Bettingerode
Erscheinungsbild
Bettingerode Stadt Bad Harzburg | |
|---|---|
| Koordinaten: | 51° 55′ N, 10° 34′ O |
| Höhe: | 227 (175–227) m ü. NHN |
| Fläche: | 6,62 km²[1] |
| Einwohner: | 378 (31. Dez. 2024)[2] |
| Bevölkerungsdichte: | 57 Einwohner/km² |
| Eingemeindung: | 1. Juli 1972 |
| Postleitzahl: | 38667 |
| Vorwahl: | 05322 |
Lage von Bettingerode in Bad Harzburg
| |
Luftaufnahme von Bettingerode, November 2018 | |
Bettingerode [] ist ein Ortsteil der niedersächsischen Stadt Bad Harzburg am Nordrand des Harzes. Er liegt 4 km nördlich vom Kernbereich von Bad Harzburg entfernt.
Geografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Lage und Ortsbild
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bettingerode befindet sich auf einer Höhe zwischen 175 m ü. NHN und 190 m ü. NHN in einem Tal des Harzburger Harzvorlandes, das von der Schamlah durchflossen wird. Das Dorf liegt zwei Kilometer nordöstlich von Westerode, fünf Kilometer östlich von Harlingerode und drei Kilometer südwestlich von Lochtum in der dünn besiedelten Osthälfte des Bad Harzburger Stadtgebiets. Die Feldmark erlaubt einen guten Blick auf den Harz und insbesondere den Butterberg, der sich markant im Süden bemerkbar macht. Verschiedene Bäche und Gräben fließen hier in die Schamlah ein, die wichtigsten sind der Maschbach aus Westerode und der Lehmgrundsgraben.
Sieht man vom Südteil ab, der in der Nachkriegszeit als Wohnraum für Ostvertriebene entstanden ist (Schlesierring), besteht Bettingerode vollständig aus einem historischen Ortskern. Die Bauernhäuser sind hier an die örtliche Hauptstraße auf der einen und dem Schamlahbach auf der anderen Seite ausgerichtet, sodass Bettingerode als historisches Straßendorf klassifiziert werden kann.
Die zwei Kilometer westlich gelegene Siedlung Gut Radau und das vier Kilometer entfernt gelegene Gehöft Altfelder Krug gehören aus statistischen Gründen zu Bettingerode.
Nachbarorte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Vienenburg | Wiedelah Lochtum |
Lüttgenrode Wennerode Abbenrode | ||||||
| Gut Radau Radauanger Harlingerode |
Altfelder Krug Eckertal Stapelburg | |||||||
| Westerode Schlewecke Bündheim |
Bad Harzburg | |||||||
| Bad Harzburg-Bettingerode – Bevölkerungsentwicklung seit 1798 | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Entwicklung | Jahr | Einwohner | Jahr | Einwohner | Jahr | Einwohner | Jahr | Einwohner |
|
|
1798 | 329 | 1949 | 986 | 2011 | 436 | 2019 | 397 |
| 1818 | 387 | 1965 | 740 | 2012 | 438 | 2020 | 409 | |
| 1852 | 506 | 1979 | 598 | 2013 | 434 | 2021 | 409 | |
| 1877 | 541 | 2005 | 487 | 2014 | 432 | |||
| 1910 | 601 | 2007 | 470 | 2015 | 435 | |||
| 1925 | 566 | 2008 | 467 | 2016 | 439 | |||
| 1933 | 564 | 2009 | 460 | 2017 | 440 | |||
| 1939 | 529 | 2010 | 453 | 2018 | 392 | |||
|
jeweils zum 31. Dezember des Jahres | ||||||||
Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Bauwerke
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Dorfkirche Bettingerode
- Die evangelisch-lutherische Dorfkirche an der Hauptstraße, deren Kirchengemeinde auch die Kirchen im benachbarten Westerode und Lochtum (Vienenburg) zugeordnet sind, gehört zur Propstei Vienenburg. Früher gehörte sie allerdings zu der Propstei Bad Harzburg. In der Kircheninschrift am Haupteingang ist festgehalten, dass sie um 1200 errichtet wurde und „das älteste Gebäude im Amte Bad Harzburg“ ist.
Regelmäßige Veranstaltungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Traditionell existiert zwischen Bettingerode und Westerode ein Wettstreit, in welchem es um den Verzehr möglichst vieler Würste geht. Der letzte Wettbewerb dieser Art endete beinahe in Handgreiflichkeiten, sodass er seitdem ruht.[18]
Vereine
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Der MTV Männer-Turnverein von 1890 Bettingerode e. V. bietet die Abteilungen Tischtennis, Turnen, Gymnastik und Wintersport an, genutzt wird die örtliche Turnhalle am Schlesierring.
Wirtschaft und Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Mittelstand ist in Bettingerode fest verwurzelt, insbesondere im handwerklichen und landwirtschaftlichen Bereich. Größter Betrieb in Bettingerode ist der Schlachterbetrieb Leiste, der neben dem Hauptsitz im Dorf weitere Zweigfilialen in Bad Harzburg und Goslar betreibt.[19] Weiterhin befinden sich ein Hofcafé und ein Tätowierbetrieb als Gewerbe im Ort, zudem bietet ein Landwirtschaftsbetrieb ein Erdbeerfeld zum Selberpflücken an.
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Durch Bettingerode führen die Kreisstraßen K 30 (Westerode – Bettingerode – Lochtum; Hauptstraße) und K 42 (Harlingerode – Bettingerode – L 501/Eckertal). Über die K 42 besteht westlich von Bettingerode die Autobahnabfahrt Bad Harzburg-Harlingerode an der Bundesautobahn 369.
Durch den Ort führt die Buslinie 821 (Bad Harzburg – Westerode – Bettingerode – Lochtum – Vienenburg).
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Söhne und Töchter des Ortes
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Johann Christoph Lüders (1803–1872), Industrieller, Industriepionier, Kommunalpolitiker und Kulturförderer
Personen, die mit dem Ort in Verbindung stehen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Ralf Abrahms (* 1958), Politiker (Grüne) und amtierender Bürgermeister in Bad Harzburg, wohnt hier
Westpanorama, Blick auf Bettingerode und Umland
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Commons: Bettingerode – Sammlung von Bildern
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Inkscape-Wert: (149560.32 px² + 2330.33 px² / 1501177.21 px²) * 65.42 km².
- ↑ Stadt Bad Harzburg: Zahlen, Daten, Fakten.
- 1 2 Jürgen Udolph (Recherche): Der „Ortsnamenforscher“. In: Internetseite NDR 1 Niedersachsen. Archiviert vom am 17. August 2014; abgerufen am 3. August 2019.
- ↑ Richard Wieries: Die Namen der Berge, Klippen, Täler, Quellen, Wasserläufe, Teiche, Ortschaften, Flurteile, Forstorte und Wege im Amtsgerichtsbezirk Harzburg. In: Landesverein für Heimatschutz im Herzogtum Braunschweig (Hrsg.): Die Flurnamen des Herzogtums Braunschweig. Band 1. E. Appelhans & Comp. G.m.b.H, Braunschweig 1910, S. 8 ff. (Digitalisat [PDF; 9,0 MB; abgerufen am 12. August 2019] auf Publikationsserver der TU Braunschweig).
- ↑ Bernd Stenal: Die Harz-Geschichte 2: Früh- und Hochmittelalter. S. 145 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
- ↑ Wolfgang Petke: Die Grafen von Wöltingerode-Wohldenberg. 1971 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
- 1 2 Ferdinand Julius Eduard Helmbrecht: Das Soolbad Juliushall. Nebst dem Wellenbade und der Molkenanstalt zu Harzburg. 1853, S. 3 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
- ↑ Wilhelm Baumgarten: Das größere Bad Harzburg. S. 55.
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 272 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
- ↑ Wolfgang Heinemann: Die Chronik des Amtes Harzburg. Hanau 2003, ISBN 3-00-011170-0, S. 378.
- ↑ Länder- und Völkerkunde. Ein geographisches Lesebuch. Band 19. Landes-Industrie-Comptoirs, Weimar 1818, S. 487 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
- ↑ Karl Andree: Geographie des Welthandels. Band 3, 1877, S. 752 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
- ↑ Michael Rademacher: Wolfenbuettel. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
- ↑ Harald Meier, Kurt Neumann: Bad Harzburg. Chronik einer Stadt. S. 356.
- ↑ Stadtverwaltung Bad Harzburg: Bevölkerungsstatistik für die Stadt Bad Harzburg. 17. Januar 1979.
- ↑ Der Landkreis Goslar im Überblick. Zahlen, Daten, Fakten. Landkreis Goslar, 3. Dezember 2018, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 27. Januar 2018; abgerufen am 20. Dezember 2019. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ Quelle: Stadt Bad Harzburg, in: Goslarsche Zeitung: Zuzüge retten die Einwohnerstatistik, 15. Januar 2020.
- ↑ Wolfgang Pöhlmann: Es geht um die Wurst: Eine deutsche Kulturgeschichte. Albrecht Knaus Verlag, München 2017, ISBN 978-3-641-17960-1 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
- ↑ Filialen. In: www.leiste-lecker.de. Abgerufen am 22. März 2013.



