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Avenir

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Avenir
Schriftart Avenir
Kategorie Serifenlos
Schriftklassifikation Serifenlose Linear-Antiqua
Schriftdesigner Adrian Frutiger
Schriftgießerei Linotype GmbH
Erstellung 1988
Variationen Avenir Next
Beispiel
Schriftbeispiel für Avenir

Avenir ist der Name einer Schriftart, die von Adrian Frutiger erstmals 1988 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Der Name Avenir (französisch avenir Zukunft) ist eine Anspielung auf den Namen der Schriftart Futura (lateinisch futura Zukunft). Dahinter steht der Gedanke, dass die durch die Futura inspirierte Avenir eine etwas menschlichere und gefälligere, da nicht so vollständig geometrisch konstruierte Futura sein sollte.

Bei ihrer Erstveröffentlichung umfasste die Avenir sechs Schriftschnitte: Light, Book, Roman, Medium, Heavy, Black in jeweils einem geraden und einem kursiven Schriftschnitt. Die vier erstgenannten Schnitte waren für den Textbereich bestimmt, die beiden fetten Versionen waren als Auszeichnung und Titelsatz vorgesehen.

Um die Schriftfamilie Avenir umfassender im professionellen Bereich einsetzbar zu machen, überarbeitete Frutiger bis 2004 zusammen mit Akira Kobayashi (Schriftdesigner und Type Director bei Linotype) die Avenir-Familie und baute sie als Familie Avenir Next auf 24 Schriftschnitte aus. Zudem wurde zu jedem Schnitt ein passender Schnitt mit Kapitälchen (englisch small capitals) erstellt. Wesentliche Neuerung der Avenir Next gegenüber der ursprünglichen Avenir waren die Condensed-Schnitte, die es seither zu jeder Strichstärke gibt. Weiterhin entfiel mit der Avenir Next das Nummernsystem zur Bezeichnung der Schriftschnitte (z. B. Avenir 35 Light), wie es Frutiger erstmals für die Univers 1957 verwendet hatte.

Formmerkmale und -unterschiede

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Das ‚O’ ist nicht mit dem Zirkel geschlagen. Rein geometrische Zeichen vereinigen sich nicht harmonisch zum Wortbild. Die Versalien ‚B, E, F, P, R’ sind im Verhältnis zu allen anderen Großbuchstaben nicht so schmal gestaltet. ‚G’ und ‚Q’ erscheinen im typischen Frutiger-Stil. Das ‚a’ ist zur besseren Unterscheidung zu den Formen ‚b, d, p q’ nach dem klassischen Antiquamuster gezeichnet. Die Buchstaben ‚f, r, t’ wurden verhältnismäßig breit gehalten, um mehr Weißraum links und rechts beizugeben, als dies normalerweise bei Groteskschriften üblich ist.[1]

Verwendung der Schrift (Beispiele)

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Einzelnachweise

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  1. Konstruktivistisch und human. Avenir – eine neue serifenlose Linear-Antiqua von Adrian Frutiger. In: Linotype (Hrsg.): Linotype express. Nachrichten für die Satz- und Kommunikationstechnik. Nr. 2, 1988, S. 2.
  2. Le Changement c’est maintenant (Memento vom 20. April 2013 im Internet Archive)