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Armored Core 4

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Armored Core 4
Originaltitel アーマード・コア4
Transkription Āmādo Koa Fō
Zählt zur Reihe Armored Core
Entwickler FromSoftware
Publisher JapanJapan FromSoftware
Nordamerika Sega
Europaische UnionEU, Europäische Union 505 Games
Leitende Entwickler Hidetaka Miyazaki (Director)
Toshifumi Nabeshima (Produzent)
Komponist Kōta Hoshino
Veröffentlichung PlayStation 3:
JapanJapan 21. Dezember 2006
Nordamerika 20. März 2007
Europaische UnionEU, Europäische Union 22. Juni 2007
Xbox 360:
Nordamerika 20. März 2007
JapanJapan 22. März 2007
Europaische UnionEU, Europäische Union 22. Juni 2007
Plattform PlayStation 3, Xbox 360
Genre Vehicular-combat
Spielmodus Einzelspieler, Mehrspieler
Steuerung Gamepad
Sprache Deutsch, Englisch etc.
Altersfreigabe
USK
USK ab 12 freigegeben
USK ab 12 freigegeben
PEGI
PEGI ab 12 Jahren empfohlen
PEGI ab 12 Jahren empfohlen
PEGI-Inhalts­bewertung Gewalt

Armored Core 4 (jap. アーマード・コア4, Āmādo Koa Fō) ist ein 2006 erschienenes Mecha-Kampfspiel, das von FromSoftware für die PlayStation 3 und die Xbox 360 entwickelt wurde. Als vierter Hauptteil der Armored-Core-Reihe dient das Spiel als Neustart der Serie und spielt in einer Zukunft, in der ein Krieg die Nationen der Erde verwüstet hat und ihre jeweiligen Regierungen durch Konzerne ersetzt wurden. Bald brechen Konflikte zwischen den Konzernen aus, die sich mit riesigen Kampfrobotern, den Armored Cores, bekämpfen. Der Spieler schlüpft in die Rolle eines Lynx, wie die Piloten der hochmodernen NEXT Armored Cores genannt werden.

Armored Core 4 strafft viele der Funktionen früherer Teile, behält dabei jedoch das hochkomplexe Anpassungssystem bei. Die Spieler erhalten von verschiedenen Auftraggebern Missionen, für deren Erfüllung sie Credits erhalten, die sie für freischaltbare Teile und Waffen ausgeben können. Neben dem System-Link- und dem Split-Screen-Mehrspielermodus können die Spieler Online-Kämpfe mit bis zu sieben anderen Spielern bestreiten. Armored Core 4 bildet zudem das Debüt von Hidetaka Miyazaki als Gamedirector.

Wie in den vorherigen Teilen der Reihe steuern die Spieler in Armored Core 4 Mecha-Einheiten namens „Armored Cores“ und erfüllen Missionen, um Credits zu verdienen. Es gibt wieder eine Arena-Mechanik, die es den Spielern ermöglicht, in 1-gegen-1-Kämpfen gegen computergesteuerte Gegner anzutreten.[1] Zu Beginn eines neuen Spiels wählen die Spieler einen von mehreren Armored Cores mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden aus. Ein Tutorial führt vor Beginn der Story-Abschnitte in die grundlegenden Spielkonzepte ein. Sobald die Spieler das Tutorial abgeschlossen haben, können sie Missionen auswählen und Credits für die Individualisierung verdienen.[2]

Das Gameplay wurde beschleunigt und die Steuerung vereinfacht, sodass es zugänglicher ist als in früheren Titeln.[3][4] Die Individualisierung, ein fester Bestandteil der Reihe, hat nichts von ihrer Tiefe eingebüßt. Hunderte von verfügbaren Teilen und Waffen können verwendet werden, um den Mecha des Spielers radikal zu verändern, und jedes Teil verfügt über eine Reihe von Werten, die seine Wirksamkeit detailliert beschreiben. Eine Änderung gegenüber früheren Titeln besteht darin, dass viele Teile zu Beginn des Spiels nicht verfügbar sind, sondern im Laufe der Geschichte in Gruppen freigeschaltet werden. Teile können zudem getunt werden, um die Leistung subtil an die Bedürfnisse des Spielers anzupassen.[5]

Zwar kehren die Optionen für System-Link und Split-Screen zurück, doch ist Armored Core 4 der erste Titel außerhalb Japans, der über einen Online-Mehrspielermodus verfügt, nachdem dieser zuvor ausschließlich in der japanischen Version von Armored Core 2: Another Age enthalten war. Spieler im PlayStation Network oder auf Xbox Live können mit bis zu sieben weiteren Spielern in verschiedenen Deathmatch-Modi antreten.[6] Auf der Xbox 360 führte Armored Core 4 erstmals Erfolge in die Spielreihe ein.[5]

Inmitten von Überbevölkerung, schwindenden Ressourcen und zivilen Unruhen starten sechs Großkonzerne einen koordinierten weltweiten Aufstand, bekannt als „National Dismantlement War“, der alle Länder der Erde stürzt und eine neue Weltordnung einleitet, in der der Frieden von den Konzernen durchgesetzt wird: die „Pax Economica“. Um Ressourcen effizient umzuverteilen, werden die Menschen in streng kontrollierte Siedlungen, sogenannte Kolonien, umgesiedelt und zu harter Arbeit gezwungen. Mit dem Aufkommen der Kojima-Technologie, die potente und gefährliche Kojima-Partikel als Energiequelle nutzt, entsteht jedoch eine technologische Kluft zwischen den Konzernen. Die Kojima-Technologie ist entscheidend für die Entwicklung der NEXTs, der Armored-Core-Mechs der nächsten Generation, und die Konzerne beginnen, untereinander einen Schattenkrieg um die Kontrolle darüber zu führen.

Fünf Jahre nach Beginn der Pax Economica gerät die Kolonie Anatolia in eine Finanzkrise. Anatolia ist eine der wenigen Kolonien, die Autonomie gegenüber den Konzernen genießt, doch dies war ausschließlich dem Reichtum des verstorbenen Professors Jarnefeldt zu verdanken, einem führenden NEXT-Ingenieur. Nach Jarnefeldts Tod liefen die meisten seiner Mitarbeiter zur Forschungs-Kolonie Aspina über, wodurch Anatolias Einnahmequelle versiegte, und die Führung der Kolonie fiel an Emil Gustav, einen von Jarnefeldts Forschern. Um Anatolias Finanzierung zu sichern, baut Emil einen erfahrenen Armored-Core-Piloten zu einem LYNX um, stattet ihn mit einem NEXT aus und verkauft seine Dienste als Söldner an Konzerne, die keine eigenen NEXTs besitzen. Fiona Jarnefeldt, die Tochter des Professors, erklärt sich bereit, als Operatorin des Piloten zu fungieren. Dieser Pilot ist der Spielercharakter, der auch als „Anatolias Söldner“ bezeichnet wird.

Zunächst wird Anatolias Söldner nur angeheuert, um Rebellenangriffe abzuwehren, doch er rückt ins Rampenlicht, als er den Rebellen LYNX Amazigh besiegt. Daraufhin erhält er lukrativere und gefährlichere Aufträge, bei denen er in Scharmützeln zwischen rivalisierenden Unternehmen kämpft, bis er von Global Armaments (GA), einem der sechs Großkonzerne, beauftragt wird, eine GA-Tochtergesellschaft anzugreifen, die sich abspalten will. Die Mission ist erfolgreich, provoziert jedoch ein anderes Unternehmen namens Akva Vit dazu, GA den Krieg zu erklären. Dies gibt den sechs großen Konzernen einen Vorwand, die Pax Economica offen zu brechen und den LYNX-Krieg auszulösen. Akva Vit erhält die Unterstützung der Bernard and Felix Foundation (BFF), Leonemeccanica und Rayleonard, während GA ein Bündnis mit Eqbal und Rosenthal schmiedet.

Im Laufe des darauf folgenden, verheerenden Konflikts wächst der Ruf von Anatolias Söldner, während er Aufträge für die GA-Koalition ausführt. Insbesondere ermordet er die gesamte Führung der BFF, indem er deren schwimmendes Hauptquartier versenkt, schützt Anatolia vor einem Vergeltungsschlag durch eine von Akva Vit entwickelte Superwaffe und leitet entscheidende Operationen gegen den zunehmend verzweifelten Rayleonard. Der Konflikt gipfelt in der Auflösung sowohl von Rayleonard als auch von Akva Vit; zur gleichen Zeit, als Rayleonards Hauptquartier von Anatolias Söldner zerstört wird, wird das Hauptquartier von Akva Vit zufällig von einem LYNX aus Aspina namens Joshua O’Brien zerstört. Nach dem Ende des LYNX-Krieges verfügt Anatolia über beträchtliche finanzielle Mittel. Leider führt Joshua in einem NEXT-Prototyp einen Überraschungsangriff auf die Kolonie durch und macht den größten Teil davon dem Erdboden gleich, bevor er besiegt wird. Fiona und Anatolias Söldner beschließen daraufhin, Anatolia zu verlassen, wobei Emil nicht in der Lage und nicht willens ist, sie zum Bleiben zu überreden.[7]

Veröffentlichung

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Armored Core 4 war das Regiedebüt von Hidetaka Miyazaki, der später Präsident von FromSoftware wurde.

Armored Core 4 erschien ursprünglich am 21. Dezember 2006 in Japan für die PlayStation 3.[8] FromSoftware schloss sich mit Sega zusammen und veröffentlichte am 20. März 2007 eine nordamerikanische Version für die PlayStation 3 und die Xbox 360, gefolgt von einer japanischen Veröffentlichung für die Xbox 360 zwei Tage später.[9][8] In Europa veröffentlichte FromSoftware in Zusammenarbeit mit 505 Games das Spiel am 22. Juni 2007 für die PlayStation 3 und die Xbox 360.[10]

Laut dem Bewertungsaggregator Metacritic erhielt Armored Core 4 auf beiden Plattformen gemischte oder durchschnittliche Kritiken.[13][14] In Japan bewertete Famitsu die PlayStation-3-Version mit 31 von 40 Punkten,[11] während Famitsu Xbox 360 der Xbox-360-Version 32 von 40 Punkten gab.[12]

Kritiker befanden, dass das grafische Update von Armored Core 4 nach der zunehmend veralteten Grafik der letzten Titel eine willkommene Neuerung darstellte, merkten jedoch an, dass es nach wie vor Probleme mit der visuellen Darstellung des Spiels gebe. Tom Magrino von GameSpot schrieb, dass nach Jahren des Sehnens nach einem grafischen Update dieses Update nun endlich da sei, äußerte jedoch Vorbehalte hinsichtlich der Eintönigkeit bestimmter Umgebungen und der Clipping-Probleme bei Mechs in hügeligem Gelände.[5] Andrew Mellick von 411Mania bemerkte, dass die Grafik manchmal beeindruckend wirkte, und stellte fest, dass das Spiel zwar Abschnitte habe, die wirklich atemberaubend aussehen, das Niveau der Inspiration jedoch nicht über das gesamte Spiel hinweg gehalten habe.[15] Greg Miller von IGN war von der überarbeiteten Grafik weit weniger beeindruckt und schrieb, dass das, was sie hatten, nicht funktionierte.[6] Bryan Vore von Game Informer begann seine Rezension mit der Feststellung, dass die größten Überraschungen in Armored Core 4 der Multiplattform-Status des Titels und die grafische Überarbeitung der nächsten Generation seien.[3]

Die Änderungen an den Kernprinzipien des Spiels wurden von den Rezensenten gelobt; Dave McCarthy von Eurogamer bezeichnete das Spiel als zugänglicher als seine Vorgänger.[1] Magrino von GameSpot beschrieb das Spiel als intensiveres Erlebnis und erläuterte, dass die optimierte Boost-Mechanik mehr Bewegungsfreiheit ermögliche. Er lobte das schnellere Gameplay und merkte an, dass sich die Mech-Anpassung im Vergleich zu früheren Teilen optimiert anfühle, dabei aber dennoch eine beträchtliche Tiefe für diejenigen biete, die sich näher damit beschäftigen wollten.[5] Umgekehrt war GamePro von der Spielmechanik unbeeindruckt und schrieb, dass die Missionen zu repetitiv seien und häufig durch Ladebildschirme unterbrochen würden und dass das Spiel weitaus komplizierter sei, als es sein müsste.[4] Vore von Game Informer war der Meinung, dass die Mech-Anpassung immer noch genauso unzugänglich sei wie zuvor, und fragte, ob man sich wirklich Gedanken über vier separate Booster-Klassen machen müsse.[3]

Zwar wurde die Einführung des Online-Multiplayers positiv aufgenommen, doch stellten die Kritiker fest, dass das Angebot wenig Abwechslung bot. Magrino von GameSpot räumte zwar ein, dass der Online-Multiplayer ein mit Spannung erwartetes Feature sei, war jedoch der Ansicht, dass die begrenzte Auswahl an Karten und Spielmodi nicht viel bietet, worüber man sich freuen könnte.[5] Vore von Game Informer stimmte dem zu und erklärte außerdem, dass das Fehlen von Respawn-Mechaniken die Spielzeit in Multiplayer-Matches stark einschränke.[3] Miller von IGN äußerte sich kritischer zur Kartenauswahl und bezeichnete diese als unzureichende Arenen.[6]

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 Dave McCarthy: Armored Core 4 (PlayStation 3). In: Eurogamer. 24. Januar 2007, archiviert vom Original am 23. Dezember 2018; abgerufen am 2. Mai 2026 (englisch).
  2. Michael Knutson: Armored Core 4 Review - Xbox 360. In: GameZone. 26. März 2007, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 29. Februar 2008; abgerufen am 2. Mai 2026 (englisch).
  3. 1 2 3 4 5 6 Bryan Vore: Armored Core 4. In: Game Informer. April 2007, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 25. Januar 2008; abgerufen am 2. Mai 2026 (englisch).
  4. 1 2 3 The Watcher: Review : Armored Core 4 (PS3). In: GamePro. 21. März 2007, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 13. Januar 2009; abgerufen am 2. Mai 2026 (englisch).
  5. 1 2 3 4 5 6 7 Tom Magrino: Armored Core 4 Review. In: GameSpot. 20. März 2007, archiviert vom Original am 6. November 2012; abgerufen am 2. Mai 2026 (englisch).
  6. 1 2 3 4 5 Greg Miller: Armored Core 4 Review. In: IGN. 20. März 2007, archiviert vom Original am 22. Dezember 2018; abgerufen am 2. Mai 2026 (englisch).
  7. Armored Core 4 (Storyline). In: Armored Core Wiki. Abgerufen am 2. Mai 2026 (englisch).
  8. 1 2 詳細 - 製品情報 | FromSoftware - フロム・ソフトウェア. In: fromsoftware.jp. Abgerufen am 2. Mai 2026 (japanisch).
  9. Armored Core 4. In: GameSpot. 27. Mai 2019, archiviert vom Original am 20. März 2020; abgerufen am 2. Mai 2026 (englisch).
  10. Armored Core 4. In: Eurogamer. Abgerufen am 2. Mai 2026 (englisch).
  11. 1 2 アーマード・コア4 (PS3). In: Famitsu. Archiviert vom Original am 22. Dezember 2018; abgerufen am 2. Mai 2026 (japanisch).
  12. 1 2 アーマード・コア4 (Xbox 360). In: Famitsu. Archiviert vom Original am 22. Dezember 2018; abgerufen am 2. Mai 2026 (japanisch).
  13. 1 2 Armored Core 4 critic reviews. In: Metacritic. Archiviert vom Original am 6. Januar 2019; abgerufen am 2. Mai 2026 (englisch, Plattform: PlayStation 3).
  14. 1 2 Armored Core 4 critic reviews. In: Metacritic. Archiviert vom Original am 6. Januar 2019; abgerufen am 2. Mai 2026 (englisch, Plattform: Xbox 360).
  15. Andrew Melick: Armored Core 4 (PS3) Review. In: 411Mania. 6. April 2007, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 21. August 2007; abgerufen am 2. Mai 2026 (englisch).
Wertungsspiegel
PublikationWertung
PS3Xbox 360
Eurogamer8/10[1]
Famitsu31/40[11]32/40[12]
Game Informer6,5/10[3]6,5/10[3]
GamePro2,5/5[4]
GameSpot7,7/10[5]7,7/10[5]
IGN5,9/10[6]5,9/10[6]
Metawertungen
Metacritic65/100[13]65/100[14]