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Avraham Daus

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Avraham Daus, auch Abraham (hebräisch אברהם דאוס; geboren als Adolf Daus 6. Juni 1902 in Berlin; gestorben 25. Juni 1974 in Tel Aviv) war ein israelischer Dirigent und Komponist.

Adolf[1] Daus war ein Sohn des Bankdirektors Alfred Daus und der Else Salomon, er hatte zwei Geschwister. Daus studierte von 1919 bis 1921 an der Berliner Hochschule für Musik bei Schmidt Klavier und Komposition bei Eduard Behm und danach an der Musikakademie in München bei Hugo Röhr und Walter Courvoisier.

Daus hatte zwischen 1922 und 1933 als Kapellmeister Engagements an den Opernhäusern in Breslau, Dortmund, Krefeld und Wuppertal. Nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten im Deutschen Reich 1933 erhielt er ein Berufsverbot und emigrierte nach Frankreich. Daus war seit 1928 aktiver Zionist und wanderte 1936 nach Palästina aus. Avraham Daus arbeitete als Musiklehrer und Chordirigent und lebte in verschiedenen Kibbuzim. Er komponierte Kantaten, Lieder und Kammermusik. 1937/38 dirigierte er mehrere Produktionen der von Benno David Frank geleiteten Palestine Chamber Opera.

Er heiratete in Palästina die emigrierte Kunsterzieherin und Buchillustratorin Ilse Kantor-Daus, die Schwester des Schriftstellers Friedrich Torberg. Sie haben zwei Töchter, Tamar und Tirsa.

Daus trat 1944 in Tel Aviv mit der Kabarettistin Ruth Klinger auf, für die er schon in Deutschland komponiert hatte[2].

Das Zwölfte Sonett (nach Rilke) (1968) wurde auch vom Cellisten Siegfried Palm eingespielt.

Einzelnachweise

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  1. Barbara von der Lühe: Die Emigration deutschsprachiger Musikschaffender in das britische Mandatsgebiet Palästina. Ihr Beitrag zur Entwicklung des israelischen Rundfunks, der Oper und Musikpädagogik seit 1933. Frankfurt am Main: Lang, 1999, S. 307
  2. Ruth Klinger an Arnold Zweig, 9. Dezember 1944, in: Ludger Heid (Hrsg.): „Das nenne ich ein haltbares Bündnis!“: Arnold Zweig/Beatrice Zweig und Ruth Klinger - Briefwechsel (1936–1962), Wien u. a.: Lang 2005, ISBN 3-906757-02-1, S. 85f