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Bernd Domres

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Bernd Domres (* 4. Juni 1938 in Dortmund-Oespel) ist ein deutscher Chirurg, Kastastrophenmediziner und Hochschullehrer.[1]

Leben und Wirken

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Nach seiner Reifeprüfung 1958 in Dortmund studierte Bernd Domres Medizin an der Universität Bonn und der Universität Freiburg/Br. In Freiburg legte er 1964 das medizinische Staatsexamen ab und promovierte i gleichen Jahr bei Kurt Goerttler mit einer Dissertation über die "Anastomosenbildung zwischen Milz und Bauchwand nach UV-Bestrahlung bei der Ratte".[2] Als Arzt war er zunächst an einem Krankenhaus in Bochum tätig, bevor er an die Universitätsklinik für Chirurgie in Tübingen wechselte. Hier übernahm er nach seiner Habilitation (1977) 1980 eine Professur für Chirurgie an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Im Jahre 2003 wurde er emeritiert. Bernd Domres gilt wegen seiner vielen Einsätze in Kriegs- und Katastrophengebieten in der Zeit zwischen 1975 und 2012 als Wegbereiter der Katastrophenmedizin. So leitete er von 1985 bis 1988 die chirurgische Abteilung in einem Krankenhaus in Saudi-Arabien. 2005 gehörte er zu den Begründern des Deutschen Instituts für Katastrophenmedizin und war mehrmals Präsident der Deutschen Gesellschaft für Katastrophenmedizin. 2011 wurde er als "Arzt des Jahres" in Deutschland ausgezeichnet und empfing ein Jahr später (2012) das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse.

Veröffentlichungen (Auswahl)

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  • Verbrennungskrankheit und Stoffwechsel (= Schriftenreihe der Deutsche Rettungsflugwacht, Bd. 2). Union-Dr. u. Verlagsanstalt, Frankfurt/M. 1982, ISBN 3-922454-04-6 (= beruht auf seiner Habilitationsschrift an der Universität Tübingen).
  • (mit Sisvan W. Gunn u. Edgar Steiner): Wörterbuch der Katastrophenmedizin und der internationalen Hilfe. Englisch-deutsch, deutsch-englisch. Stumpf u. Kossendey, Edewecht 1996, ISBN 3-923124-73-2.
  • (Hrsg. u. Mitautor): Lehrbuch für präklinische Notfallmedizin. Fünf Teile u. Beilage. Stumpf u. Kossendey, Edewecht 1997, ISBN 3-923124-92-9 (3. Aufl. erschien 2005).
  • (Hrsg.): Aufbau und Ablauf der Dekontamination und Notfallversorgung Verletzter bei Zwischenfällen mit chemischen Gefahrstoffen (= Zivilschutzforschung, N.F., Bd. 56). Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Bonn 2005.
  • (Mitautor): Terroristische Gefahren. In: Klaus Maurer/Hanno Peter (Hrsg.): Gefahrenabwehr bei Großveranstaltungen. Stumpf u. Kossendey, Edewecht 2005, ISBN 978-3-932750-94-6, S. 187–232.
  • Ziviles, mobiles, modulares Versorgungskonzept (ZMMK) für die Behandlung, Diagnostik und Pflege von Betroffenen bei einem Ausfall der regulären örtlichen Gesundheitsstrukturen (= Schriften der Schutzkommission, Bd. 6). Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Bonn 2013, ISBN 978-3-939347-48-4.

Einzelnachweise

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  1. ↑ Kurzvitae Prof. Dr. Bernd D. Domres. In: Stiftung des Deutschen Instituts für Katastrophenmedizin (abgerufen am 27. Oktober 2026); Holger Weymüller: "Das sind alles kleine Wunder". Der emeritierte Tübinger Chirurgie-Professur Bernd Domres ist Wegbereiter der Katastrophenmedizin in Deutschland. In: Schwäbisches Tagblatt vom 27. September 2025, S. 20.
  2. ↑ Eigener Lebenslauf in der Dissertation an der Universität Freiburg/Br. 1964.