitta Mallasz (1907–1992), ungarische Grafikerin, Malerin sowie Autorin und „Gerechte unter den Völkern“
  • Gitta Nickel (1936–2023), deutsche Filmemacherin
  • Gitta Rost (* 1943), deutsche Badmintonspielerin
  • Gitta Saxx (* 1965), deutsches Fotomodell, Fotografin, Buchautorin und DJ
  • Gitta Schüßler (* 1961), deutsche Politikerin (NPD)
  • Gitta Schweighöfer (* 1954), deutsche Film- und Theaterschauspielerin
  • Gitta Sereny, CBE (1921–2012), britische Biografin, Historikerin und freie Journalistin
  • Gitta Trauernicht (* 1951), deutsche Politikerin (SPD)
  • Gitta Uhlig (1960–2018), deutsche Casterin
  • Gitta Walther (1940– 2014), deutsche Sängerin und Autorin
  1. James McKillop: Brigit. In: A Dictionary of Celtic Mythology. Oxford University Press, 1998. Oxford Reference Online. Diese gibt wiederum Séamas Ó Catháin: The Festival of Brigit. Dublin, 1995, als Quelle an.
  2. James McKillop: Brigantia. In: A Dictionary of Celtic Mythology. Oxford University Press, 1998. Oxford Reference Online. Diese gibt wiederum T. M. Charles-Edwards: Native Political Organization in Roman Britain, etc. In: Manfred Mayrhofer (Hrsg.): Antiquitates Indogermanicae. Innsbruck, 1974, S. 35–45, als Quelle an.
  3. James McKillop: Brigid, Saint. In: A Dictionary of Celtic Mythology. Oxford University Press, 1998. Oxford Reference Online. Diese gibt wiederum Dorothy A. Bray: The Image of St. Brigit in the Early Irish Church. Études celtiques, 24 (1987), S. 209–215. als Quelle an.
  4. a b Brigitte. In: Beliebte-Vornamen. Knud Bielefeld, abgerufen am 22. Dezember 2025.
  5. Beliebteste Vornamen der 1940er Jahre. In: Baby-Vornamen. Baby Vornamen, abgerufen am 22. Dezember 2025.
  6. Beliebteste Vornamen der 1950er Jahre. In: Baby-Vornamen. Baby Vornamen, abgerufen am 22. Dezember 2025.
  7. Vornamen der Geborenen. In: STATISTIK AUSTRIA. Bundesanstalt Statistik Österreich, abgerufen am 22. Dezember 2025.
  8. Brigitte. In: Baby-Vornamen. Baby Vornamen, abgerufen am 22. Dezember 2025.
  9. Popularity in France. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 22. Dezember 2025 (englisch).
  10. Beliebteste Vornamen 1959. In: Baby-Vornamen. Baby Vornamen, abgerufen am 22. Dezember 2025.
  11. Brigitte. In: Nordicnames. Judith Ahrholdt, abgerufen am 22. Dezember 2025 (englisch).
  12. Popularity in the United States. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 22. Dezember 2025 (englisch).