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Arthur Dewey Struble

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Arthur D. Struble (1952)

Arthur Dewey Struble (* 28. Juni 1894 in Portland, Multnomah County, Oregon; † 1. Mai 1983 in Chevy Chase, Montgomery County, Maryland) war ein Admiral der United States Navy. Er war unter anderem Kommandeur der Siebten Flotte (United States Seventh Fleet).

Er war ein Sohn von Walter Burr Struble Sr. (1856–1943) und dessen Frau Hannah Woodworth Fairchild (1859–1918) und besuchte die öffentlichen Schulen seiner Heimat. Im Jahr 1915 absolvierte er die United States Naval Academy in Annapolis in Maryland. In der amerikanischen Kriegsmarine durchlief er anschließend alle Offiziersränge bis zum Admiral.

Während seiner militärischen Laufbahn absolvierte er sowohl Aufgaben als Seeoffizier an Bord verschiedener Kriegsschiffe als auch Tätigkeiten als Stabsoffizier auf dem Festland. Nach seiner Graduation an der Marineakademie diente Struble an Bord verschiedener Kriegsschiffe, war aber nicht im Ersten Weltkrieg eingesetzt. Ende 1918 nahm er an einer Militäroperation in Haiti teil. Zwischen September 1921 und Juni 1923 gehörte er der Fakultät der Marineakademie an. Danach diente er bis zum Oktober 1925 auf dem Schlachtschiff USS California. Anschließend war er bis September 1927 Stabsoffizier im Hauptquartier der Schlachtschiff-Division der Pazifikflotte (Battleship Division).

Als Nächstes wurde Arthur Struble zum Stab des Chief of Naval Operations (CNO) versetzt, dessen Stab er bis zum Mai 1930 angehörte. Danach gehörte er bis zum Juni 1932 dem Stab der 3. Schlachtschiff-Division (Battleship Division THREE) an. Es folgte eine Versetzung zum Schlachtschiff USS New York dessen Besatzung er bis zum Juni 1933 angehörte. Die folgende zwei Jahre war er in Vallejo in der Nähe von San Francisco im Stab des 12. Marine Bezirks tätig. Zwischen Juni 1935 und Juni 1936 war er Offizier auf dem Schweren Kreuzer USS Portland. Nach einer zwischenzeitlichen Verwendung als Damage Control Officer (Schadensbegutachter) im Stab der Kreuzer und Erkundungsflotte (Cruisers, Scouting Force) wurde er erneut zum Stab des CNO versetzt, dem er bis zum Juni 1940 angehörte.

Zwischen Juni 1940 und Januar 1941 war Struble Erster Offizier auf dem Schlachtschiff USS Arizona. Dann erhielt er das Kommando über den Leichten Kreuzer USS Trenton. Dieser war im Südpazifik eingesetzt. Struble behielt dieses Kommando bis zum Mai 1942. In diese Zeit fiel der amerikanische Eintritt in den Zweiten Weltkrieg. Anschließend kehrte er ein weiteres Mal zum Stab des CNO zurück, wo er bis zum November 1943 eine Stabsabteilung (Director of the Central Division) leitete. Danach wurde er Stabschef bei Admiral Alan G. Kirk dem Oberbefehlshaber der Western Naval Task Force bei der Landung der Alliierten in der Normandie.

Im August 1944 wurde er in den Pazifik versetzt, wo er das Kommando über die zweite bzw. ab Oktober 1944 neunte amphibische Gruppe erhielt. In dieser Eigenschaft nahm er an zahlreichen militärischen Operationen teil. Dazu gehörten unter anderem die Schlacht um Leyte und Operationen zur Rückeroberung der Philippinen. Dabei waren seine Einheiten unter anderem mit der Anlandung von Einheiten der dort eingesetzten United States Army befasst. Struble behielt dieses Kommando bis zum Kriegsende im September 1945. Anschließend erhielt er das Kommando über die Minenräumung im westlichen Pazifik (command of Minecraft, Pacific Fleet). Diese Aufgabe erfüllte er bis zum Juni 1946. Dann erhielt er das Kommando über amphibischen Einheiten der Pazifik Flotte (Amphibious Forces, Pacific Fleet), das er bis zum April 1948 innehatte.

In der Folge übernahm er die Leitung der Stabsabteilung für Operationen beim CNO. Am 20. Mai 1952 übernahm Arthur Struble als Nachfolger von Walter F. Boone das Kommando über die Siebte amerikanische Flotte, die in Japan stationiert war. Dieses Amt bekleidete er bis zum 28. März 1951, als er von Harold M. Martin abgelöst wurde. In diese Zeit fiel der Beginn des Koreakriegs, an dem er mit seiner Flotte beteiligt war. Zwischen März 1951 und März 1952 hatte er den Oberbefehl über die Erste amerikanische Flotte. Anschließend wurde er zum Stab der Joint Chiefs of Staff versetzt, dem er aber nur bis zum Mai 1952 angehörte. Dann wurde er Vertreter der Marine beim Militär-Komitee der UNO (United States Naval Representative on the Military Staff Committee of the United Nations). Im Juli 1953 wurde er Vorsitzender dieses Komitees. Diese Aufgabe bekleidete er bis zum Juni 1955. Dann erhielt er das Kommando über die Eastern Sea Frontier, deren Hauptquartier sich in New York City (Lower Manhattan) befand. Gleichzeitig kommandierte er die Reserveeinheiten der Atlantikflotte (Commander Atlantic Reserve Fleet). Am 1. Juli 1956 schied er unter Beförderung zum Vier-Sterne-Admiral aus dem aktiven Militärdienst aus.

Arthur Struble starb am 1. Mai 1983 und wurde auf dem amerikanischen Nationalfriedhof Arlington beigesetzt.

Orden und Auszeichnungen

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Struble erhielt im Lauf seiner militärischen Laufbahn unter anderem folgende Auszeichnungen:

Commons: Arthur Dewey Struble – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien