Bosdarros
Erscheinungsbild
| Bosdarros | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Nouvelle-Aquitaine | |
| Département (Nr.) | Pyrénées-Atlantiques (64) | |
| Arrondissement | Pau | |
| Kanton | Ouzom, Gave et Rives du Neez | |
| Gemeindeverband | Pau Béarn Pyrénées | |
| Koordinaten | 43° 13′ N, 0° 22′ W | |
| Höhe | 212–443 m | |
| Fläche | 24,77 km² | |
| Einwohner | 962 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 39 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 64290 | |
| INSEE-Code | 64139 | |
| Website | mairie-bosdarros.fr/ | |
Ortseingang von Bosdarros | ||
Bosdarros ist eine französische Gemeinde mit 962 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Pyrénées-Atlantiques in der Region Nouvelle-Aquitaine. Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Pau und zum Kanton Ouzom, Gave et Rives du Neez (bis 2015: Kanton Jurançon).
Die Einwohner werden Bosdarrosiens und Bosdarrosiennes genannt.[1] Der Name in der gascognischen Sprache lautet Lo Bòsc d’Arròs.[2]
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bosdarros liegt in der historischen Provinz Béarn circa 15 Kilometer südlich und damit im Einzugsbereich von Pau.
Umgeben wird der Ort von den Nachbargemeinden:
| Gelos Rontignon |
Narcastet | ||||||||
| Gan | Baliros Pardies-Piétat Saint-Abit | ||||||||
| Rébénacq Sévignacq-Meyracq |
Arros-de-Nay Haut-de-Bosdarros |
| Jahr | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2006 | 2009 | 2023 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 665 | 609 | 689 | 824 | 872 | 937 | 998 | 1040 | 962 |
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bauwerke
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Kirche, gewidmet Orientius, der Bischof von Augusta Ausciorum im 5. Jahrhundert war. Sie ist zu Beginn des 16. Jahrhunderts auf einem Nebenweg des Jakobswegs nach Santiago de Compostela errichtet worden. Aus dieser Zeit stammen die beiden gotischen Eingänge nach Norden und Osten, da die Kirche nicht wie gewöhnlich nach Osten ausgerichtet ist. Das Nordportal mit dem Kielbogen ist im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgearbeitet worden. Sein Gesims scheint dabei versetzt worden zu sein, die äußeren Enden der Fleurons und Fialen gekürzt. Das große Tympanon war möglicherweise mit einem Netz aus Fischblasen (französisch mouchettes) und Vierpassen (französisch soufflets) aus zwei Kreisbogen und zwei Kielbogen, deren Form an einen Blasebalg erinnert, verziert. Das kleine Tympanon ist mit zwei knienden Figuren verziert. Rechts ist ein Engel mit einem Spruchband, die linke Figur hält eine Märtyrerpalme und könnte den Schutzpatron darstellen. Eine Giebelblume krönt den Spitzbogen. Im Kircheninnern ist der Chor besetzt mit einem Altaraufsatz mit einem großen Gemälde aus dem 16. Jahrhundert, das eine Episode des Schutzpatrons zeigt, als er seine Einsiedelei in dem Moment aufgab, in dem der bisherige Bischof von Auch verstarb und er sich als seinen Nachfolger berufen sah.[10][11][5]
Grünflächen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde ist vom Conseil national des villes et villages fleuris mit zwei Blumen ausgezeichnet.[12] Auf dem Gebiet der Gemeinde befindet sich ein Freizeitpark und ein botanischer Pfad und weitere Spazierwege im Wald von Gerbanère (55 Hektar).[5][4]

Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Wirtschaft wird in erster Linie von Handel und Dienstleistungen bestimmt. Die Gemeinde liegt in den Zonen AOC der Weinbaugebiete Jurançon und Béarn und des Ossau-Iraty, ein traditionell hergestellter Schnittkäse aus Schafmilch.[13]
Aktive Arbeitsstätten nach Branchen am 31. Dezember 2014[14]
Gesamt = 96
Gesamt = 96
Bildung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde verfügt über eine öffentliche Vor- und Grundschule mit 83 Kindern im Schuljahr 2016/2017.[15]
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bosdarros wird durchquert von den Routes départementales 24, 209, 285, 322 und 936.
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Hélier Thil, geboren am 10. Februar 1881 in Bosdarros und gestorben am 29. Oktober 1946 in Nantes, war ein französischer Nationalspieler der Rugby Union. Er gewann sechsmal die französische Meisterschaft in den Jahren 1904, 1905, 1906, 1907 und 1909 und spielte in den Jahren 1912 und 1913 insgesamt sechsmal in der Nationalmannschaft.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Commons: Bosdarros – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
- Website des Tourismusbüros des Gemeindeverbands (französisch)
- Webseite des Tourismusbüros (französisch)
- Website des Freizeitparks in Bosdarros (französisch)
- Website des Interessenverbands AOP Ossau-Iraty (französisch)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Pyrénées-Atlantiques Gentilé. habitant.fr, abgerufen am 19. März 2017 (französisch).
- ↑ Bosdarros. Gasconha.com, abgerufen am 19. März 2017 (französisch).
- ↑ Ma commune : Bosdarros. Système d’Information sur l’Eau du Bassin Adour Garonne, abgerufen am 19. März 2017 (französisch).
- 1 2 Conseil régional d’Aquitaine: Bosdarros. Visites en Aquitaine, archiviert vom am 20. März 2017; abgerufen am 21. Oktober 2022 (französisch).
- 1 2 3 4 Histoire et patrimoine de Bosdarros. Gemeinde Bosdarros, abgerufen am 19. März 2017 (französisch).
- 1 2 Paul Raymond: Dictionnaire topographique du département des Basses-Pyrénées. In: Dictionnaire topographique de la France. Imprimerie nationale, 1863, S. 34, abgerufen am 19. März 2017 (französisch).
- ↑ France 1750. David Rumsey Map Collection: Cartography Associates, abgerufen am 19. März 2017 (englisch).
- 1 2 Notice Communale Bosdarros. EHESS, abgerufen am 19. März 2017 (französisch).
- ↑ Populations légales 2014 Commune de Bosdarros (64139). INSEE, abgerufen am 19. März 2017 (französisch).
- ↑ Conseil régional d’Aquitaine: Église Saint-Orens. Visites en Aquitaine, archiviert vom am 20. März 2017; abgerufen am 21. Oktober 2022 (französisch).
- ↑ Conseil régional d’Aquitaine: Porte de l’église Saint-Orens. Visites en Aquitaine, archiviert vom am 20. März 2017; abgerufen am 21. Oktober 2022 (französisch).
- ↑ Les villes et villages fleuris. Conseil national des Villes et Villages Fleuris, abgerufen am 19. März 2017 (französisch).
- ↑ Institut national de l’origine et de la qualité: Institut national de l’origine et de la qualité. Archiviert vom am 5. Februar 2017; abgerufen am 19. März 2017 (französisch). Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ INSEE: Caractéristiques des établissements en 2014 Commune de Bosdarros (64139). Ehemals im (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 19. März 2017 (französisch). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )
- ↑ École maternelle et élémentaire. Nationales Bildungsministerium, abgerufen am 19. März 2017 (französisch).
