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Arthur Adam

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Arthur Adam (* 28. November 1879 in Mainz; † 31. Januar 1940 in Köln) war ein deutscher Verwaltungsjurist und Hochschullehrer.

Familie und Ausbildung

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Arthur Adam war mit Margarete (geb. Meintzinger) verheiratet; gemeinsam hatten sie mehrere Kinder.[1]

Nach dem Besuch des humanistischen Gymnasiums in seiner Heimatstadt, das Arthur Adam 1897 mit dem Abitur abschloss, entschied er sich für ein Studium der Rechtswissenschaften, das im Deutschen Kaiserreich traditionell den Weg in höhere Verwaltungspositionen ebnete.

Sein Studium absolvierte Adam an mehreren renommierten Universitäten des Reiches. Er studierte an der Universität Straßburg, das nach dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 zum Deutschen Reich gehörte und dessen 1872 neu gegründete Kaiser-Wilhelms-Universität als Prestigeprojekt galt, ferner in Freiburg im Breisgau und in Gießen. Seine juristische Promotion schloss Adam 1902 an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg ab und erwarb damit den akademischen Grad eines Doktor iuris.

Frühe Karriere in der Justiz und der Wechsel zum Eisenbahnwesen

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Nach seiner Promotion durchlief Adam zunächst die für Juristen obligatorische praktische Ausbildung und war als Gerichtsassessor an verschiedenen Amtsgerichten tätig, darunter in Mainz, Darmstadt und Bingen. Diese Stationen in der hessischen Justiz verschafften ihm Kenntnisse des Zivilrechts und der Verwaltungspraxis. Die Tätigkeit als Gerichtsassessor war dabei eine typische Durchgangsstation für junge Juristen, die entweder eine Karriere in der Justiz oder in der Verwaltung anstrebten.

Im Jahr 1906 vollzog Adam einen entscheidenden Karrierewechsel, als er als Assessor in den Dienst der Preußischen Staatseisenbahnen trat und zur Königlichen Eisenbahndirection Hannover wechselte. Dieser Schritt war keineswegs ungewöhnlich, denn die preußischen und deutschen Eisenbahnverwaltungen boten Juristen attraktive Karrieremöglichkeiten in einem der dynamischsten und bedeutendsten Wirtschaftszweige des Kaiserreichs. Die Eisenbahn war nicht nur das wichtigste Verkehrsmittel für Personen und Güter, sondern auch ein Instrument der Wirtschaftspolitik und der militärischen Strategie. Die Verwaltung dieses komplexen Systems erforderte hoch qualifizierte Beamte mit juristischer Ausbildung, die die vielfältigen rechtlichen, organisatorischen und wirtschaftlichen Fragen bewältigen konnten.

Von 1906 bis 1910 sammelte Adam bei der Eisenbahndirektion Hannover grundlegende Erfahrungen im Eisenbahnwesen. Anschließend wechselte er für zwei Jahre zum Königlich Preußischen Eisenbahn-Zentralamt in Berlin. Diese Position in der Reichshauptstadt verschaffte ihm Einblicke in die überregionalen und strategischen Aspekte der Eisenbahnverwaltung. Nach dieser Zeit in Berlin übernahm er die Leitung des Verkehrsamtes in Gera, das als Knotenpunkt mehrerer Eisenbahnlinien verkehrstechnisch bedeutsam war.

Erster Weltkrieg und Aufstieg zum Regierungsrat

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Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs im August 1914 wurde Arthur Adam zum Militärdienst eingezogen. Er diente zunächst von 1914 bis 1915 und dann erneut von 1915 bis 1918 als Hauptmann der Landwehr und Kompanieführer bei der Reserve-Division 47, wo er die Reserve-Sanitäts-Kompagnie 107 befehligte. Seine militärische Leistung wurde mit mehreren Auszeichnungen gewürdigt, darunter das Eiserne Kreuz II. Klasse, die Landwehrdienstauszeichnung II. Klasse und die Hessische Tapferkeitsmedaille.

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und der Novemberrevolution von 1918, die das Ende der Monarchie und die Ausrufung der Weimarer Republik mit sich brachte, setzte Adam seine Karriere in der Eisenbahnverwaltung fort. Im Jahr 1915 war er bereits zum Regierungsrat bei der Preußisch-Hessischen Staatsbahnverwaltung ernannt worden. Von 1919 bis 1921 war er bei der Reichsbahndirektion Münster tätig, bevor er 1922 zur Reichsbahndirektion Köln wechselte, wo er als Oberregierungsrat das Dezernat VII leitete, das für das Beförderungswesen zuständig war.

Die Weimarer Jahre in Köln und der Beginn der akademischen Lehrtätigkeit

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Die 1920er Jahre waren für das deutsche Eisenbahnwesen eine Phase tiefgreifender Veränderungen. 1920 waren die verschiedenen Länderbahnen zu einem einheitlichen Unternehmen, den Reichseisenbahnen, zusammengefasst worden. Infolge des Dawes-Plans wurde das seit 1921 als Deutsche Reichsbahn firmierende Unternehmen im Jahr 1924 zur Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft, die nach betriebswirtschaftlichen Prinzipien geführt wurde. Die Reichsbahndirektion Köln war eine der wichtigsten regionalen Verwaltungseinheiten dieses Systems und für ein Streckennetz von erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung verantwortlich, das das gesamte nördliche Rheinland umfasste.

In dieser Zeit begann Arthur Adam auch seine akademische Lehrtätigkeit. Im Jahr 1924 erhielt er einen Lehrauftrag für verkehrswissenschaftlichen Unterricht an der Universität zu Köln, der 1930 in einen Lehrauftrag für Eisenbahnwesen umgewandelt wurde. Die Kölner Universität hatte sich zu einer modernen Hochschule entwickelt, die besonders in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften innovative Akzente setzte. Die Einrichtung von Lehrveranstaltungen zum Eisenbahnwesen entsprach dem Bedürfnis, Studierende auf Karrieren in diesem Wirtschaftssektor vorzubereiten und die wissenschaftliche Durchdringung verkehrswissenschaftlicher Fragestellungen zu fördern.

Karriere im Nationalsozialismus

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Arthur Adam trat noch 1933 der NSDAP bei und erhielt die Mitgliedsnummer 2.103.969, eine relativ hohe Nummer, die darauf hindeutet, dass er zu den sogenannten „Märzgefallenen“ gehörte. Ob dieser Beitritt aus Überzeugung, Opportunismus oder beruflichem Zwang erfolgte, lässt sich aus den verfügbaren Daten nicht eindeutig beurteilen, doch war die Parteimitgliedschaft für höhere Beamte im NS-Staat zunehmend zur Voraussetzung für Beförderungen und Ehrungen geworden.

Im selben Jahr 1933 wurde Adam zum Direktor, Dezernenten und Abteilungsleiter der Personal- und Wohlfahrts-Abteilung der Reichsbahndirektion Köln ernannt. Diese Position war von erheblicher Bedeutung, da sie die Verantwortung für Personalentscheidungen und soziale Fürsorge für die zahlreichen Beschäftigten der Reichsbahn im Kölner Bezirk umfasste. In dieser Funktion war Adam auch mit der Umsetzung der nationalsozialistischen Personalpolitik befasst, die die Entfernung jüdischer und politisch unerwünschter Mitarbeiter aus dem öffentlichen Dienst vorsah. Die Deutsche Reichsbahn spielte im NS-Regime eine zentrale Rolle, nicht nur als wirtschaftliches Unternehmen, sondern auch als Instrument der Kriegsvorbereitung und später der Deportationen.

Im Jahr 1937 wurde Arthur Adam zum Honorarprofessor für Eisenbahnwesen an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln ernannt. Diese Ernennung war eine Anerkennung seiner langjährigen Lehrtätigkeit und seiner Expertise im Eisenbahnwesen. Der Titel des Honorarprofessors wurde an Personen verliehen, die ohne hauptamtliche Anstellung an der Universität regelmäßig Lehrveranstaltungen abhielten und durch ihre praktische Erfahrung die akademische Ausbildung bereicherten. Adams Professur dauerte bis zu seinem Tod im Jahr 1940.

Als er starb, war er Reichsbahn-Abteilungs-Präsident. Er wurde auf dem Kölner Nordfriedhof beigesetzt.

Mitgliedschaften

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Arthur Adam war seit 1924 ein Förderer der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Instituts für Verkehrswissenschaft an der Universität zu Köln.[2]

Schriften (Auswahl)

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  • Der Kaufmann im Verkehr mit der Eisenbahn. Leipzig, 1928.

Einzelnachweise

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  1. Todesanzeige. In: Kölnische Zeitung. 2. Februar 1940, abgerufen am 11. Mai 2026.
  2. Todesanzeige. In: Kölnische Zeitung. 4. Februar 1940, abgerufen am 11. Mai 2026.