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Bob Ricketts

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Robert Williams „Bob“ Ricketts (* 15. März 1885 in Springfield (Ohio); † 25. November 1936 in New York City) war ein amerikanischer Songwriter, Jazzpianist und Musikproduzent, der vor allem gemeinsam mit Porter Grainger wirkte.

Ricketts leitete 1918 in Philadelphia die Orchesterbegleitung im Standard Theater. Nach seiner Ankunft in New York City tat er sich mit Porter Grainger zusammen; gemeinsam schrieben sie eine Reihe von Liedern und starteten verschiedene Projekte, darunter die Gründung eines Verlags namens Rainbow Music Company; ihr wichtigster Geldgeber war der Komponist Irving Berlin.[1]

Im Jahr 1922 leitete Ricketts ein zehnköpfiges Orchester für die Show „Dumb Luck“ (mit Ethel Waters), die durch Neuengland tourte.[2]

Im Jahr 1923 begleitete „Bob Rickett’s Band“, bestehend aus Ricketts am Klavier, Buddy Christian oder Elmer Snowden am Banjo, Ernest Elliott an der Klarinette, Tom Morris am Kornett, Charlie Irvis an der Posaune und Bob Fuller am Altsaxophon, die Blues-Sängerin Viola McCoy bei einer Reihe von Aufnahmen für Gennett Records.[2] Ricketts, der auch an der Spitze der „Rickett’s Stars“ stand, wirkte auch bei Aufnahmen der Blues-Sängerinnen Gladys Bryant, Esther Bigeou[3] und Kitty Brown mit.[2]

Im Jahr 1924 berichtete der Pittsburgh Courier, dass Ricketts und Grainger 22 Musiknummern für eine Show namens „Honey“ geschrieben hätten, deren Buch von den bekannten Vaudeville-Künstlern Flournoy E. Miller und Aubrey Lyles stammte.[4]

Im Jahr 1926 verfassten und veröffentlichten Ricketts und Grainger die Broschüre „How to Play and Sing the Blues Like the Phonograph and Stage Artists“, ein frühes Lehrbuch.[5][6]

Ricketts war auch als Songarrangeur bekannt; zu den Kompositionen, an denen er mitarbeitete, gehörten unter anderem Werke von Jimmy Durante, James Tim Brymn, Chris Smith und Mike Jackson. Ricketts lieferte außerdem Arrangements für die von Fletcher Henderson geleitete Band.[7]

Im März 1929 beauftragte Columbia Pictures Grainger und Ricketts damit, das Drehbuch und die Filmmusik für einen Kinofilm mit dem Titel „Jailhouse Blues“ zu schreiben, einen musikalischen Kurzfilm, dessen Hauptrolle Mamie Smith erhielt.[8]

Einzelnachweise

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  1. ↑ Mark Tucker: Ellington: The Early Years. University of Illinois Press, 1995, S. 93 (englisch).
  2. 1 2 3 Bernard L. Peterson: A Century of Musicals in Black and White: An Encyclopedia of Musical Stage Works By, About, Or Involving African Americans. Greenwood Publishing, 1993, S. 116 (englisch).
  3. ↑ Four O'Clock Blues by Esther Bigeou – Accomp. by Ricketts' Stars. In: SecondHandSongs. Abgerufen am 29. Juli 2026 (englisch).
  4. ↑ Henry T. Sampson: Blacks in Blackface: A Sourcebook on Early Black Musical Shows. Scarecrow Press, 1980, S. 893 (englisch).
  5. ↑ Porter Grainger & Bob Ricketts: How to Play and Sing the Blues Like the Phonograph and Stage Artists. New York: Jack Mills, 1926
  6. ↑ Howard Rye: Grainger, Porter, in: Barry Kernfeld (Hrsg.): The New Grove Dictionary of Jazz (2nd ed.). New York: Grove Music, 2002
  7. ↑ Walter C. Allen: Hendersonia: The Music of Fletcher Henderson and His Musicians (Ann Arbor: University of Michigan Press, 1973), S. 43–44, 49
  8. ↑ Mamie Makes Talki, (Baltimore) Afro-American, 9. März 1929, S. 8