Baffininsel
| Baffin-Insel (Qikiqtaaluk) Baffin Island, Baffinland | ||
|---|---|---|
| Gewässer | Arktischer Ozean Atlantischer Ozean | |
| Geographische Lage | 69° N, 72° W | |
Baffin Island, Baffinland | ||
| Länge | 1 600 km | |
| Breite | 700 km | |
| Fläche | 507.451 km² | |
| Höchste Erhebung | Mount Odin 2147 m | |
| Einwohner | 11.855 (10. Mai 2011) <1 Einw./km² | |
| Hauptort | Iqaluit | |
aus 11.500 Metern Höhe aus 11.500 Metern Höhe | ||
| Name | Bevölkerung Zensus 10. Mai 2011 |
Koordinaten |
|---|---|---|
| Iqaluit (Frobisher Bay) | 6.699 | 63° 44′ 55″ N, 68° 31′ 11″ W |
| Pond Inlet (Mittimatalik) | 1.549 | 72° 41′ 57″ N, 77° 57′ 53″ W |
| Pangnirtung (Panniqtuuq) | 1.425 | 66° 8′ 52″ N, 65° 41′ 58″ W |
| Kinngait (ehemals Cape Dorset) 1) | 1.363 | 64° 13′ 48″ N, 76° 31′ 36″ W |
| Clyde River (Kanngiqtugaapik) | 934 | 70° 28′ 26″ N, 68° 35′ 10″ W |
| Arctic Bay (Ikpiarjuk) | 823 | 73° 2′ 11″ N, 85° 9′ 9″ W |
| Qikiqtarjuaq (Broughton Island) 1) | 520 | 67° 33′ 29″ N, 64° 1′ 29″ W |
| Kimmirut (Lake Harbour) | 455 | 62° 50′ 53″ N, 69° 52′ 28″ W |
1) Die Siedlungen Kinngait und Qikiqtarjuaq liegen strenggenommen nicht auf der Baffininsel selber, sondern auf den küstennahen Nebeninseln Dorset Island und Broughton Island. Unter Berücksichtigung dieser Tatsache betrug die Gesamtbevölkerung der Baffininsel laut Volkszählung vom 10. Mai 2011 nicht 13.768, sondern nur 11.855.
Fauna
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Auf der Baffininsel ist eine Vielzahl arktischer Tierarten heimisch: vor allem der Eisbär, das Barrenland-Karibu, der Polarfuchs, der Polarhase und der Schneehase, ferner Wölfe, Hermeline, Wiesel, Erdhörnchen (Ziesel) und Lemminge.
An den Küsten der Insel leben viele Meeressäuger: der Grönlandwal, der Weißwal (Belugawal), der Narwal, verschiedene Robbenarten wie Ringelrobben, Bartrobben und Walrosse. An Fischen kommen in den Fjorden und Buchten vor allem Wandersaiblinge vor.
Während der Frühlings- und Sommerwochen zwischen Juni und August herrscht großer Reichtum an hier brütenden See- und Landvogelarten, darunter Greifvögel wie Gerfalken und Wanderfalken, Wasservögel wie Polarmöwen und Eismöwen, Eiderenten und Kanadagänse, außerdem auch Schneehühner, Spornammern und Schneeammern. Ganzjährig sind u. a. der Kolkrabe und die Schneeeule anzutreffen.
Flora
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Auf ehemaligen Gletschergründen haben sich Bodenkrumen gebildet, auf denen sich außer Flechten und Moosen auch Kissen von Stängellosem Leimkraut, einigen Steinbrechgewächsen, Arktischem Mohn und Silberwurz entwickelt haben. In Sandecken wachsen Grasbüschel und niedrige Sträucher wie Zwergbirken, Weidengewächse und Heidekrautgewächse. An den mit den üblichen Tundraböden versehenen Meeresbuchten und entlang den Küstenlinien gedeiht nahezu die ganze Arktische Flora und auch manche seltene Pflanzenart wie etwa eine weiß blühende Unterart des Zwerg-Weidenröschens; allein im Auyuittuq-Nationalpark wurden bislang 112 höhere Blütenpflanzenarten, 129 Moosarten und 97 verschiedene Flechten katalogisiert.
Bodenschätze
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Norden der Baffininsel wurden Vorkommen von Blei und Zink entdeckt (Bergbausiedlung Nanisivik; inzwischen aufgegeben). Am Mary River befindet sich ein mit 65 % Eisengehalt (sog. 9+ grade) extrem reichhaltiges Eisenerzlager, das seit 2015 im Tagebau von der Baffinland Iron Mines Corporation abgebaut wird. Es dürfen bis zu 6 Millionen Tonnen pro Jahr gefördert werden. Das Erz wird von Trucks mit bis zu 212 Tonnen Ladung über 100 km nach Milne Port transportiert und von dort in den eisfreien Monaten verschifft. Geplant und beschlossen ist auch der Bau einer Eisenbahnlinie nach Steensby Port. Die Mary River Mine ist eine der nördlichsten Eisenerzminen der Welt und einer der größten Arbeitgeber in der Arktis.[5]
Tourismus
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Auf der Baffininsel setzt allmählich der Ski-, Schneemobil-, Kletter- und Bootstourismus ein. Seit 2005 findet in Iqaluit jährlich Ende Juni das Alianait Arts Festival mit internationaler und lokaler Beteiligung statt. Es dient vor allem der Präsentation von Musik und Kunst der Inuit und wird als alkoholfreies und familienfreundliches Festival beworben.[6]
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Franz Boas: Baffin-Land. Geographische Ergebnisse einer in den Jahren 1883 und 1884 ausgeführten Forschungsreise. Perthes, Gotha 1885.
- Bernhard Hantzsch: The crossing of Baffin Island to Foxe Basin (englische Übersetzung von M.B.A. Anderson), Anhang in: A.E. Millward Southern Baffin Island : an account of exploration, investigation and settlement during the past fifty years. F.A. Acland, Ottawa 1930.
- Bernhard Hantzsch: My life among the Eskimos. Baffinland journeys in the years 1909 to 1911 (englische Übersetzung von Leslie H. Neatby), University of Saskatchewan, Saskatoon 1977.
- Miriam Dewar (Hrsg.): The Nunavut Handbook. Travelling in Canada’s Arctic. Ayaya, Iqaluit/Ottawa 2004, ISBN 0-9736754-0-3.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Visitorsguide to Baffins Island (englisch)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Moreau S. Maxwell: Prehistory of the eastern Arctic. Orlando 1985.
- ↑ Andrew Hamilton: The Medieval Norse on Baffin Island. In: Counter-currents Publishing, 2013.
- ↑ Renée Fosset: In Order to Live Untroubled: Inuit of the Central Arctic 1550–1940. Univ. of Manitoba Press, 2001.
- ↑ Baffin Island Inuit. In: The Canadian Encyclopedia. (englisch, französisch).
- ↑ Mary River Mine auf baffinland.com
- ↑ Festivalinformation 2019 auf alianait.ca








