Breidenbach
Breidenbach Gemeinde Breidenbach | ||||
|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | 50° 53′ N, 8° 27′ O | |||
| Höhe: | 320 m ü. NHN | |||
| Fläche: | 9,83 km²[1] | |||
| Einwohner: | 2954[Ohne Beleg] | |||
| Postleitzahl: | 35236 | |||
| Vorwahl: | 06465 | |||
| Quelle: Historisches Ortslexikon[1] | |
| • 1577: | 40 Hausgesesse |
| • 1630: | 40 Hausgesesse, (8 zweispännige, 23 einspännige Ackerleute, 9 Einläuftige. (mit Witwen)) |
| • 1677: | 35 Männer, 2 Witwen, 7 Jungmannschaften, 10 ledige Mannschaften |
| • 1742: | 109 Haushalte |
| • 1806: | 521 Einwohner, 81 Häuser[14] |
| • 1829: | 716 Einwohner, 86 Häuser[4] |
| Breidenbach: Einwohnerzahlen von 1791 bis 1967 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1791 | 527 | |||
| 1800 | 475 | |||
| 1806 | 521 | |||
| 1829 | 716 | |||
| 1834 | 764 | |||
| 1840 | 777 | |||
| 1846 | 819 | |||
| 1852 | 763 | |||
| 1858 | 743 | |||
| 1864 | 669 | |||
| 1871 | 656 | |||
| 1875 | 734 | |||
| 1885 | 698 | |||
| 1895 | 714 | |||
| 1905 | 779 | |||
| 1910 | 816 | |||
| 1925 | 1.012 | |||
| 1939 | 1.127 | |||
| 1946 | 1.644 | |||
| 1950 | 1.734 | |||
| 1956 | 1.869 | |||
| 1961 | 2.196 | |||
| 1967 | 2.513 | |||
| Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: Die Bevölkerung der Gemeinden 1834 bis 1967. Wiesbaden: Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. Weitere Quellen: [1] | ||||
| Quelle: Historisches Ortslexikon[1] | |
| • 1830: | 648 evangelische, 2 römisch-katholische, 66 jüdische Einwohner |
| • 1885: | 615 evangelische, 11 katholische und 72 jüdische Einwohner |
| • 1961: | 1657 evangelische (= 75,46 %), 495 römisch-katholische (= 22,54 %) Einwohner |
Historische Erwerbstätigkeit
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Quelle: Historisches Ortslexikon[1] | |
| • 1867: | Erwerbspersonen: 134 Landwirtschaft, 1 Forstwirtschaft, 36 Gewerbe und Industrie, 21 Handel, 6 Verkehr, 2 Gesundheitspflege, 2 Erziehung und Unterricht, 2 Kirche und Gottesdienst, 2 Staatsverwaltung, 1 Gemeindeverwaltung, 3 Personen ohne Berufsausübung. |
| • 1961: | Erwerbspersonen: 202 Land- und Forstwirtschaft, 717 produzierendes Gewerbe, 79 Handel und Verkehr, 76 Dienstleistungen und Sonstiges. |
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ortsbeirat
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Hauptort Breidenbach verfügt als Ortsbezirk über einen Ortsbeirat, bestehend aus fünf Mitgliedern, dessen Vorsitzender ein Ortsvorsteher, derzeit Björn Meier (SPD), ist.[17] Für die Sitzverteilung siehe die nebenstehende Grafik.
Wappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Am 9. Juli 1956 genehmigte der Hessische Minister des Innern das Wappen mit folgender Beschreibung:
| Blasonierung: „In Silber ein breiter, blauer, schräglinks verlaufender Bach, belegt mit einer goldenen Wolfsangel.“[18] | |
| Wappenbegründung: Die Wolfsangel leitet sich vom Wappen der mittelalterlichen Herren von Breidenbach ab, die das Dorf viele Jahrhunderte lang regierten. Der Bach ist ein redendes Element für die Silbe „-bach“ des Ortsnamens. |
Das Wappen der Ortsgemeinde Breidenbach wurde im Zuge der Gebietsreform 1974 auch das Wappen der neugebildeten Großgemeinde. Vor dem alten Marktplatz befindet sich eine große Darstellung des Wappens aus Kies.
Flagge
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der neuen Großgemeinde Breidenbach wurde 1981 eine Bannerflagge amtlich genehmigt. Diese sowie eine davon abgeleitete Hissflagge wird auch als Symbol für den Ortsteil verwendet. Sie zeigen eine blau-weiße Flaggenbahn, belegt mit dem Wappen. Die Flaggen wurden im größeren Stil erstmals zum 1100-jährigen Dorfjubiläum, das zusammen mit dem Ortsteil Kleingladenbach begangen wurde, auch für die Breidenbacher Einwohner ausgegeben.[19]
Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Kulturdenkmäler
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Bauwerke, Plätze und Parks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Jubiläums-Aussichtsturm
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zur Erinnerung an die 1100-Jahr-Feier wurde am 1. November 2013 ein Jubiläums-Aussichtsturm östlich der Ortslage auf dem „Asch“ in einer kleinen Feierstunde für Besucher freigegeben. Der in einer verzinkten Stahlausführung errichtete Turm verfügt über insgesamt drei Aussichtsebenen, wobei mit der dritten Ebene eine Höhe von 20 Metern erstiegen werden kann. Hier eröffnet sich dem Besucher, auf einer topografischen Höhe von knapp 500 Metern über NN, ein imposanter Blick über die Großgemeinde und weite Teile der Region Lahn-Dill-Bergland bis in Richtung Westerwald und Siegerland. Innerhalb des Hauptortes Breidenbach wird mit Hinweistafeln auf die Erreichbarkeit des Aussichtsturmes aufmerksam gemacht.[7] Seither finden am Turm regelmäßige kleine „Turmfeste“ – Veranstaltungen mit Blasmusik, Kinderprogramm und Verpflegung – statt. Finanziert wurde er durch Spenden und Sponsoring von Bürgern sowie der Firma Christmann & Pfeifer, die auch den Turm errichtete. Insgesamt ist der Turm 26,6 Meter hoch.[20]
Skulpturenpark
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Am 10. Mai 2014 wurde ein Skulpturenpark auf dem Areal des alten Friedhofes am Altweg, oberhalb der Perftalhalle, eingeweiht. Nachdem verschiedene Ideen zu Weiternutzung des dort bestehenden Friedhofs III, der bereits 1915 seiner Bestimmung übergeben wurde und Mitte der 1970er-Jahre durch einen neuen Friedhof außerhalb der Ortslage ersetzt wurde, abgewägt wurden, entstand die Idee zur Anlage eines Parks mit einem stilisierten Perflauf. Die Firma Christmann & Pfeifer konnte dazu gewonnen werden, sechs Objekte zu erstellen, und es wurden Skulpturen von unterschiedlichen Firmen aus der Region gefertigt; insbesondere engagierte sich hier die Firma Weber Food Technology aus Breidenbach.[21]
Zur Erinnerung daran, dass dieses Gelände ehemals ein Friedhof war, wurden alte Grabsteine entlang des Perflaufes eingebaut, die Eigner der Grabstätten zur Verfügung stellten. Außerdem wurde ein Gedenkstein zur Erinnerung an die 1100-Jahr-Feier aufgestellt. Die Kosten wurden von Bürgern der Gemeinde aufgebracht. Im Zentrum des Parks entstand ein Bronzebuch mit dem Text der Ersterwähnung Breidenbachs auf einem Granitsockel.[22]
Zu den auf dem Areal des Skulpturenparks bereits vorhandenen Gedenkbäumen, der „Leipziglinde“ (zum 100. Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig 1813) und der „Gedächtniseiche“ (zur Tausendjahrfeier 1913), wurde eine Platane gepflanzt, die spätere Generationen an die 1100-Jahr-Feier erinnern soll. Außerdem entstanden aus fällbedürftigen Fichten Figuren, die Geburt, Leben und Tod darstellen. Somit wurde der erste Park der Gemeinde Breidenbach geschaffen.[21]
2015 fand auch ein 1980 angefertigtes Modell der evangelischen Kirche im Park Platz, nachdem bis dahin nur zu besonderen Veranstaltungen gezeigt werden konnte.[23]
Alter Marktplatz
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Auf der öffentlichen Straßenfläche, auf dem Kirchenvorplatz und vor dem alten Rathaus wurde früher Markt abgehalten. Die Marktrechte wurden im Jahr 1731 von Landgraf Ernst Ludwig bei der Einweihung des Bergamtes verliehen. Danach durften jährlich drei Vieh- und Krammärkte abgehalten werden. Nach einem Brand am 9. September 1893 wurde der Marktplatz auf die andere Straßenseite an seine heutige Stelle verlegt, das Haus, eine Gastwirtschaft mit Bäckerei, die sich vorher an dieser Stelle befand, wurde nicht wieder aufgebaut. Das Grundstück wurde mit neun Krimmlinden bepflanzt, von denen drei heute noch stehen, und mit einer Grünanlage hergerichtet. Heute bildet der alte Marktplatz die Ecke Altweg/Hauptstraße und ist bepflanzt und mit Parkbänken und einem Brunnen ausgestattet, Markt wird hier nicht mehr abgehalten. Seit der Umgestaltung im Jahr 2012 befindet sich vor dem alten Marktplatz eine große Darstellung des Breidenbacher Wappens aus Kies.
Altes Rathaus
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das alte Rathaus wurde 1856 auf einem alten Gerichtsplatz, der sich unmittelbar vor der Kirchhofmauer, schräg gegenüber dem alten Marktplatz befand, errichtet. 1912 wurde es aufgestockt. Im Rathaus befand sich im Kellergeschoss das Backhaus, daneben das Stockhaus, eine Art Gefängnis. Das Gebäude wurde 1970 abgebrochen, nachdem die Gemeindevertretung in das neue Rathaus umgezogen war.
Neue Mitte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Seit Sommer 2019 besteht an der Ecke Hauptstraße/Bachstraße die „Neue Mitte“, ein Platz mit Bäckerei, Apotheke, Anwaltskanzlei und einer Arztpraxis. Dort findet bereits seit 2018 (mit Pause 2020 und 2021 wegen der COVID-19-Pandemie) der „Schichtwechsel“ statt, ein halbjährlicher Dämmerschoppen, organisiert von der Gemeinde Breidenbach; die Bewirtung übernehmen örtliche Vereine.[24]
Evangelisch-lutherische Kirche
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die evangelisch-lutherische Kirche wurde als Taufkapelle im Jahre 913 erstmals erwähnt. Besonders bekannt ist sie für den charakteristischen schiefen und verdrehten Turm. Bis 1813 war sie von einem Kirchfriedhof umgeben.
Maria-Himmelfahrt-Kirche
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im südlichen Teil Breidenbachs befindet sich die katholische Pfarrkirche Maria Himmelfahrt.[25]
Sport
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Breidenbach gibt es drei Sportplätze. Diese sind im Allgemeinen frei zugänglich und kostenlos nutzbar. Hinzu kommen zwei Turnhallen, eine Kleinsporthalle und die größere „Perftalhalle“.
Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Öffentliche Einrichtungen
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In Breidenbach gibt es ein Bürgerhaus, es liegt zentral im Ortskern in der Nähe des Rathauses und besteht aus einem großen und einem kleinen Saal und es gibt eine Kegelbahn.
Einkaufen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Breidenbach ist ein gut entwickelter, industriereicher Ort. Eine Vielzahl von Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten machen Breidenbach zum Zentrum der gleichnamigen Gemeinde und der umliegenden Ortschaften.
Ende Oktober 2011 wurde auf dem Areal zwischen dem ersten Teilabschnitt der Ortsumgehung, dem Gelände der Firma Breyden (ehemals Buderus Guss) und der Hauptstraße, entlang der ehemaligen Bahnstrecke das neue Nahversorgungszentrum Breidenbach „An der Perf“ eröffnet. Hier wurden Supermärkte, Discounter und Einzelhändler an einer zentralen Stelle zusammengefasst; zur Eröffnung entstanden ein Rewe-Markt, je eine Filiale von Aldi Nord und NKD, sowie eine Schlecker-Filiale, letztere wurde kurz nach der Eröffnung bereits wieder geschlossen.[26] Das Gelände umfasst 1,1 ha und verfügt über 123 Parkplätze, zuvor befand sich an dieser Stelle ein Möbelhaus und Reste der stillgelegten Scheldetalbahn, die zuletzt als Fahrradweg genutzt wurden.
Industrie und Gewerbe
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Breidenbach verfügt seit den 1980er-Jahren über ein Gewerbegebiet (Gewerbegebiet West) „auf dem Geweidigen“ oberhalb der Straße nach Kleingladenbach, in dem mittelständische Unternehmen wie z. B. Weber Food Technology oder Christmann & Pfeifer angesiedelt sind. Mit Breyden hat ein Bremsscheiben-Unternehmen, ehemals als Buderus Guss zum Großkonzern Buderus gehörig, seinen Sitz in Breidenbach. Der Hauptort Breidenbach beschäftigt über 2.600 Arbeitnehmer.
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Straßenverkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Überblick
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Durch das Gemeindegebiet führt die Bundesstraße 253, von der zahlreiche Landes- und Kreisstraßen die einzelnen Gemeindeteile verbinden.
Geplante Umgehungsstraße
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Aufgrund der erheblichen Verkehrsbelastung des Hauptortes plant Hessen Mobil eine Umgehungsstraße, die den Verkehr in der Ortsdurchfahrt um mindestens 75 Prozent reduzieren soll.[27] Der erste Teil ist als „Entlastungsstraße“ und Teil der Kreisstraße 107 bereits seit 2004 fertiggestellt (und soll mit Bau des zweiten Abschnitts entsprechend verbreitert werden). Diese leitet den Verkehr des Ortsteiles Kleingladenbach und des Gewerbegebietes „auf dem Geweidigen“ von Norden kommend westlich am Ort vorbei und mündet in einen Kreisverkehr („Kreisel der Unendlichkeit“[28]) an der bisherigen Straße nach Kleingladenbach (Buderusstraße) und dem Breyden-Werk (ehemals Buderus Guss).[29] Von diesem Kreisverkehr soll der rund 900 Meter lange zweite Abschnitt nach Überquerung von Himmelsbornbach, entlang der in Richtung des Kleingartengebiets am Hirscheln zu verlegenden Perf bis unterhalb des südlichen Ortseingangs in Richtung Niederdieten führen. Dort ist ein weiterer Kreisverkehr mit einem neuen Anschluss an die Landesstraße nach Wolzhausen geplant, der nach Absicht der Gemeinde trotz der differierenden Zuständigkeit im Zuge des Umgehungsbaus realisiert werden soll.[30] Der neue Anschluss dieser Straße soll etwas vor der aus Wolzhausen kommenden linksseitigen Wohnbebauung erfolgen. Die Perf soll die Bestandsstraße unterhalb des neuen Kreisverkehrs unterqueren und anschließend wieder in ihr altes Bett finden. Um den Kreisverkehr herum sollen außerdem neue Anbindungen an die bisherigen Radwege errichtet werden.
Aufgrund ablaufender Fristen wurde es 2025 nötig, einen Bebauungsplan für die Gegend zu erstellen. Zunächst sollte die Umgehung nahe der Bebauung verlaufen, doch eine Machbarkeitsstudie ergab, dass eine Erweiterung der Firma Breyden nur auf diesen Fläche möglich wäre. Nur aufgrund dessen wurde der Trassenverlauf geändert, sodass er nun durch die Perfaue verläuft.[31] Der Zeitpunkt des Planfeststellungsbeschlusses ist nach mehrmaliger Verzögerung (u. a. wegen Umwelt- und Naturschutzprüfungen oder der Einplanung eines Fledermaustunnels) weiter unklar. Das entsprechende Verfahren läuft seit 2017.[32][27] Mit einer Fertigstellung ist ab frühestens 2030 zu rechnen. Zuletzt ging man von Kosten in Höhe von rund 10,1 Millionen Euro aus.[27]
Bei der Eröffnung des ersten Abschnitts rechnete man mit einer Gesamtfertigstellung bis spätestens 2011. Sogar der damalige Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) hatte sich 2007 vor Ort zusammen mit Sören Bartol und Silke Tesch (Abgeordnete für den lokalen Wahlkreis in Bundes- und Landtag, beide SPD) über die Pläne informiert.[27]
Öffentliche Verkehrsmittel
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Breidenbach ist mit Bussen an das ÖPNV-Netz des RMV über die Haltestellen Querstraße, Gewerbegebiet West, Evangelische Kirchengemeinde und Marktplatz angebunden. Außerdem steuern die Schulbuslinien MR-54 und MR-56 die örtliche „Hinterlandschule“ an.
Folgende Linien fahren regulär den Ort an:
- 491: Dillenburg–Niedereisenhausen–Biedenkopf (und zurück)
- X41: Dillenburg–Eschenburg–Biedenkopf (und zurück) (Expressbus)
- MR-51: Biedenkopf–Niedereisenhausen–Friedensdorf–Biedenkopf
- MR-52: Biedenkopf–Friedensdorf–Niedereisenhausen-Biedenkopf
Der Bahnhof Breidenbach (Kr. Biedenkopf) lag an der Scheldetalbahn. Im Mai 1987 wurde der Personenverkehr eingestellt, zuletzt fuhren zwei Züge pro Tag und Richtung; im Dezember 2002 folgte auch der Güterverkehr und damit die Gesamtstilllegung. Mit dem Bau des ersten Teils der Umgehungsstraße 2004 ist die Bahnstrecke abgebaut worden; das alte Bahnhofsgebäude gehört inzwischen der anliegenden Firma Breyden. Der Bahndamm der Scheldetalbahn ist in Breidenbach heute Teil des Hessischen Radfernwegs R8.
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Franz Ludwig von Cancrin (1738–1816), Bau- und Bergmeister, geboren in Breidenbach
- Ludwig Kinkel (1826–1905), Bürgermeister und Mitglied des Provinziallandtages der Provinz Hessen-Nassau, geboren in Breidenbach
- Heinrich Achenbach (1881–1966), Politiker, geboren in Niederdieten
- Jacques Sonneborn (1863–1936), Industrieller und Generaldirektor der Ölwerke Stern-Sonneborn AG (Ossag), geboren in Breidenbach
- Ludwig Schmidt (1868–1945), Mitglied des Provinziallandtages der preußischen Provinz Hessen-Nassau
- Adam Weigel (1875–1965), Ehrenbürgermeister und Mitglied des Provinziallandtages der preußischen Provinz Hessen-Nassau
- Friedrich Ohly (1914–1996), Mediävist, geboren in Breidenbach
- Gerd Becker (* 1943), Fußballspieler, geboren in Breidenbach
- Silke Tesch (* 1958), Politikerin, Kommunalpolitikerin in Breidenbach
- Tobias Meyer (* 1979), Kommunalpolitiker in Breidenbach
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Karl Huth: Breidenbach: Mittelpunkt einer historischen Kleinlandschaft. Wetzlarer Verlags-Druckerei, Wetzlar 1963.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Breidenbach, Landkreis Marburg-Biedenkopf. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
Anmerkungen und Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Anmerkungen
- ↑ Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.
- ↑ Infolge der Rheinbundakte.
- ↑ Bis 1823 Patrimonialgericht Grund Breidenbach; 1823: Trennung von Justiz (Landgericht Biedenkopf) und Verwaltung.
- ↑ Der Norddeutsche Bund war der erste deutsche Bundesstaat unter der Führung Preußens. Er war die geschichtliche Vorstufe des Deutschen Reichs.
- ↑ Infolge des Deutschen Krieges.
- ↑ Infolge des Zweiten Weltkriegs.
Einzelnachweise
- 1 2 3 4 5 6 7 Breidenbach, Landkreis Marburg-Biedenkopf. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 4. Juni 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
- ↑ Handbuch der historischen Stätten Deutschlands, Hessen, 3. überarbeitete Aufl., S. 61
- ↑ Elsa Blöcher: Das Hinterland, Ein Heimatbuch. 2. Auflage. Verlag Max Stephani, Biedenkopf 1981, DNB 820377600 (Erstausgabe: 1953).
- 1 2 Georg Wilhelm Justin Wagner: Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen: Provinz Oberhessen. Band 3. Carl Wilhelm Leske, Darmstadt August 1830, OCLC 312528126, S. 34 f. (Google Buch).
- ↑ Georg Wilhelm Justin Wagner: Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen: Provinz Oberhessen. Band 3. Carl Wilhelm Leske, Darmstadt August 1830, OCLC 312528126, S. 35 f. (Google Buch).
- ↑ Flyer für die Festwoche - www.breidenbach-aktiv.de. Abgerufen am 12. April 2022.
- 1 2 Jubiläums-Aussichtsturm in Breidenbach auf der Website der Gemeinde Breidenbach
- ↑ Mark Adel: Breidenbach wird 1111 Jahre alt. In: mittelhessen.de. VRM Mittelhessen GmbH & Co KG, 3. Februar 2023, abgerufen am 4. Februar 2023.
- ↑ Michael Rademacher: Land Hessen. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
- ↑ Grossherzogliche Centralstelle für die Landesstatistik (Hrsg.): Beiträge zur Statistik des Großherzogtums Hessen. Band 13. G. Jonghause’s Hofbuchhandlung, Darmstadt 1872, OCLC 162730471, S. 12 ff. (Google Buch).
- ↑ Die Zugehörigkeit des Amtes Blankenstein anhand von Karten aus dem Geschichtlicher Atlas von Hessen: Hessen-Marburg 1567–1604., Hessen-Kassel und Hessen-Darmstadt 1604–1638. und Hessen-Darmstadt 1567–1866.
- ↑ Wilhelm von der Nahmer: Handbuch des Rheinischen Particular-Rechts: Entwickelung der Territorial- und Verfassungsverhältnisse der deutschen Staaten an beiden Ufern des Rheins : vom ersten Beginnen der französischen Revolution bis in die neueste Zeit. Band 3. Sauerländer, Frankfurt am Main 1832, OCLC 165696316, S. 7, 430 (Google Buch).
- 1 2 Grossherzogliche Centralstelle für die Landesstatistik (Hrsg.): Beiträge zur Statistik des Großherzogtums Hessen. Band 13. G. Jonghause’s Hofbuchhandlung, Darmstadt 1872, OCLC 162730471, S. 27 ff., § 40 Punkt 6c) (Google Buch).
- 1 2 Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1806. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1806, S. 246 (Online in der HathiTrust digital library).
- ↑ Neuste Länder und Völkerkunde. Ein geographisches Lesebuch für alle Stände. Kur-Hessen, Hessen-Darmstadt und die freien Städte. Band 22. Weimar 1821, S. 416 (online bei Google Books).
- ↑ DITIB Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e. V. Abgerufen am 6. Mai 2020.
- ↑ § 5 der Hauptsatzung der Gemeinde Breidenbach
- ↑ Genehmigung eines Wappens der Gemeinde Breidenbach im Landkreis Biedenkopf, Regierungsbezirk Wiesbaden vom 28. Juli 1956. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1956 Nr. 9, S. 726, Punkt 679 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF]).
- ↑ Breidenbach zeigt Flagge! - www.breidenbach-aktiv.de. Abgerufen am 12. April 2022.
- ↑ Muck: Deutsch: Jubiläums-Aussichtsturm; Informationstafel am Turm. 22. September 2017, abgerufen am 12. April 2022.
- 1 2 Einweihung Skulpturenpark - www.breidenbach-aktiv.de. Abgerufen am 12. April 2022.
- ↑ Breidenbach – Genealogen im Hinterland. Abgerufen am 12. April 2022.
- ↑ Tätigkeitsbericht der AG Bau und Verschönerung 2015 - www.breidenbach-aktiv.de. Abgerufen am 12. April 2022.
- ↑ VRM Mittelhessen GmbH & Co KG: Breidenbach lädt zum "Schichtwechsel" ins Wochenende. 11. Mai 2022, abgerufen am 11. Mai 2022.
- ↑ Kirchort Maria Himmelfahrt Breidenbach. Abgerufen am 12. April 2022.
- ↑ Nahversorgungszentrum Breidenbach. In: Schoofs Frankfurt. Abgerufen am 14. Februar 2022.
- 1 2 3 4 Mark Adel: Breidenbacher Umgehungsstraße: Es dauert noch Jahre. In: mittelhessen.de. 4. Januar 2024, abgerufen am 5. Januar 2024.
- ↑ Bildhauer UBBO ENNINGA | Monumente. Abgerufen am 2. November 2022.
- ↑ 2. Änderung des Bebauungsplans "Mühlwiese" im Ortsteil Breidenbach. In: geoservices.marburg-biedenkopf.de. Gemeindevorstand der Gemeinde Breidenbach, 26. Juli 2001, abgerufen am 31. Juli 2025.
- ↑ Marburg-Biedenkopf – Breidenbach – B 253 – Ortsumgehung. mobil.hessen.de, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 5. März 2016; abgerufen am 3. März 2016.
- ↑ Sascha Valentin: Weiteres Kapitel der Ortsumgehung Breidenbach hinzufügen. In: mittelhessen.de. Hinterländer Anzeiger, 25. Juni 2025, abgerufen am 29. Juni 2025.
- ↑ Mark Adel: Das hält Breidenbachs Bürgermeister Felkl von Tempo 30. In: mittelhessen.de. VRM Mittelhessen GmbH & Co KG, 3. März 2023, abgerufen am 4. März 2023.

