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Benjamin Filter

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Benjamin Filter (* 1981) ist ein deutscher Politiker der Alternative für Deutschland (AfD). Er ist seit 2024 Mitglied im Landtag Brandenburg.[1]

Benjamin Filter studierte von 2004 bis 2008 Informationswissenschaften an der Fachhochschule Potsdam[2] und schloss als Diplom-Dokumentar ab.[3][4] Seit dem Studium gehört er der ultrarechten[5] Berliner Burschenschaft Gothia (DB), mittlerweile als Alter Herr, an.[6] Von 2009 bis 2017 arbeitete er als Projektleiter in der App-Entwicklung.[4] 2020 meldete Filter ein Immobilienprojekt unter dem Namen „Aufbauhäuser für Deutschland“ an. Neben der Abkürzung zeigten laut der Märkischen Allgemeinen auch das Corporate Design und die Kommunikation Parallelen zur Partei AfD.[7] Nach deutlicher Kritik aus dem Bundesvorstand stellte Filter das Projekt ein.[8]

Er hat drei Kinder.[9]

Filter war ab 2013 in der AfD und von 2014 bis 2016 Schriftführer im AfD-Kreisverband Dahme-Spreewald und anschließend bis 2022 stellvertretender Vorsitzender. Ebenfalls ab 2014 war er bis 2018 Mitglied der Stadtverordnetenversammlung Königs Wusterhausen und dort stellvertretender Fraktionsvorsitzender.[4] Von 2017 bis 2024 war Filter Mitarbeiter des Bundestagsabgeordneten Steffen Kotré.[10] Er war von 2019 bis 2025 Kreis- und Fraktionsvorsitzender im Kreistag der AfD im Landkreis Dahme-Spreewald.[11] Im März 2022 trat Filter gemeinsam mit einigen anderen Mitgliedern aus der Fraktion aus und gründete eine neue Fraktion. Hintergrund war, dass der ehemalige Vorsitzende Rainer Schamberger unter einer falschen Identität Führungen in einer Stasi-Gedenkstätte angeboten hatte.[12][13] Bei der Landtagswahl in Brandenburg 2024 kandidierte er im Landtagswahlkreis Dahme-Spreewald II/Oder-Spree I und erhielt er ein Abgeordnetenmandat über die Landesliste. Dort ist er Vorsitzender des Wahlprüfungsausschusses.[14] Für seine Fraktion ist er Sprecher für Kommunalpolitik, Digitalisierung und KI.[9]

Bei einer Demonstration gegen den UN-Migrationspakt im Dezember 2018 äußerte Filter, „Berufsweltbürger“ würden den Plan verfolgen, durch die aktuelle Politik den Nationalstaat abzuschaffen, und rief zum Widerstand auf.[15]

Einzelnachweise

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  1. ↑ Bericht: Elf AfD-Abgeordnete in Brandenburg sind rechtsextrem. In: n-tv Nachrichten. Abgerufen am 24. Februar 2026.
  2. ↑ Ben Filter. In: LinkdIn. Abgerufen am 23. Juli 2025.
  3. ↑ Benjamin Filter - Profil bei abgeordnetenwatch.de. Abgerufen am 26. September 2024.
  4. 1 2 3 Redaktion des Landtages Brandenburg: Filter, Benjamin - Landtag Brandenburg. Abgerufen am 23. Juli 2025.
  5. ↑ Das rechtsextreme Netzwerk der Burschenschaft von Ex-Senator Kurth. 19. Januar 2024, abgerufen am 31. Juli 2026.
  6. ↑ Rechtes Potpourri bei Beerdigung von „Sturmvogel“-Kader. Abgerufen am 27. September 2024 (deutsch).
  7. ↑ Märkische Allgemeine Zeitung: "Deutscher Wohnen": Wie ein Brandenburger AfD-Mann Patrioten aufs Land locken will. In: MAZ - Märkische Allgemeine Zeitung. (maz-online.de [abgerufen am 31. Juli 2026]).
  8. ↑ AfD-Mann nimmt Website für AFD-Häuser vom Netz Märkische Allgemeine - Potsdamer Zeitung vom 5. Februar 2021, Seite 7 / Brandenburg / Berlin
  9. 1 2 TW: Benjamin Filter. In: AfD-Fraktion Brandenburg. Abgerufen am 23. Juli 2025.
  10. ↑ Märkische Allgemeine Zeitung: Landesliste steht: Mit diesen Kandidaten zieht die Brandenburger AfD in die Landtagswahl. 7. Januar 2019, abgerufen am 26. September 2024.
  11. ↑ Lukas Bressel: AfD Dahme-Spreewald stellt Direktkandidaten für Landtagswahl. In: NIEDERLAUSITZ aktuell. 18. Januar 2024, abgerufen am 26. September 2024 (deutsch).
  12. ↑ Märkische Allgemeine - Dahme-Kurier vom 18. März 2022, Seite 15 / Dahme -Kurier AfD-Fraktion fällt auseinander
  13. ↑ Zwei Fraktionen wollen AfD sein, nur eine darf In: Märkische Allgemeine - Dahme-Kurier vom 7. April 2022, Seite 15 / Dahme -Kurier
  14. ↑ Redaktion des Landtages Brandenburg: Wahlprüfungsausschuss - Landtag Brandenburg. Abgerufen am 24. Februar 2025.
  15. ↑ Die Bürgerwut im Kreistag? In: Mitteilungen der Emil Julius Gumbel Forschungsstelle Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien Potsdam, Mai 2019, Ausgabe 5