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Aron Pollitz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Aron Pollitz
Personalia
Geburtstag 11. Februar 1896
Geburtsort Basel, Schweiz
Sterbedatum 13. November 1977
Sterbeort Basel, Schweiz
Position Abwehr
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1915–1924 BSC Old Boys Basel
1924–1927 US Suisse Paris
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1920–1925 Schweiz 23 (1)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Aron Pollitz (* 11. Februar 1896 in Basel; † 13. November 1977 ebenda) war ein Schweizer Fussballspieler, der für den FC Old Boys, die Union Sportive Suisse sowie Schweizer Nationalmannschaft spielte. Er spielte vorwiegend als Linker Half und gehörte zur Schweizer Mannschaft, die 1924 in Paris die Olympische Silbermedaille gewann.

Vater Hermann Pollitz, ein Schreiner, stammte aus Topolinken, Preussen (heute Topolinek, Polen). Die Familie liess sich 1908 in Basel einbürgern. Bruder Hermann Pollitz jun. war ein Leichtathlet und spielte ebenfalls Fussball für die Old Boys. Er stellte 1919 den Schweizer Rekord über 400 m auf,[1]

Aron Pollitz begann 1915 mit dem Fussballspielen beim BSC Old Boys Basel. Mit den Old Boys gewann er in der Saison 1915/16 gleich den Zentralschweizer Meistertitel. In den Finalspielen um die Schweizerische Meisterschaft spielten die Old Boys 0:0 gegen Winterthur-Veltheim, verloren dann das entscheidende Spiel gegen den FC Cantonal mit 1:5. Am 28. März 1920 debütierte er in der Schweizer Nationalmannschaft beim 3:0-Sieg in Bern gegen Italien. Mit der Schweiz nahm er an den Olympischen Sommerspielen 1924 in Paris teil, wo die Mannschaft erst im Final von Uruguay mit 0:3 gestoppt wurde. Der Gewinn der Silbermedaille ist bis heute der grösste Erfolg in der Geschichte der Schweizer Nationalmannschaft. Nach seiner Rückkehr nach Basel fand Pollitz keinen Job. Er zog daraufhin nach Paris und spielte dort für den Schweizerklub US Suisse Paris.[2] Am 13. März 1927 traf Pollitz in einem Spiel gegen Stade Olympique de l'Est den gegnerischen Torhüter Georges Le Bidois an der Halsschlagader, was zum plötzlichen Tod von Le Bidois führte.[3] Nach diesem Vorfall verliess er Frankreich und kehrte wieder nach Basel zurück, wo er beruflich als Bankangestellter tätig war.

Einzelnachweise

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  1. Vintage Timeline - Statistiques 1906 - 1919. (PDF) In: athle.ch. Abgerufen am 18. März 2026 (französisch).
  2. Wolfgang Bortlik: Hopp Schwiiz!: Fußball in der Schweiz oder die Kunst der ehrenvollen Niederlage. 1. Auflage. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2017, ISBN 978-3-462-40036-6.
  3. Derniers télégrammes de la nuit. In: Le Matin. 14. März 1927, abgerufen am 16. April 2021 (französisch).