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Ballendorf

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Wappen Deutschlandkarte
Ballendorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ballendorf hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 48° 33′ N, 10° 5′ OKoordinaten: 48° 33′ N, 10° 5′ O
Bundesland:Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Alb-Donau-Kreis
Höhe: 545 m ü. NHN
Fläche: 14,22 km²
Einwohner: 708 (31. Dez. 2025)[1]
Bevölkerungsdichte: 50 Einwohner je km²
Postleitzahl: 89177
Vorwahl: 07340
Kfz-Kennzeichen: UL
Gemeindeschlüssel: 08 4 25 013
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Mehrstetter Straße 13
89177 Ballendorf
Website: www.ballendorf.de
Bürgermeisterin: Verena Stämpfle[2]
Lage der Gemeinde Ballendorf im Alb-Donau-Kreis
KarteLandkreis BiberachLandkreis EsslingenLandkreis GöppingenLandkreis HeidenheimLandkreis ReutlingenUlmAllmendingen (Württemberg)Allmendingen (Württemberg)Altheim (Alb)Altheim (bei Ehingen)Altheim (bei Ehingen)Amstetten (Württemberg)AsselfingenBallendorfBalzheimBeimerstettenBerghülenBernstadt (Alb)BlaubeurenBlausteinBreitingenBörslingenDietenheimDornstadtEhingen (Donau)Ehingen (Donau)EmeringenEmerkingenErbach (Donau)GriesingenGrundsheimHausen am BussenHeroldstattHolzkirchHüttisheimIllerkirchbergIllerriedenLaichingenLangenauLauterach (Alb-Donau-Kreis)LonseeMerklingenMunderkingenNeenstettenNellingenNerenstettenOberdischingenObermarchtalOberstadionÖllingenÖpfingenRammingen (Württemberg)RechtensteinRottenackerSchelklingenSchnürpflingenSetzingenStaigUntermarchtalUnterstadionUnterwachingenWeidenstettenWesterheim (Württemberg)WesterstettenBayern
Karte
Ballendorfs Ortsmitte mit der evangelischen Pfarrkirche

Ballendorf mit seinem Teilort Mehrstetten ist eine Gemeinde im Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg.

Die Gemeinde gehört dem Gemeindeverwaltungsverband Langenau mit Sitz in Langenau an.

Geografische Lage

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Ballendorf liegt im Bereich der Flächenalb, einem Teil der Schwäbischen Alb, zwischen dem Hungerbrunnental und dem Lonetal. Der Ort befindet sich in einer Mulde am Anfang des zur Lone hin offenen Mönchtals und ist von Wald und landwirtschaftlichen Flächen umgeben.

Nachbargemeinden

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Die Gemeinde grenzt im Norden an den Ortsteil Heuchlingen der Gemeinde Gerstetten im Landkreis Heidenheim, im Osten an Setzingen, im Süden an Nerenstetten und im Westen an Börslingen sowie Altheim (Alb).

Geologisch wird der Untergrund des Gemeindegebiets von den verkarsteten Kalksteinen des obersten Oberjuras aufgebaut, welche hier oftmals von lockergelagerten Sedimenten aus der Zeit des Tertiärs (Molasse) überlagert sind. Das eher flache Relief der Flächenalb geht hier auf die Einebnung im Zuge der Überflutung des Gebiets durch das sogenannte Molassemeer vor etwa 17–18 Millionen Jahren zurück. Wenig nördlich von Ballendorf verläuft die Klifflinie, die einstige Küstenlinie dieses Meeres, als langgestreckte Hügelkette mit Aufschlüssen bei Altheim und Heldenfingen. Der einstige Vorstoß dieses Meeres lässt sich hervorragend in der ehemaligen "Ballendorfer Sandgrube" westlich des Ortes nachvollziehen: über Felsen des Brandungsbereiches sind in dem dortigen Profil Sande der Oberen Meeresmolasse aufgeschlossen[3]. Das geschützte Geotop wurde im Jahr 2026 durch den UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb als Geopoint ausgezeichnet[4].

Ballendorf hat Anteile an den Landschaftsschutzgebieten Hungerbrunnental und Mittleres Lonetal.[5]

Mittelalter und frühe Neuzeit

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Der Ort wurde urkundlich erstmals 1143 erwähnt. Während der Zeit der Stammesherzogtümer lag die Gegend im Herzogtum Schwaben. Im Spätmittelalter war Ballendorf ein Bestandteil der Herrschaft Albeck und wurde 1385 mit sämtlichen Herrschaftsrechten von der Reichsstadt Ulm gekauft. Von 1503 bis 1747 war Ballendorf Sitz eines Ulmer Amtes und seit 1747 Bestandteil des Amtes Bernstadt, ehe es 1774 zum Amt Weidenstetten kam. Der Ort wurde 1803 zusammen mit der aufgehobenen Reichsstadt Ulm dem Kurfürstentum Bayern zugeschlagen, welches seit 1806 ein Königreich war.

Seit württembergischer Zeit

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Auf Grund des Grenzvertrags von 1810 gelangte das Dorf an das Königreich Württemberg.

Neben Pest und Cholera wurde Ballendorf durch eine katastrophal schlechte Ernte im Jahre 1817 heimgesucht, die dazu führte, dass eine große Anzahl von Ballendorfern nach Amerika auswanderte.

Für mehr als ein Jahrhundert gehörte Ballendorf zum württembergischen Oberamt Ulm. Bei der Kreisreform während der NS-Zeit in Württemberg gelangte Ballendorf 1938 zum neu umrissenen Landkreis Ulm. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Ort Teil der Amerikanischen Besatzungszone und gehörte somit zum neu gegründeten Land Württemberg-Baden, das 1952 im jetzigen Bundesland Baden-Württemberg aufging. Seit der Kreisreform von 1973 ist Ballendorf Teil des Alb-Donau-Kreises.

Ballendorf wurde mit der Reformation im 16. Jahrhundert evangelisch. Die Kirchengemeinde Ballendorf ist Bestandteil des Kirchenbezirks Ulm der Württembergischen Landeskirche.

In den späteren Jahren des 18. und während des 19. Jahrhunderts waren die männlichen Ballendorfer für ihre Trink- und Streitlust bekannt. Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts hielt sich hartnäckig das Gerücht, dass ein Ballendorfer immer ein geschliffenes und schmutziges Messer mit sich führe.

Der Gemeinderat in Ballendorf hat 8 Mitglieder. Bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 lag die Wahlbeteiligung bei 74,6 %.[6] Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und der Bürgermeisterin als Vorsitzender. Die Bürgermeisterin ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Wappen von Ballendorf
Wappen von Ballendorf
Blasonierung: „In silbern (weiß) bordiertem rotem Schild eine aufwärts fliegende silberne (weiße) Taube im Visier.“[7]
Wappenbegründung: Die Landesregierung hat der Gemeinde am 21. Februar 1955 das Wappen mit der Taube, die zuvor ohne Schild im 1946 verwendeten Gemeindedienstsiegel abgebildet war, verliehen. Die Taube ist nach dem Zweiten Weltkrieg als Symbol des Friedens verstanden worden. Rot und Silber waren die Wappenfarben der Markgrafen von Burgau und der Grafen von Werdenberg-Sargans, die die Herrschaft Albeck mit Ballendorf nacheinander im 13. und 14. Jahrhundert besessen haben, bis sie 1383 an Ulm verkauft wurde.

Sehenswürdigkeiten

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Die evangelische Pfarrkirche St. Martin wurde erstmals 1295 urkundlich erwähnt. Sie liegt auf dem Kirchberg im alten Ortskern Ballendorfs und ist vom alten Friedhof und von Wehranlagen umgeben. In Kriegszeiten diente sie bis ins 16. Jahrhundert den Einwohnern als Wehrkirche.

  • Ballendorf. In: Johann Daniel Georg von Memminger (Hrsg.): Beschreibung des Oberamts Ulm (= Die Württembergischen Oberamtsbeschreibungen 1824–1886. Band 11). Cotta’sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart / Tübingen 1836, S. 163–165 (Volltext [Wikisource]).
Commons: Ballendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. ↑ Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Tabellengruppe 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes zum 31. Dezember 2025 (Hilfe dazu).
  2. ↑ Gemeinden und Bürgermeister im Alb-Donau-Kreis
  3. ↑ Ballendorfer Sandgrube. 26. Mai 2026, abgerufen am 17. Juli 2026.
  4. ↑ Ballendorfer Sandgrube als Geopoint ausgezeichnet. 24. Juni 2026, abgerufen am 17. Juli 2026.
  5. ↑ Daten- und Kartendienst der LUBW
  6. ↑ Ergebnis der Kommunalwahl 2024 für Ballendorf. In: SWR. 12. Juni 2024, abgerufen am 30. Mai 2025.
  7. ↑ https://www.leo-bw.de/fr/web/guest/detail-gis/-/Detail/details/ORT/labw_ortslexikon/16702/Ballendorf