Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Attel (Begriffsklärung) aufgeführt.
Attel
AttelnachUnterquerungderB15beiAttel(Siedlung„Elend“)vorihrerMündungindenInn(BlickinFließrichtung)Attel nach Unterquerung der B 15 bei Attel (Siedlung „Elend“) vor ihrer Mündung in den Inn (Blick in Fließrichtung)
Das Dorf Attel wurde bereits 806 als Atulla urkundlich erwähnt, der namensgebende Fluss explizit erst 1323 als pei der Aetel. Es liegt die frühzeitliche, indogermanische, wohl keltische Sprachwurzel *adu- mit Ausgangswort *Adulia (‚Wasserlauf‘) zugrunde.[7]
Die Attel entsteht auf etwa 513mü.NHN in Grafing, GemarkungOexing aus dem Zusammenfluss von linkem Wieshamer Bach und rechtem Urtelbach. Sie fließt anfangs ostwärts und dann südostwärts durch Grafing und Aßling, wendet sich etwas später nordwärts nach Emmering und erreicht über Pfaffing, wo sie sich nach Südosten wendet, Ramerberg. Wenig später nimmt sie beim Wasserburger Weiler Elend die von Norden kommende Ebrach auf und mündet nur etwa 400m weiter östlich, nachdem sie noch die B15 unterquert hat, auf etwa 431mü.NHN in den Inn. Links über der Mündung steht auf dem Sporn zwischen mündender Ebrach und abfließendem Inn das nach dem Fluss benannte Pfarrdorf Attel ganz im Süden des Stadtgebietes von Wasserburg am Inn. An der Spornspitze befand sich im Ortsbereich früher das Kloster Attel.
Die Attel entwässert eine Fläche von etwa 331km² im bayerischen Voralpenland in geschwungenem Ostlauf zum Inn. Ihr Einzugsgebiet grenzt im Nordosten an das des abwärtigen Inn-Zuflusses Nasenbach, nach ihrem Mündungskeil im Osten dann nacheinander an das von dessen aufwärtigem Zufluss Katzbach noch im Osten und Rott im Südosten. Jenseits der südwestlichen Wasserscheide konkurriert die Glonn vor allem mit ihrem Zufluss Braunau, sie entwässert zum großen Inn-Nebenfluss Mangfall. Im Westen und Nordwesten schließlich grenzt durchweg im weiten und gewässerarmen Waldgebiet vor allem des Ebersberger Forsts das Einzugsgebiet der Isar an.
Hierarchische Liste einer Auswahl der Zuflüsse und Seen vom Ursprung zur Mündung. Gewässerlänge und Einzugsgebiet möglichst nach Verzeichnis der Bach- und Flussgebiete in Bayern –Flussgebiet Inn des Bayerischen Landesamtes für Umwelt, Stand 2016 (PDF; 2,8MB) und Höhe[1] nach dem BayernAtlas. Andere Quellen für die Angaben sind vermerkt.
Zusammenfluss der Attel aus linkem Wieshamer Bach und rechtem Urtelbach / rechter Urtel auf etwa 513mü.NHN nahe der Mühlenstraße in Grafing bei München, GemarkungOexing.
Wieshamer Bach, linker Oberlauf von Norden, ca. 3,3km[8] und ca. 31,1km².[9] Entsteht auf etwa 535mü.NHN nördlich von Grafing neben der B304. Der Bach hat schon vor dem Seeoner Bach den jeweils offiziellen Oberlauf an Länge deutlich übertreffende Zuläufe.
Seeoner Bach, von rechts und Westen im Grafinger Norden bei der Heilmannssiedlung auf etwa 518mü.NHN, 6,7km[2] und 19,8km².[4] Entsteht auf etwa 552mü.NHN am Siedlungsrand von Markt Kirchseeon etwas nördlich des Sportplatzes am Beginn des Kirchseeoner Mooses. Übertrifft den offiziellen Oberlaufast des Wieshamer Baches in Länge wie Einzugsgebiet deutlich.
Urtelbach oder auch Urtel, rechter Oberlauf von Westen, ca. 5,0km[8] und ca. 8,9km².[10] Entsteht auf etwa 529mü.NHN nördlich des Kirchdorfs Pullenhofen von Markt Bruck im Westerfeld.
Holzener Filzenbach, von rechts gegenüber dem Aßlinger Weiler Holzen. Kurzer Entwässerungsgraben.
Knauergraben, von rechts. Kurzer Entwässerungsgraben. Hiernach schwenkt die Attel kurz auf Ostlauf
Moosach oder auch Faulbach, von rechts und aus dem Westnordwesten auf etwa 480mü.NHN noch vor dem Kirchdorf Kronau von Emmering, 24,2km und 76,5km². Entfließt unter dem Oberlaufnamen Spiegelbächl auf etwa 577mü.NHN dem kleineren Kitzelsee beim Weiler Oberseeon von Moosach nahe dem größeren Steinsee. Die Moosach erreicht an ihrem Zulauf fast das aufwärtige Einzugsgebiet der Attel und übertrifft sogar deren Länge bis dorthin.
Zimmerrainer Graben, von links und Nordwesten
Dollbach, von rechts und Südwesten fast gegenüber dem vorigen
Angelsbrucker Graben, von rechts gegenüber dem Emmeringer Weiler Angelsbruck
Dobelgraben, von links bei Hintergraben in der Gemeinde Pfaffing. Hier fließt die Attel nach ihrem Bogen nach Norden schon wieder nach Südosten.
Ebrach (größter Nebenfluss der Attel) von links und Norden auf etwa 431mü.NHN beim Weiler Elend von Wasserburg am Inn. Entsteht auf etwa 560mü.NHN als Moosbach zwischen der Stadt Ebersberg und ihrem Dorf Vorderegglburg im Westen.
Mündung der Attel von links und zuletzt Westen auf etwa 431mü.NHN zu Füßen des Kirchdorfs Attel von Wasserburg am Inn in den Inn. Die Attel ist hier, von der Quelle des Wieshamer Baches an gerechnet, 39,6km[2] lang und hat hier ein Einzugsgebiet von 330,7km²[4] hinter sich. Sie führt hier im Mittel rund 5,1m³/s Wasser.[6]
Mündung der Ebrach (von links) in die Attel an der Brücke der B 15 über die Attel (Blick in Fließrichtung)
↑Länge als Stationierung des Seeoner Baches am Gesamtlauf aus Wieshamer Bach und Attel, abzüglich der auf dem BayernAtlas abgemessene Abschnittslänge von dessen Zufluss bis zum Urtelbach.
12Pegelwert Anger vermehrt um den Gebietsabfluss (ca. 15l/s.km²) des Resteinzugsgebietes (81,09km²), extrapoliert aus dem Wert des Pegels Anger und zusätzlich ermittelt für das Zwischeneinzugsgebiet der Pegel Rosenheim (Inn), Rosenheim (Mangfall mit Hammerbach), Weichselbaum (Murn), Anger (Attel) und Wasserburg (Inn)
↑Einzugsgebiet summiert aus Gewässerverzeichniswerten oberhalb und auf dem BayernAtlas gemessenem Teileinzugsgebiet von unterhalb des Seeoner Bachs bis zur Urtel.