Die 114. Australian Open waren das erste von vier Grand-Slam-Turnieren der Saison, den am höchsten dotierten Tennisturnieren. Sie fanden vom 18. Januar bis 1. Februar 2026 in Melbourne in Australien statt.[1] Die Qualifikation erfolgte vom 12. bis 15. Januar 2026. Insgesamt 19 Disziplinen wurde bestritten.
Als Reaktion auf den russischen Überfall auf die Ukraine, der am 24. Februar 2022 begann, durften Spieler und Spielerinnen aus Russland und Belarus seitdem bei Grand-Slam-Turnieren nicht unter ihrer Flagge antreten.
Bei den Australian Open 2026 fanden 19 Wettbewerbe statt, die alle an den letzten drei Turniertagen abgeschlossen wurden.
Acht dieser Endspiele – das Mixed-Doppel, die Doppelwettbewerbe der Junioren und Juniorinnen sowie die Doppel-Finals in allen fünf Rollstuhltennis-Disziplinen – wurden am Freitag, den 30. Januar, ausgetragen. Am selben Tag fanden auch die Halbfinals im Herren-Einzel in der Rod Laver Arena statt.
Acht weitere Endspiele folgten am Samstag, den 31. Januar. An diesem Tag standen das Finale im Damen-Einzel sowie die Endspiele im Herren- und Damen-Doppel und die fünf Einzel-Finals im Rollstuhltennis auf dem Programm.
Die Endspiele im Einzel der Junioren und Juniorinnen fanden am Sonntag, den 1. Februar, statt, bevor die Australian Open 2026 mit dem Finale im Herren-Einzel ihren Abschluss fanden.
Die angegebenen Zeiten des Zeitplans waren der deutschen Zeit zehn Stunden voraus, das heißt 11 Uhr Ortszeit war 1:00 Uhr nachts in Deutschland, 18:30 Uhr Ortszeit war 8:30 früh in Deutschland.[2] Das Damen-Einzelfinale begann am Samstag, den 31. Januar 2026 um 9:30 Uhr deutscher Zeit, das Herren-Einzelfinale am Sonntag, den 1. Februar um 9:30 Uhr früh deutscher Zeit.
Kostenpflichtige Livestreams wurden im Eurosport Player, bei Discovery+ und bei DAZN übertragen. Alle Matches, die im Free-TV bei Eurosport liefen, konnte man auch im kostenfreien Livestream auf Joyn abrufen. Daneben gab es einen Official Australian Open TV YouTube channel.[3]
Datum
Tag Uhrzeit
Abend Uhrzeit
Herren-/Dameneinzel
Herren-/Damendoppel
Mixed
12. Januar 2026
10:00
Qualifikation 1. Runde
–
–
13. Januar 2026
10:00
Qualifikation 1. Runde
–
–
14. Januar 2026
10:00
Qualifikation 2. Runde
–
–
15. Januar 2026
10:00
Qualifikation 3. Runde
–
–
15. Januar 2026
Auslosung
18. Januar 2025
11:00
18:30
1. Runde
–
–
19. Januar 2026
11:00
18:30
1. Runde
–
–
20. Januar 2026
11:00
18:30
1. Runde
1. Runde
–
21. Januar 2026
11:00
18:30
2. Runde
1. Runde
–
22. Januar 2026
11:00
19:00
2. Runde
1. Runde
1. Runde
23. Januar 2026
11:00
19:00
3. Runde
2. Runde
1. Runde
24. Januar 2026
11:00
18:30
3. Runde
2. Runde
1. Runde
25. Januar 2026
11:00
19:00
Achtelfinale
Achtelfinale
Achtelfinale
26. Januar 2026
11:00
19:00
Achtelfinale
Achtelfinale
Achtelfinale
27. Januar 2026
11:00
19:00
Viertelfinale
Viertelfinale
Viertelfinale
28. Januar 2026
11:00
18:30
Viertelfinale
Viertelfinale
Halbfinale
29. Januar 2026
11:00
19:30
Halbfinale
Halbfinale
–
30. Januar 2026
12:00
19:30
Halbfinale
Halbfinale
Finale
31. Januar 2026
19:30
Damen-Finale
Doppel-Finals
–
1. Februar 2026
19:30
Herren-Finale
–
–
Showturniere fanden in der Qualifikationswoche statt. Die Rollstuhlwettbewerbe fanden vom 27. bis 31. Januar 2025 statt, die Junioren traten vom 24. Januar bis 1. Februar an.
104 Plätze wurden an die Bestplatzierten des WTA-/ATP-Rankings am 8. Dezember 2025 vergeben. Jeweils acht weitere Plätze wurden mittels Wildcards vergeben, darunter die Sieger der AO Asia-Pacific Wildcard Play-offs. Gemäß einer gegenseitigen Vereinbarung mit den anderen Grand-Slam-Events erhielt eine Wildcard ein französischer Spieler beziehungsweise eine französische Spielerin, die von der Fédération française de tennis nominiert wurden. Gleiches galt für die US-Amerikaner, die von der United States Tennis Association entsandt wurden. Die übrigen fünf Wildcards erhielten australische Spieler, wobei Ausnahmen möglich waren.
16 Plätze wurden über das vorausgehende Qualifikationsturnier vergeben, das vom 12. bis 15. Januar 2026 ausgetragen wurde. Insgesamt nahmen jeweils 128 Spieler an den Qualifikationsturnieren teil. Dazu gehörten zunächst 119 nachfolgende Teilnehmer der Weltranglisten. Auch für die Teilnahme am Qualifikationsturnier wurden Wildcards vergeben, jeweils neun bei den Damen und bei den Herren. Im Qualifikationsturnier traten ebenfalls Spieler mit einem Protected Ranking (ATP) und Spielerinnen mit Special Ranking (WTA) an.
Im Rollstuhlwettbewerb der Damen und Herren und im Quad wurden jeweils zwei Plätze über das vorausgehende Qualifikationsturnier vergeben, an dem jeweils vier Spielerinnen und Spieler teilnehmen.
2026 werden insgesamt 111.500.000 Australische Dollar (63.927.967 €) Preisgeld in allen Wettbewerben an die Tennisspieler ausgeschüttet (1 AU$ entspricht zum Zeitpunkt des Turniers etwa 0,57 €). Das Preisgeld stieg um 16 % gegenüber 2025.[5]
In der Qualifikationswoche der Australian Open fanden mehrere Showturniere und Wohltätigkeitsveranstaltungen statt. Die Einnahmen sollen den Opfern der verheerenden Buschbrände in Australien zugutekommen.
Der 1 Point Slam 2026 fand am 14. Januar statt und bot ein deutlich erhöhtes Preisgeld für den Sieger. Der Amateur-Tennisspieler Jordan Smith besiegte Joanna Garland im Finale und gewann eine Million australische Dollar (574.340 €) sowie 50.000 australische Dollar für seinen Tennisclub. (Alec Reverente besiegte Smith in einer Bonusrunde und gewann einen Kia EV3.)[8]
Die Red Bull Bassline war ein Event mit einem ungewöhnlichen Format: Kurze Tiebreak-Matches wurden mit Live-Musik eines DJs kombiniert. Die Matches fanden ohne offizielle Schiedsrichter statt; die Spieler waren selbst für ihre Linienentscheidungen und die Klärung der Punkte auf dem Court verantwortlich. Die Zuschauer wurden aktiv einbezogen und konnten sich bei strittigen Entscheidungen einbringen. Die Matches wurden im Best-of-Three-Format gespielt, wobei jeder Satz aus einem Tiebreak bis fünf Punkten bestand. Sechs Spieler nahmen aufgeteilt in zwei Gruppen teil. Innerhalb jeder Gruppe wurde im Round-Robin-System gespielt. Während der Matches lief Musik, und die Zuschauer wurden aufgefordert, sich durch Abstimmungen und lautstarke Unterstützung zu beteiligen und so zur lockeren Atmosphäre des Events beizutragen. Sieger wurde Nicolai Budkov Kjær.[10]
Das Mixed-Showdown war ein Mixed-Turnier, bei dem die Spiele 10 Minuten dauerten, mit einer 15-Sekunden-Shot-Clock. Die Aufschlagreihenfolge war 1-2-2-2, wie im Tiebreak. Das Team mit den meisten Punkten am Ende des Spiels gewann. Nach Abschluss der Gruppenphase erreichte das Team mit der höchsten Punktzahl jeder Gruppe das Finale. Bei Punktgleichheit wurde ein Golden Point gespielt, um den Sieger zu ermitteln. Alle anderen Regeln des Grand-Slam-Mixed galten, sofern nicht anders angegeben. Das Finale bestritten die Australier Ellen Perez und Nick Kyrgios gegen die Brasilianerin Luisa Stefani und den Salvadorianer Marcelo Arévalo. Perez und Kyrgios gewannen mit 10:9.[11]
Beim AO Legends Cup treten ehemalige Topspieler im Doppel der Herren, der Damen und im Mixed in der zweiten Turnierwoche an, darunter Angelique Kerber, Andrea Petković und Tommy Haas.[12]
In der Eröffnungswoche besuchten 217.999 Zuschauer die Anlage, eine Zunahme von 87 % im Vergleich zum Vorjahr, in dem es 116.528 Besucher waren. Insgesamt besuchten 1.266.572 Zuschauer das Turnier, 3,9 % mehr, als 2025.[13]