Batarmatas

Batarmatas (auch: Batarmatass, Betarmatas, Beteghmatas, Bethermatass) ist ein Dorf in der Landgemeinde Dabaga in Niger.
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Dorf befindet sich rund 40 Kilometer nordöstlich des Hauptorts Dabaga der gleichnamigen Landgemeinde, die zum Departement Tchirozérine in der Region Agadez gehört. Zu den Siedlungen in der näheren Umgebung von Batarmatas zählen Tégouma im Nordwesten und Azangalam im Südosten.[1]
Batarmatas liegt im Hochgebirge Aïr am linken Ufer des Trockentals Aoudéras. Westlich der Siedlung erhebt sich der 1100 m hohe Berg Tchilamsaouine.[2]
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit führte 2018 an 18 ausgewählten Orten in der Region Agadez den Obstbau ein, um die Landwirtschaft zu diversifizieren. Im Zuge dessen wurden in Batarmatas 60 Obstbäume gepflanzt, darunter Orangen-, Zitronen- und Granatapfelbäume.[3]
Bevölkerung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bei der Volkszählung 2012 hatte Batarmatas 332 Einwohner, die in 73 Haushalten lebten.[1] Bei der Volkszählung 2001 betrug die Einwohnerzahl 229 in 42 Haushalten.[4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Eine kleine Lehmziegel-Moschee im Ortszentrum hat einen rechteckigen Grundriss und zwei Joche. Sie ist 5 m breit und an ihrer Qibla-Wand 7 m lang. Am nördlichen Ortsrand steht eine etwas größere Lehmziegel-Moschee. Sie weist ebenfalls einen rechteckigen Grundriss und zwei Joche auf. Sie ist 5 m breit und an ihrer Qibla-Wand 9 m lang. Im Osten außerhalb des Siedlungsgebiets befindet sich eine mit Steinen markierte Freiluft-Moschee. Ihr Areal ist 25 m mal 11 m groß und der Länge nach in fünf Abschnitte gegliedert.[5]
Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bei Batarmatas wird Bewässerungslandwirtschaft betrieben.[6] Zwischen den Dörfern Batarmatas und Aoudéras erstreckt sich über eine Länge von zehn Kilometern ein alter Dattelpalmenhain.[7] Es gibt eine Schule in der Siedlung.[8]
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Répertoire National des Localités (ReNaLoc). (RAR) Institut National de la Statistique, République du Niger, Juli 2014, S. 20, archiviert vom am 24. September 2015; abgerufen am 15. August 2026 (französisch).
- ↑ Réserves naturelles de l’Aïr et du Ténéré. Carte des limites de la réserve (en vert). UNESCO Centre du patrimoine mondial, abgerufen am 4. Oktober 2026.
- ↑ Matthias Banzhaf, Mamadou Abdou Gaoh Sani, Amadou Sabra Abdoul Kadri, Botto Ismarhil, Ibro Dantani Ganga, Daouda Tiemogo Sangare: Revue annuelle de mise en œuvre du PromAP II. Etat d’avancement du programme et niveau de mise en œuvre du plan annuel de travail 2018. (PDF) Programme Nigéro-Allemand de Promotion de l’Agriculture Productive (PromAP II), Ministère du Plan, République du Niger, Dezember 2018, S. 56, abgerufen am 14. Oktober 2026 (französisch).
- ↑ Répertoire National des Communes (RENACOM). (RAR) Institut National de la Statistique, République du Niger, archiviert vom am 2. Februar 2012; abgerufen am 15. August 2026 (französisch).
- ↑ Les Mosquées de l’Ayar. (zip) In: ingall-niger.org. Chlorophylle, 5. April 2026, abgerufen am 12. Oktober 2026 (französisch).
- ↑ Abdoulaye Sambo Soumaila: Diagnostic des sites/systèmes de culture/systèmes de production intégrant la petite irrigation dans les régions d’Agadez, Tahoua et Tillabéri. Annexe du rapport du diagnostic agricole dans la région d’Agadez. (PDF) Programme Nigéro-Allemand de Promotion de l’Agriculture Productive, Oktober 2020, S. 5, abgerufen am 5. Oktober 2026 (französisch).
- ↑ C. Lenormand: Mission de reconnaissance des palmeraies du nord Niger. Project F.E.D. Vallées de l’Aïr – N° 51300 33.40.34. Compte rendu de la Phase I – Massif de l’Aïr (période du 16 Février au 30 Mars). Institut National de Recherches Agronomiques du Niger, Niamey 1986, S. 32 (agritrop.cirad.fr [PDF; abgerufen am 4. Oktober 2026]).
- ↑ Répertoire National des Centres d’Enrôlement et de Vote (CEV). (PDF) Commission Electorale Nationale Indépendante (CENI), République du Niger, 13. September 2020, S. 29, archiviert vom am 3. September 2022; abgerufen am 4. Oktober 2026 (französisch).
Koordinaten: 17° 38′ N, 8° 21′ O