Burwalde wurde 1803 von 27 Familien entlang des Flusses Ritsch, der auch Mittlere Choritza heißt, angelegt. Der Ortsname bezieht sich vermutlich auf das preußischeBärwalde (heute: Barwice). Das Dorf hatte eine Dorfschule und eine in den 1860ern erbaute Kirche.
Die deutschsprachigen Einwohnern flohen 1943 in Folge des deutschen Angriffskriegs gegen die Sowjetunion. Die Kirche und die Dorfschule wurden 1943 von deutschen Truppen der Wehrmacht auseinandergenommen, um Baumaterial zu gewinnen.
Am 24. Mai 2016 wurde das Dorf ein Teil der neugegründeten Landgemeinde Dolynske[1], bis dahin war sie ein Teil der Landratsgemeinde Dolynske im Westen des Rajons Saporischschja.
Einige der mennonitischen Bauten sind erhalten. Der ehemalige Dorfladen dient heute als Bibliothek. Auf dem Friedhof finden sich noch einige deutsche Grabsteine.
Rudy P. Friesen, Edith Elisabeth Friesen:Bauwerke der Vergangenheit: mennonitische Architektur, Landschaft und Siedlungen in Russland/Ukraine. Tweeback, Bonn 2016, S.146–148.
Adina Reger und Delbert Plett Q.C.:Diese Steine – Die Russlandmennoniten. Crossway Publications, Steinbach, Kanada, S.151.