Arthur Benjamin

Arthur Leslie Benjamin (* 18. September 1893 in Sydney; † 9. April 1960 in London) war ein britisch-australischer Pianist und Komponist.[1] Er schuf einige bedeutende musikalische Werke für den Konzertsaal und das britische Kino der 1930er, 1940er und 1950er Jahre, darunter Kompositionen für Filme wie Der Mann, der zuviel wußte, Die Weber von Bankdam, Unternehmen Xarifa oder Das Spiel mit dem Feuer.
Leben und Karriere
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Benjamin besuchte die Schule in Brisbane. Von 1911 bis 1914 studierte er am Royal College of Music in London bei Charles Villiers Stanford, Thomas Dunhill und Frederic Cliffe. Nach dem Kriegsdienst unterrichtete er von 1919 bis 1921 am Konservatorium von Sydney. 1921 kehrte er nach London zurück. Seit 1926 war er Lehrer des Royal College in London; hier gehörten Peggy Glanville-Hicks, Miriam Hyde, Joan Trimble, Stanley Bate, Bernard Stevens und Benjamin Britten zu seinen Schülern (privat unterrichtete Benjamin auch Alun Hoddinott). Seit den 1930er Jahren wandte er sich auch der Komposition von Filmmusik zu. So komponierte er beispielsweise die Storm Clouds Cantata für Alfred Hitchcocks Thriller Der Mann, der zuviel wußte von 1934. Das Stück fand erneute Verwendung in der von Hitchcock selbst gedrehten Neuverfilmung Der Mann, der zuviel wußte von 1956. In der Zeit des Zweiten Weltkriegs leitete Benjamin ein Orchester der Canadian Broadcasting Corporation in Vancouver. 1946 kehrte er nach England zurück, wo er erneut am Royal College of Music unterrichtete.
Benjamin komponierte fünf Opern, eine Sinfonie und zwei Suiten, mehrere Instrumentalkonzerte (darunter ein Konzert für Mundharmonika und Orchester), Streichquartette, Klavier- und Chorwerke und Lieder.
Konzertante Werke
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Filmografie (Auswahl)
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Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Charles Campbell: Benjamin, Arthur Leslie (1893–1960). In: Douglas Pike (Hrsg.): Australian Dictionary of Biography. Band 7. Melbourne University Press, Carlton (Victoria) 1979, ISBN 0-522-84108-2, S. 262–263 (englisch).
- Andrew D. McCredie, Frank Howes: Benjamin, Arthur. In: Ludwig Finscher (Hrsg.): Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Zweite Ausgabe, Personenteil, Band 2 (Bagatti – Bizet). Bärenreiter/Metzler, Kassel u. a. 1999, ISBN 3-7618-1112-8 (Online-Ausgabe, für Vollzugriff Abonnement erforderlich)
- Peter J. Pirie, revised by Robert Barnett: Benjamin, Arthur. In: Grove Music Online (englisch; Abonnement erforderlich).
- Richard Stoker: Benjamin, Arthur Leslie. In: Henry Colin Gray Matthew, Brian Harrison (Hrsg.): Oxford Dictionary of National Biography, from the earliest times to the year 2000 (ODNB). Band 5: Belle–Blackman. Oxford University Press, Oxford 2004, ISBN 0-19-861355-5; doi:10.1093/ref:odnb/58406 (Lizenz erforderlich), Stand: 6. Januar 2011.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Arthur Benjamin bei IMDb
- Arthur Benjamin bei Discogs
- Arthur Benjamin bei AllMusic (englisch)
- Arthur Benjamin im Lexikon des internationalen Films
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Benjamin Britten, Paul Francis Kildea: Britten on Music. Oxford University Press, Oxford 2003, ISBN 0-19-816714-8, S. 148 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
| Personendaten | |
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| NAME | Benjamin, Arthur |
| ALTERNATIVNAMEN | Benjamin, Arthur Leslie (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | britisch-australischer Pianist und Komponist |
| GEBURTSDATUM | 18. September 1893 |
| GEBURTSORT | Sydney |
| STERBEDATUM | 9. April 1960 |
| STERBEORT | London |