Bledesbach
Bledesbach Stadt Kusel | ||
|---|---|---|
| Koordinaten: | 49° 32′ N, 7° 23′ O | |
| Höhe: | 269 (260–280) m ü. NHN | |
| Fläche: | 2,68 km²[1] | |
| Einwohner: | 316[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 118 Einwohner/km² | |
| Eingemeindung: | 17. März 1974 | |
| Postleitzahl: | 66869 | |
| Vorwahl: | 06381 | |
Lage von Bledesbach in Rheinland-Pfalz | ||
Bledesbach ist ein Stadtteil der rheinland-pfälzischen Landstadt Kusel. Bis 1974 war er eine selbständige Gemeinde.
Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Ort liegt im sogenannten Musikantenland, einem Teilbereich des Nordpfälzer Bergland zwei Kilometer südwestlich der Kernstadt. Er wird vom gleichnamigen Bach durchflossen. Zu Bledesbach gehört zudem der Bärenfelderhof, der sich nordöstlich des restlichen Siedlungsgebiets befindet.[2]
Straßen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Straßenbezeichnungen in Bledesbach lauten: Bärenfelderhof, Eckweg, Friedhofstraße, Kirchenpfad, Kuseler Straße, Mühlweg, Römerweg, Triebstraße, Weiherhäuschen und Zeiselbach.[3][4]
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ab dem 12. Jahrhundert gehörte der Ort zur Grafschaft Veldenz und ab dem 15. Jahrhundert zu Pfalz-Zweibrücken; seine erstmalige Erwähnung erfolgte 1436. Im 17. Jahrhundert wurde er zweimal zerstört.[2] Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war Bledesbach in den Kanton Kusel eingegliedert. 1815 wurde der Ort Österreich zugeschlagen. Bereits ein Jahr später wechselte der Ort in das Königreich Bayern; dort unterstand Bledesbach der Bürgermeisterei Kusel. Von 1818 bis 1862 war der Ort Bestandteil des Landkommissariat Kusel, das anschließend in ein Bezirksamt umgewandelt wurde.
1928 hatte Bledesbach 281 Einwohner, die in 57 Wohngebäuden lebten. Sowohl die Katholiken als auch die Protestanten gehörten seinerzeit zur Pfarrei von Kusel.[5] 1939 wurde der Ort in den Landkreis Kusel eingegliedert. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Bledesbach innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wurde der Ort Bestandteil der neu gebildeten Verbandsgemeinde Kusel. Zwei Jahre später, am 17. März 1974 wurde Bledesbach in die Stadt Kusel eingemeindet.[6]
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ortsbezirk
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Stadtteil Bledesbach ist einer von zwei Ortsbezirken der Stadt Kusel und wird von einem Ortsbeirat sowie einem Ortsvorsteher politisch vertreten.[7]
Ortsbeirat
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Ortsbeirat besteht aus 7 Mitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsvorsteher als Vorsitzendem.
Die Sitzverteilung im Ortsbeirat:
| Wahl | SPD | CDU | Gesamt |
|---|---|---|---|
| 2024 | per Mehrheitswahl * | 7 Sitze[8] | |
| 2019 | 5 | 2 | 7 Sitze[9] |
| 2014 | 4 | 3 | 7 Sitze[10] |
| 2009 | 4 | 3 | 7 Sitze[11] |
| 2004 | 4 | 3 | 7 Sitze[12] |
Ortsvorsteher
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Matthias Schäffler (Wählergruppe Schäffler / SPD) wurde am 26. Juni 2019 Ortsvorsteher von Bledesbach.[13] Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 war er mit einem Stimmenanteil von 77,99 % gewählt worden.[14] Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 wurde er als einziger Bewerber mit 78,1 % für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt.[15]
Eckhard Buchholz (SPD) war als Schäfflers Vorgänger langjähriger Ortsvorsteher des Stadtteils.[16]
Kultur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einziges Kulturdenkmal vor Ort ist ein Quereinhaus am Eckweg aus dem Jahr 1877.[17]
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Bundesstraße 420 streift den westlichen Siedlungsrand. Durch Bledesbach verläuft die Landesstraße 360, die den Ort mit der Kuseler Kernstadt sowie mit Wahnwegen verbindet. Der Ort ist über die Buslinien 280 und 288 des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar an das Nahverkehrsnetz angebunden, die ihn mit der Kernstadt von Kusel sowie mit Homburg verbinden.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Gemarkung Bledesbach – geoindex.io
- 1 2 regionalgeschichte.net: Bledesbach. Abgerufen am 13. Juni 2018.
- ↑ Straßentabellen auf kommwis.de
- ↑ Kartendienst des Landschaftsinformationssystems der Naturschutzverwaltung Rheinland-Pfalz (LANIS-Karte) (Hinweise)
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 755 (Digitalisat).
- ↑ Amtliches Gemeindeverzeichnis (= Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz [Hrsg.]: Statistische Bände. Band 407). Bad Ems Februar 2016, S. 169 (PDF; 2,8 MB).
- ↑ Hauptsatzung der Stadt Kusel. (PDF) § 2. In: Satzungen der Stadt Kusel. Verbandsgemeinde Kusel-Altenglan, 30. Dezember 2009, abgerufen am 11. Mai 2025.
- 1 2 Wahlen zu den Ortsbeiräten: 9. Juni 2024, Bledesbach. Verbandsgemeinde Kusel-Altenglan, abgerufen am 1. August 2026.
- ↑ Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Ortsbeiratswahl 2019 Bledesbach. Abgerufen am 13. Mai 2020.
- ↑ Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Ortsbeiratswahl 2014 Bledesbach. Abgerufen am 13. Mai 2020.
- ↑ Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Ortsbeiratswahl 2009 Bledesbach. Abgerufen am 13. Mai 2020.
- ↑ Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Ortsbeiratswahl 2004 Bledesbach. Abgerufen am 13. Mai 2020.
- ↑ Eckhard Buchholz: Konstituierende Sitzung des Ortsbeirates. am 26. Juni 2019. Verbandsgemeinde Kusel-Altenglan, 18. Juni 2019, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 9. Dezember 2019; abgerufen am 13. Mai 2020. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. Archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 24. März 2023; abgerufen am 13. Mai 2020 (siehe Kusel-Altenglan, Verbandsgemeinde, 20. Ergebniszeile). Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ Ortsvorsteherwahlen: 9. Juni 2024, Bledesbach. Verbandsgemeinde Kusel-Altenglan, abgerufen am 1. August 2026.
- ↑ Stefan Keller: Sitzung des Stadtrates der Stadt Kusel. (PDF) Dank an Eckhard Buchholz (S. 5 oben). Stadt Kusel, 20. Dezember 2019, ehemals im (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 13. Mai 2020. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)
- ↑ Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler – Kreis Kusel. Mainz 2026, S. 18 (PDF; 5,8 MB).
