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Barbu Bellu

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Barbu Bellu, auch Barbu Beliu (* 27. Märzjul. / 8. April 1825greg. in Bukarest; † 26. Julijul. / 8. August 1900greg. ebenda), war ein rumänischer Magistrat, konservativer Politiker und Baron. Er war 1862 Minister für Kultus und öffentliche Bildung sowie 1863 Justizminister. Bekannt ist sein Name auch durch den Bukarester Bellu-Friedhof, dessen Anlage auf einem von ihm gestifteten Grundstück entstand.

Barbu Bellu entstammte der einflussreichen aromunisch-griechischen Familie Bellu beziehungsweise Bellio. Er war der Sohn des Logotheten Alexandru Bellu und der Irina Văcărescu, einer Tochter des Ban Barbu Văcărescu. Über seine Mutter war er mit der Familie Văcărescu verbunden, zu der auch der Dichter Ienăchiță Văcărescu gehörte.[1] Bellu erhielt seine Ausbildung zunächst im familiären Umfeld. Um 1843 studierte er in Griechenland, insbesondere in Athen. Nach seiner Rückkehr in die Walachei trat er in den Justizdienst ein.[1] Im Jahr 1850 wurde Bellu Richter am Tribunal des Kreises Ilfov. 1852 übernahm er die Leitung dieses Gerichts. Später war er Staatsanwalt an der Curtea de Argeș und Richter am Hohen Gerichtshof.[1]

Politisch gehörte Bellu dem konservativen Lager an. 1859 war er als Abgeordneter an der Wahl Alexandru Ioan Cuzas zum Fürsten der Walachei beteiligt. In den Jahren 1859, 1861 und 1864 vertrat er den Kreis Mușcel im Parlament.[1] Im Jahr 1862 wurde Bellu Minister für Kultus und öffentliche Bildung im Kabinett Barbu Catargiu. Nach der Ermordung Catargius, mit dem er verwandt war, trat Bellu am 24. Juni 1862 zurück. Vom 14. Juni bis zum 8. August 1863 war er Justizminister im ersten Kabinett Nicolae Crețulescu.[1]

Nach der Abdankung Alexandru Ioan Cuzas zog sich Bellu weitgehend aus dem öffentlichen Leben zurück. 1866 wurde ihm durch Kaiser Franz Joseph I. der österreichische Baronstitel bestätigt.[1] Barbu Bellu blieb zeitlebens unverheiratet.[1]

  • Dimitrie R. Rosetti: Dicționarul contimporanilor. Editura Lito-Tipografiei «Populara», Bukarest 1897.
  • Corneliu Diaconovich: Enciclopedia română. Band 1. Sibiu 1898.

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 4 5 6 7 Cimitirul Bellu. In: Aromâni. Memoria locurilor. Universitatea din București, abgerufen am 27. Mai 2026.