Bischleben
Bischleben Landeshauptstadt Erfurt | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | 50° 56′ N, 10° 59′ O | ||||||||
| Höhe: | 210–233 m ü. NN | ||||||||
| Fläche: | 6,63 km² | ||||||||
| Einwohner: | 1593 (31. Dez. 2021)[1] | ||||||||
| Bevölkerungsdichte: | 240 Einwohner/km² | ||||||||
| Eingemeindung: | 1. Juli 1950 | ||||||||
| Postleitzahl: | 99094 | ||||||||
| Vorwahl: | 0361 | ||||||||
Lage von Bischleben in Erfurt | |||||||||
| Jahr | 1939 | 1990 | 1995 | 2000 | 2005 | 2010 | 2015 | 2020 | 2021 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 2103[10] | 1624[11] | 1581 | 1600 | 1696 | 1676 | 1628[12] | 1594[1] | 1593[13] |
Wirtschaft und Infrastruktur
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Nach der Stilllegung der meisten Industriebetriebe (u. a. die Bischlebener Mühle, welche zu Loftwohnungen umgebaut wurde[14]) ist Bischleben-Stedten heute vor allem ein Wohnvorort. Darüber hinaus spielt der Gartenbau eine gewisse Rolle. Westlich des Bahnhofs bestand bis nach der Wiedervereinigung eine Fabrik des Unternehmens Artur Jungk KG bzw. des VEB Feuerungsanlagenbau Erfurt. Deren Areal wird heute teilweise gewerblich nachgenutzt, teilweise liegt es brach.
Bischleben verfügt seit 1847 über einen Bahnhof an der Thüringer Bahn. Dieser wird stündlich von den Regionalbahnenlinien RB 20 (Abellio Rail Mitteldeutschland) Leipzig nach Eisenach und RB 23/RB 46 (ErfurterBahn) Erfurt nach Saalfeld/Ilmenau angefahren. Zusätzlich bestehen verschiedene Busverbindungen in andere Orte des Geratals und nach Erfurt. Straßen verbinden Bischleben mit Hochheim im Norden, Möbisburg im Süden, Ingersleben im Westen und Molsdorf im Südwesten. Über die Anschlussstelle Erfurt-West besteht eine Anbindung an die Bundesautobahn 4.
Durch Bischleben-Stedten führen der Radfernweg Thüringer Städtekette und der Gera-Radweg von Erfurt nach Gotha bzw. Arnstadt. Nordwestlich des Ortes verläuft die Schnellfahrstrecke Nürnberg–Erfurt mit dem Tunnel Augustaburg und der Geratalbrücke Bischleben.
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Weitere Kulturgüter sind der Liste der Kulturdenkmale in Bischleben-Stedten zu entnehmen.
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Johann Ernst Wenigk (1702–1745), Geistlicher, Theologe und Kirchenlieddichter
- Christoph von Keller (1757–1827), Politiker, preußischer Gesandter, geboren in Stedten
- Ludwig von Keller (1760–1835), Politiker, preußischer Landrat, geboren in Stedten
- Maria Barjatinskaja, geb. Marie Wilhelmine Luise von Keller (1792–1858), verheiratet mit Iwan Iwanovitsch Barjatinski, geboren in Stedten,
- Eduard von Keller (1796–1877), Verwaltungsbeamter, geboren in Stedten
- Gustav von Keller (1805–1897), preußischer Beamter und Politiker, geboren in Stedten
- Uwe Bremer (* 1940), Maler und Grafiker, geboren in Bischleben
- Marion Walsmann (* 1963), Politikerin (CDU), wuchs als Marion Schau in Bischleben auf
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Erfurter Statistik, Daten und Fakten 2021. (PDF; 607 kb) Landeshauptstadt Erfurt, Stadtverwaltung, 30. April 2021, abgerufen am 10. April 2023 (Bevölkerung der Stadtteile mit Stand 31. Dezember 2020).
- ↑ Otto Dobenecker (Hrsg.): Regesta diplomatica necnon epistolaria historiae Thuringiae (1152–1210). Band 2 Teil 1, Nr. 699. Fischer, Jena 1898.
- ↑ P. Lehfeldt: Bau- und Kunstdenkmäler Thüringens, Heft VIII. Herzogthum Sachsen-Coburg und Gotha, Jena, 1891, S. 7
- ↑ Hartmut Schwarz: Mit einer Explosion war es vorbei. Thüringische Landeszeitung, 20. August 2016
- ↑ Jan Eik und Klaus Behling: „Verschlusssache. Die größten Geheimnisse der DDR“. Verlag Das Neue Berlin, Berlin 2008, ISBN 978-3-360-01944-8. S. 200
- ↑ Drei Reisezugwagen bei Erfurt entgleist. In: Neues Deutschland. 8. Juni 1972, S. 2.
- ↑ Jubiläumsschrift „100 Jahre Reichsbahndirektion Erfurt 1882–1982“. Zitiert nach Helmut Wolf: „Erfurt im Luftkrieg 1939–1945“. Schriften des Vereins für Geschichte und Altertumskunde von Erfurt e. V., Glaux-Verlag Jena 2005, ISBN 3-931743-89-6. S. 252
- ↑ Johann Friedrich Kratzsch: Lexicon der sämmtlichen Ortschaften der Deutschen Bundesstaaten. Naumburg, 1843.
- ↑ Landratsamt Gotha. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 30. Mai 2023; abgerufen am 3. März 2026.
- ↑ Michael Rademacher: Stadt und Landkreis Gotha. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com. Abgerufen am 30. Mai 2023 (1923 wurde Stedten Bischleben zugeschlagen).
- ↑ Thüringer Landesamt für Umwelt und Geologie: Umwelt regional.
- ↑ Stadtteil - Bischleben-Stedten. ( vom 28. März 2016 im Internet Archive) In: Stadtverwaltung Erfurt.
- ↑ Stadtteil - Bischleben-Stedten. ( vom 7. Juli 2022 im Internet Archive) In: Stadtverwaltung Erfurt.
- ↑ Michael Kessler: Loftwohnen im Kulturdenkmal Bischlebener Mühle. In: immobilienpoint24.de. Immobilien Point 24 GmbH, 12. Mai 2014, abgerufen am 23. November 2018.




