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Best Architects

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Best Architects (Stilisierte Eigenschreibweise: best architects) ist eine seit 2006 jährlich erscheinende Architekturzeitschrift einer Düsseldorfer Werbeagentur, welche die Aufnahme in die Publikation als Wettbewerb Best Architects Award auslobt. Veröffentlichte Projekte werden als Preisträger bezeichnet und können mit „Best Architects“ oder „Best Architects in Gold“ für sich werben. Sie sind hauptsächlich in deutschsprachigen Ländern zu finden, Projekte in der Schweiz sind besonders zahlreich vertreten.

Die 2001 gegründete Werbeagentur Zinnobergruen GmbH,[1] die hauptsächlich Unternehmens-Kampagnen macht,[2] präsentiert seit dem Jahr 2006 Architekturprojekte in einer jährlich erscheinenden Zeitschrift unter dem Titel Best Architects mit angefügtem Folgejahr.[3] Die 2006 erstellte Publikation wurde Architekturbüros als Marketinginstrument angepriesen und als Best Architects 07 veröffentlicht.[4]

Ursprünglich wurden Arbeiten von Architekten und Architekturbüros aus dem deutschsprachigen Raum in Deutschland, Österreich und der Schweiz vorgestellt. Von 2015 an wurden Architekten aus allen europäischen Ländern um Einsendungen gebeten.[5] Im Zeitraum von 2006 bis 2023 fanden sich von 1.373 Projekten 1.278 (93 %) in Ländern des geschlossenen deutschen Sprachraums, 377 in Deutschland (27 %), 191 in Österreich (14 %), 700 in der Schweiz (51 %), 4 in Luxemburg und 6 in Liechtenstein (jeweils unter 1 %). 20 Jahre nach der ersten Ausgabe befanden sich in Best Architects 26 von 89 vorgestellten Projekten 81 im deutschen Sprachraum: 9 in Deutschland, 5 in Österreich, 2 in Liechtenstein und 65 in der Schweiz.[6]

Die Bewerbung um eine Aufnahme in die Publikation war anfangs kostenfrei.[7] Im Jahr 2013 beteuerte Tobias Schwarzer, Geschäftsführer von Zinnobergruen, trotz Gewinnerzahlungen von etwa 150.000 € keinen Gewinn zu erzielen.[2] Seit 2015 wird für die Einreichung eine Gebühr erhoben.[5] Für die Veröffentlichung eines Projektes auf vier Seiten wird eine zusätzliche Gebühr für Reproduktions- und Bearbeitungskosten erhoben, ein Exemplar der jeweiligen Zeitschrift ist im Preis enthalten,[8] ebenso eine Urkunde, das Recht auf Verwendung des Best Architect-Logos und Namens, und ein Eintrag auf der Website des Auslobers.[2] Im Jahr 2008 kostete eine Veröffentlichung 1.400 €, 2021 kosteten Bewerbung und Veröffentlichung bis 2.070 €,[9] im Jahr 2022 bis 2.410 €,[10] seit 2024 sind es bis zu 2.730 €, jeweils ohne Mehrwertsteuer.[11]

Die Auswahl der eingereichten Projekte findet mithilfe einer mit Architekten besetzten Jury am Sitz der Werbeagentur in Düsseldorf[1] statt. Im Jahr 2006 kam eine fünfköpfige Jury zusammen,[12] seit 2011 besteht die Jury aus drei Mitgliedern. Als Auswahlkriterium sollen Architektur- und Gestaltungsqualität, Raumkonzeption, Funktionalität, sowie technische und kreative Leistung dienen.[13] Die Agenturen der Jurymitglieder veröffentlichen häufig eigene Projekte in der Best Architects Reihe.[13][14] Die Anzahl der vorgestellten Projekte ist nicht vorab limitiert. Die geringste Anzahl waren 35 im Jahr 2008, im Jahr 2014 war die bisher größte Anzahl mit 115 Preisträgern. Realisierte Projekte jeglicher Größenordnung können in verschiedenen Kategorien zum Wettbewerb um die Aufnahme in die Publikation eingereicht werden:[15]

  • Umbauten und Erweiterungen (ab Best Architects 22)
  • Wohnungsbau/Einfamilienhäuser
  • Wohnungsbau/Mehrfamilienhäuser
  • Büro- und Verwaltungsbauten
  • Gewerbe- und Industriebauten
  • Bildungsbauten (ab Best Architects 16)
  • Öffentliche Bauten (ab Best Architects 13)
  • Infrastrukturbauten (ab Best Architects 16)
  • Innenausbau (ab Best Architects 08)
  • Sonstige Bauten

Der Begriff „Best Architects“ und das Logo – ein blauer Kreis mit 44 Zacken, dem Wort „best“ in Weiß und den Wortbestandteilen „archi“ und „tects“ in Pink – bilden zusammen eine eingetragene Wort- und Bildmarke der Zinnobergruen GmbH.[16] In Best Architects präsentierte Projekte werden vom Auslober als „Preisträger“ bezeichnet. Sie erwerben damit das Nutzungsrecht an der Bildmarke sowie an der Bezeichnung „Best Architects“ mit nachgestellter zweistelliger Jahreszahl.[11]

2008 wurde angekündigt, dass in Best Architects 09 aufgenommene Projekte zusätzlich als Wertung den Zusatz „Gold“, „Silber“ oder „Bronze“ erhalten würden.[7] Zwischen 2008 und 2022 wurden 152 Bauten mit „Gold“ gewertet (durchschnittlich 10 pro Jahr). Im Jahr 2019 wurden 326 Arbeiten eingereicht und 81 für Best Architects 20 ausgewählt, davon wurden 11 mit „Gold“ bewertet.[17] Diese Projekte dürfen den Zusatz „in Gold“ führen, z. B. „Best Architects 20 in Gold“.[11]

In Klammern Jahrgänge, in denen das Jurymitglied oder die Agentur des Jurymitglieds eigene Projekte als „Preisträger“ in einer Best-Architects-Ausgabe präsentierte:[14]

  • 2006[12]
  • 2007
    • Marianne Burkhalter
      (eigene Projekte in Best Architects 09, 10, 13, 16, 21)
    • Andreas Hild
    • Quintus Miller
      (eigene Projekte in Best Architects 09, 11, 12, 14)
    • Laurids Ortner(eigene Projekte in Best Architects 25)
    • Roger Riewe
      (eigene Projekte in Best Architects 07, 10, 12, 15, 17, 25)
  • 2008
    • Markus Allmann
    • Regine Leibinger
    • Meinrad Morger
      (eigene Projekte in Best Architects 07)
    • Laurids Ortner(eigene Projekte in Best Architects 25)
  • 2009
    • Petra Vondenhof-Anderhalten
    • Emanuel Christ
      (eigene Projekte in Best Architects 14, 17, 18)
    • Elke Delugan-Meissl
    • Armand Grüntuch
      (eigene Projekte in Best Architects 08, 09, 10, 14, 17)
  • 2010
    • Julia Bolles-Wilson
    • Andreas Bründler
    • Bernhard Marte
      (eigene Projekte in Best Architects 10, 12, 13, 14, 16, 17, 18, 19, 22, 23, 25)
  • 2011
    • Piet Eckert
      (eigene Projekte in Best Architects 08, 09, 13)
    • Peter Sapp
      (eigene Projekte in Best Architects 11)
    • Till Schneider
      (eigene Projekte in Best Architects 13, 14)
  • 2012
    • Andreas Gierer
      (eigene Projekte in Best Architects 10, 12, 15, 22)
    • Lorenzo Giuliani
      (eigene Projekte in Best Architects 09, 11, 14, 16, 17, 18, 19, 20, 21, 23)
    • Günther Katherl
      (eigene Projekte in Best Architects 14, 16, 18, 20)
  • 2013
    • Johannes Käferstein
      (eigene Projekte in Best Architects 13, 16, 21, 22)
    • Ansgar Schulz
      (eigene Projekte in Best Architects 08, 09, 10, 12, 13, 16, 17, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26)
    • Johann Traupmann
      (eigene Projekte in Best Architects 10)
  • 2014
    • Donatella Fioretti
    • Niklaus Graber
      (eigene Projekte in Best Architects 08, 10, 12, 13, 14, 16, 18, 21, 22)
    • Martin Lesjak
      (eigene Projekte in Best Architects 13, 14, 16, 19)
  • 2015[18]
    • Pia Durisch
      (eigene Projekte in Best Architects 17)
    • Muck Petzet
      (eigene Projekte in Best Architects 09, 12, 15, 23)
    • Christian Waldner
      (eigene Projekte in Best Architects 11)
  • 2016[19]
    • Stephan Birk
      (eigene Projekte in Best Architects 14, 16, 18, 21, 22)
    • Corinna Menn
      (eigene Projekte in Best Architects 11, 15, 26)
    • Georg Poduschka
      (eigene Projekte in Best Architects 08, 12, 14, 18)
  • 2017[20]
  • 2018[21]
    • Raphael Frei
      (eigene Projekte in Best Architects 12, 13, 15, 16, 17, 20, 21, 22, 23, 24)
    • Thomas Lechner
      (eigene Projekte in Best Architects 10, 12, 14, 16, 17, 18, 20, 22, 23, 24)
    • Jonathan Sergison
  • 2019[22]
    • Titus Bernhard
      (eigene Projekte in Best Architects 07, 09, 10, 13, 19)
    • Ünal Karamuk
      (eigene Projekte in Best Architects 19)
    • Anna Popelka
      (eigene Projekte in Best Architects 08, 12, 14, 18)
  • 2020
    • Johannes Modersohn
      (eigene Projekte in Best Architects 08, 14, 17, 18, 19, 22, 25)
    • Yves Moreau
    • Patrick Schmid
      (eigene Projekte in Best Architects 19, 20, 26)
  • 2021
    • Sandy Attia
      (eigene Projekte in Best Architects 14, 19, 20)
    • Samuel Lundberg
      (eigene Projekte in Best Architects 18, 19, 20, 21, 23,24)
    • Rolf Seiler
      (eigene Projekte in Best Architects 18, 20, 23, 26)
  • 2022
    • Andrew Clancy
    • Felix Waechter
      (eigene Projekte in Best Architects 20, 22, 25)
    • Daniel Zamarbide
      (eigene Projekte in Best Architects 22)
  • 2023
    • David Brodbeck
      (eigene Projekte in Best Architects 23)
    • Silvia Schellenberg-Thaut
      (eigene Projekte in Best Architects 12, 17, 19, 22, 23, 25, 26)
    • Mark Ziörjen
      (eigene Projekte in Best Architects 20, 21, 26)
  • 2024
    • Matthias Castorph
    • Maria Saiz
      (eigene Projekte in Best Architects 21, 22, 23, 24, 26)
    • Michael Salvi
      (eigene Projekte in Best Architects 16, 19, 21, 26)
  • 2025
    • Nicolas de Courten
      (eigene Projekte in Best Architects 25)
    • Lilli Pschill
      (eigene Projekte in Best Architects 25)
    • Thomas Steimle
      (eigene Projekte in Best Architects 18, 20, 21, 22, 23, 25)

Quelle, wenn nicht anders angegeben: [13]

Veröffentlichungen

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Best Architects erscheint jährlich im Selbstkostenverlag der Werbeagentur Zinnobergruen GmbH. Herausgeber ist der Geschäftsführer Tobias Schwarzer.

Einzelnachweise

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  1. a b Zinnobergruen Gmbh. In: de.kompass.com. Abgerufen am 16. März 2022.
  2. a b c Roland Stimpel: „Super viel Spaß“. In: Deutsches Architektenblatt. 31. Mai 2013, abgerufen am 6. Dezember 2025.
  3. Best arhitects in der Deutschen Nationalbibliothek. In: Deutsche Nationalbibliothek. Abgerufen am 6. Dezember 2025.
  4. Zinnobergruen GmbH: Award 07 – entschieden! In: bestarchitects.de. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 20. August 2006; abgerufen am 20. August 2006.
  5. a b Redaktion Graz Architektur Täglich: Best Architects 16 Award – Call for entries. In: gat.st. 14. März 2015, abgerufen am 18. März 2022 (Schweizer Hochdeutsch).
  6. Tobias Schwarzer (Hrsg.): Best architects 26 (= best architects. Band 20). zinnobergruen, 2025.
  7. a b Zinnobergruen GmbH: Best Architects – Wettbewerb. In: bestarchitects.de. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 22. Juni 2008; abgerufen am 22. Juni 2008.
  8. Redaktion: Auslobung: Award „Best Architects 13“. In: architekturzeitung.de. 13. April 2012, abgerufen am 18. März 2022.
  9. Zinnobergruen GmbH: Anmeldung zum Best Architects 22 Award. In: bestarchitects.de. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 10. Mai 2021; abgerufen am 10. Mai 2021.
  10. Zinnobergruen GmbH: Anmeldung zum Best Architects 23 Award. In: bestarchitects.de. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 16. März 2022; abgerufen am 16. März 2022.
  11. a b c Zinnobergruen GmbH: Anmeldung / best architects award. In: bestarchitects.de. Abgerufen am 6. Februar 2024.
  12. a b Zinnobergruen GmbH: Award 07 – entschieden! In: bestarchitects.de. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 13. August 2006; abgerufen am 13. August 2006.
  13. a b c Jury Best Architects. In: bestarchitects.de. Abgerufen am 18. Dezember 2025.
  14. a b Best Architects Winners. In: bestarchitects.de. Abgerufen am 23. August 2022.
  15. Zinnobergruen GmbH (Tobias Schwarzer): „best architects 07“ Award vergeben. In: presseportal.ch. 30. November 2006, abgerufen am 13. Mai 2021 (Schweizer Hochdeutsch).
  16. DPMAregister | Marken - Registerauskunft. In: register.dpma.de. Abgerufen am 11. Dezember 2025.
  17. Aus der Branche – Best Architects 20 Award. In: Neue Zürcher Zeitung. 7. Juli 2019, ISSN 0376-6829.
  18. Zinnobergruen GmbH: Best Architects 16. In: konkurado.ch. 5. März 2015, ehemals im Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 17. März 2022 (Schweizer Hochdeutsch).@1@2Vorlage:Toter Link/konkurado.ch (Seite nicht mehr abrufbar. Suche in Webarchiven)
  19. Zinnobergruen GmbH: Best Architects 17. In: konkurado.ch. 10. März 2016, abgerufen am 17. März 2022 (Schweizer Hochdeutsch).
  20. Zinnobergruen GmbH: Best Architects 18. In: konkurado.ch. 3. März 2017, abgerufen am 17. März 2022 (Schweizer Hochdeutsch).
  21. Zinnobergruen GmbH: Best Architects 19. In: konkurado.ch. 18. März 2018, abgerufen am 17. März 2022 (Schweizer Hochdeutsch).
  22. Zinnobergruen GmbH: Best Architects 20. In: konkurado.ch. 17. Februar 2019, abgerufen am 16. März 2022 (Schweizer Hochdeutsch).
  23. Bundesstiftung Baukultur: Preise der Baukultur. In: bundesstiftung-baukultur.de. Abgerufen am 16. März 2022 (Art: Preis für realisierte Projekte; Thema: Architektur; Reichweite: europaweit).
  24. Übersicht der Architekturpreise in der Schweiz. (PDF, 61 KB) In: sia.ch. 18. September 2015, abgerufen am 16. März 2022 (Schweizer Hochdeutsch).