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Ascaridia

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Ascaridia

Ascaridia galli

Systematik
Ordnung: Rollschwänze (Spirurida)
Unterordnung: Spulwürmer (Ascaridina)
Überfamilie: Heterakoidea
Familie: Ascaridiidae
Unterfamilie: Ascaridiinae
Gattung: Ascaridia
Wissenschaftlicher Name der Familie
Ascaridiidae
Travassos, 1920
Wissenschaftlicher Name der Unterfamilie
Ascaridiinae
Travassos, 1920
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Ascaridia
Dujardin, 1845

Die Ascaridia sind eine Gattung der Spulwürmer, deren Vertreter bei Vögeln im Dünndarm parasitieren. Sie sind die einzige Gattung in der Unterfamilie Ascaridiinae und die Unterfamilie ist die einzige innerhalb der Ascaridiidae.[1] Die Arten rufen die Ascaridiose des Geflügels hervor.

Es handelt sich um kräftige weiße Würmer. Männchen sind 50 bis 75 mm, Weibchen 70 bis 120 mm lang. Sie sind damit die längsten Fadenwürmer beim Geflügel.[2] Die Lippen sind groß und kräftig. Der Ösophagus ist keulenförmig und hat keine hintere kolbige Auftreibung (Bulbus).[3]

Die Eier werden mit dem Kot ausgeschieden. Sie sind 80 × 50 µm groß, nicht embryoniert, elliptisch, dickwandig und haben einen feingranulierten braunen Inhalt und eine farblose Hülle.[4] Bei optimaler Umgebungstemperatur sind sie nach 3 Wochen infektiös, in feuchter Umgebung bleiben sie für mehrere Monate ansteckend. Die Eier werden oral aufgenommen, so dass die Entwicklung ohne Zwischenwirt (monoxen) abläuft. Sie können aber auch von Regenwürmern aufgenommen werden, die dann als Transportwirte dienen. Die Präpatenz dauert 4 bis 6 Wochen bei Küken, 8 Wochen und mehr bei erwachsenen Vögeln. Im Darm können die adulten Spulwürmer bis zu einem Jahr alt werden.[2]

Die Gattung enthält etwa 40 Arten:[5]

Der tiermedizinisch bedeutendste Vertreter ist Ascaridia galli, der Hühner befällt. Ascaridia dissimilis befällt Puten, Ascaridia columbae Tauben.[2] Bei Papageienvögeln kommen Ascaridia hermaphrodita, Ascaridia sergiomeirai, Ascaridia ornata, Ascaridia nicobarensis und Ascaridia platyceri vor.[6]

Einzelnachweise

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  1. Mike Hodda: Phylum Nematoda: a classification, catalogue and index of valid genera, with a census of valid species. In: Zootaxa. 2022, Band 5114, Nummer 1, S. 1–289 doi:10.11646/zootaxa.5114.1.1.
  2. 1 2 3 Domenico Otranto, Richard Wall: Veterinary Parasitology. 5. Auflage. Wiley 2024, ISBN 978-1-394-17634-2, S. 61.
  3. Alain G. Chabaud: Keys to the genera of the superfamilies Cosmocercoidea, Seuratoidea, Heterakoidea and Subuluroidea. Nr. 6 von Roy C. Anderson, Alain G. Chabaud, Sheila Willmott (Hrsg.): CIH keys to the nematode parasites of vertebrates. CABI, 1978, S. 50.
  4. Ulrich Wernery et al.: Ascaridiosis. In: Jaime Samour: Avian Medicine. Elsevier 2016, ISBN 978-0-7234-3832-8
  5. Ascaridia Dujardin, 1844. IRMNG. Abgerufen am 15. März 2025.
  6. V. Kajerova, V. Barus, I. Literak: Nematodes from the genus Ascaridia parasitizing psitaciform birds: a review and determination key. In: Vet. Med. – Czech, Band 49, Nummer 6, 2004, S. 217–223.