Benzingerode
Benzingerode Stadt Wernigerode | |
|---|---|
| Koordinaten: | 51° 50′ N, 10° 52′ O |
| Höhe: | 215–280 m ü. NN |
| Fläche: | 17,34 km²[1] |
| Einwohner: | ca. 988 (2011)[1] |
| Bevölkerungsdichte: | 57 Einwohner/km² |
| Eingemeindung: | 1. April 1993 |
| Postleitzahl: | 38855 |
| Vorwahl: | 03943 |
Benzingerode, gesehen vom Austbergturm | |
| Blasonierung: „In Silber durch einen schwarzen Schräglinksbalken geteilt, oben eine aus dem rechten Schildrand wachsende nach links gerichtete vierendige rote Geweihstange, unten schwebend ein roter Turm mit drei Zinnen, schwarzgefugtem Mauerwerk und einem offenen Fenster. Der Balken ist mit drei vierblättrigen silbernen Rosen, deren Samenkapseln und Kelchblätter rot tingiert sind, belegt.“ | |
| Wappenbegründung: Der silberne Schild und die rote Geweihstange symbolisieren die einstige Zugehörigkeit des Dorfes zur Grafschaft Regenstein-Blankenburg. Der Turm ist ortsspezifisch, er stellt den mittelalterlichen Wachturm auf dem Austberg westlich oberhalb des Ortes dar. Ebenso hat die Rose für das Dorf symbolhaften Charakter: So blühen auf den Kalkbergen rings um in der Region jährlich unzählige wilde Rosen. Auch eine alte Straßenbezeichnung „Rösentor“ (Rosentor) hebt die Bedeutung der Rose für den Ort hervor.
Das Wappen wurde von der Heraldikerin Erika Fiedler aus Magdeburg gestaltet und am 11. September 1992 durch das Ministerium des Innern genehmigt. |
Sehenswürdigkeiten
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Östlich von Benzingerode befinden sich auf dem Westteil Struvenbergs, der zum Naturschutzgebiet Ziegenberg bei Heimburg gehört, die wenigen Überreste der Struvenburg.
Nordwestlich des Dorfs liegt der Austberg (Augsberg / Augstberg), auf dem die einstige Warte Austbergturm (Austbergwarte) steht – nun als Aussichtsturm genutzt. Von dort fällt der Blick unter anderem auf Benzingerode, zum Harz und in das Harzvorland.
Die in der Ortsmitte gelegene neoromanische Erlöserkirche Benzingerode wurde 1903 erbaut. Dieser etwa 10 Jahre nach der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin errichtete Zentralbau wirkt wie dem großen Vorbild im kleineren Format nachgebildet. Damit trägt es auch formale Anleihen der gotischen Marienkirche in Gelnhausen.[4] 1920 entstand dort das Kriegerdenkmal Benzingerode.
Ferner befindet sich ein Schulmuseum im Ort.
Weiterhin stehen nordöstlich von Benzingerode drei Menhire (Menhir von Benzingerode, Menhir von Derenburg und Menhir von Heimburg). Diese befinden sich auf einem Feld, unweit der neu gebauten Bundesstraße 6 und sind über den 6 km langen Menhir-Rundweg zu erreichen. Der „große“ Menhir (3,50 m) steht noch am ursprünglichen Standort, während die anderen beiden Menhire vor kurzem an mehr oder weniger originalen Stellen wieder errichtet wurden.
- Menhir von Benzingerode
- Menhir von Derenburg
- Menhir von Heimburg
Söhne und Töchter des Ortes
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Philipp Wilhelm Oeding (1697–1781), Maler und Miniaturist
- Caroline Pockels (1828–1900), Porträtmalerin
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Johann Christoph Stübner: Denkwürdigkeiten des Fürstenthums Blankenburg und des demselben inkorporirten Stiftsamts Walkenried. Wernigerode 1788–1790.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Gemarkung Benzingerode, Stadt Wernigerodet. In: GEOindex. Abgerufen im Oktober 2025.
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7.
- ↑ Sachsen-Anhalt-Viewer ( des vom 6. Dezember 2015 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ „Der wirklich letzte Kaiser in Gelnhausen – „Gelnhausen und seine Menschen damals“: Als Wilhelm II. am 14. Oktober 1896 die Barbarossastadt besuchte“. In: Gelnhäuser Neue Zeitung. 23. Oktober 2021.





