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Argenthal

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Wappen Deutschlandkarte
Argenthal
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Argenthal hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 49° 59′ N,  36′ OKoordinaten: 49° 59′ N,  36′ O
Bundesland:Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Hunsrück-Kreis
Verbandsgemeinde: Simmern-Rheinböllen
Höhe: 458 m ü. NHN
Fläche: 28,59 km²
Einwohner: 1720 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 60 Einwohner je km²
Postleitzahl: 55496
Vorwahl: 06761
Kfz-Kennzeichen: SIM, GOA
Gemeindeschlüssel: 07 1 40 003
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Markt 1
55494 Rheinböllen
Website: www.argenthal.de
Ortsbürgermeister: Michael Wilhelmy
Lage der Ortsgemeinde Argenthal im Rhein-Hunsrück-Kreis
KarteLahrMörsdorf
Karte
Rathaus im Dorfzentrum

Argenthal ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Hunsrück-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Simmern-Rheinböllen an.

Argenthal befindet sich am Nordwestrand des Soonwalds, einem bis 657 m hohen Teil des Hunsrücks, der zum Rheinischen Schiefergebirge zählt.

Zu Argenthal gehören die Wohnplätze Birkenhof, Eckelhornerhof, Weidenhof, Forsthaus Ellern, Forsthaus Thiergarten, Haus am Waldsee, Jägerhof und Wacholderhof.[2]

Mit 28,52 km² Fläche, davon 19,85 km² Wald (Soonwald), ist die Gemarkung Argenthal nach Boppard die zweitgrößte im Rhein-Hunsrück-Kreis (Quelle: statistisches Landesamt, Stand 31. Dezember 2007). Größere Ortschaften in der Nachbarschaft sind Simmern im Westen und Rheinböllen im Osten.

Höchste Erhebung von Argenthal ist der Opel mit 649,3 m ü. NHN. Auf dem Gebiet der Gemeinde befindet sich der Waldsee, dieses Badegewässer entstand aus einer 1935 stillgelegten Erzgrube.

Der Ort wurde erstmals im Jahre 1091 als „Argantal“ erwähnt. Argindal war im 13. Jahrhundert als Reichslehen im Besitz Ritter von Schönburg auf Wesel. Namentlich erwähnt wird ein Merbodo dictus de Argindal. Landesherr war seit dem 14. Jahrhundert der Pfalzgraf bei Rhein. Mit der Besetzung des linken Rheinufers 1794 durch französische Revolutionstruppen wurde der Ort französisch. 1815 wurde er auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Seit 1946 ist der Ort Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Argenthal, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

JahrEinwohner
1815730
1835880
1871792
1905851
1939849
19501.023
19611.091
JahrEinwohner
19701.394
19871.479
19971.565
20051.660
20111.661
20171.620
20241.720[1]

Der Gemeinderat in Argenthal besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:

WahlSPDFWGAZAGesamt
202410616 Sitze[4]
20199716 Sitze[5]
2014per Mehrheitswahl16 Sitze[6]
20097916 Sitze[7]
200461016 Sitze
  • FWGA = Freie Wählergruppe Argenthal e. V.
  • ZA = Zukunft Argenthal e. V.

Michael Wilhelmy (Einzelbewerber) wurde am 1. Mai 2026 Ortsbürgermeister von Argenthal.[8] Bei der parallel zur Landtagswahl am 22. März 2026 stattgefundenen Direktwahl hatte er sich mit 57,36 % der Stimmen gegen eine Mitbewerberin durchsetzen können.[9][10]

Wilhelmys Vorgänger Hans-Werner Merg (FWGA) war bei der Stichwahl am 16. Juni 2019 mit einem Stimmenanteil von 59,49 % erfolgreich, nachdem bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 keiner der ursprünglich drei Kandidaten die notwendige Mehrheit erreicht hatte. Er wurde damit Nachfolger der bisherigen Ortsbürgermeisterin Sarah Groß.[11] Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 wurde er mit 79,6 % der Stimmen ohne Gegenkandidat in seinem Amt bestätigt.[12] Im Januar 2026 kündigte Merg an, sein Amt zum 30. April vorzeitig niederzulegen, wodurch eine Neuwahl erforderlich wurde.[13][14]

Wirtschaft und Infrastruktur

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Der Ort in die Landschaft eingebettet

Argenthal gehört zu den größeren Hunsrück-Orten, in dem nur noch wenige Menschen in der Landwirtschaft tätig sind. Die Mehrheit der Einwohner sind als Arbeiter, Angestellte, Beamte, Handwerker, Gewerbetreibende und Soldaten beschäftigt.

Der Haltepunkt Argenthal lag an der mittlerweile stillgelegten Hunsrückquerbahn LangenlonsheimHermeskeil.

Persönlichkeiten

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  • Peter Engelmann (1823–1874), US-amerikanisch-deutscher Pädagoge, Autor und Gründer der German-English Academy (heute: University School of Milwaukee)
  • Dirk Jasper (1947–2011), freier Publizist, Sachbuchautor und Multimedia-Produzent, wohnte mit seiner Familie in Argenthal.
  • Achim R. Baumgarten, Fritz Schellack: 900 Jahre Argenthal 1091–1991. Mit Beiträgen von H. Dunger und J. König. Hrsg.: Gemeinde Argenthal. 1991, DNB 930042751.
Commons: Argenthal – Sammlung von Bildern
  • Literatur über Argenthal in der Rheinland-Pfälzischen Landesbibliographie

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Bevölkerungsstand von Land, Landkreisen, Gemeinden und Verbandsgemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2022) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: 1. Januar 2026. S. 58 (PDF; 1,9 MB).
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Mein Dorf, meine Stadt. Abgerufen am 16. März 2022.
  4. Argenthal, Gemeinderatswahl 09.06.2024. In: Kommunalwahlergebnisse Argenthal. Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 11. November 2025.
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Gemeinderatswahl 2019 Argenthal. Abgerufen am 4. Oktober 2019.
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen.
  7. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Gemeinderatswahl 2009 Argenthal. Abgerufen am 4. Oktober 2019.
  8. Michael Wilhelmy (Ortsbürgermeister): Ernennung des neuen Ortsbürgermeisters. In: Heimat Aktuell – Mitteilungsblatt der VG Simmern-Rheinböllen, Ausgabe 20/2026. 7. Mai 2026, abgerufen am 30. Mai 2026.
  9. Annalena Bischoff: Einer von fünf Neuen: Bürgermeisterwahlen im Kreis. In: Rhein-Hunsrück-Zeitung. Mittelrhein-Verlag GmbH, Koblenz, 23. März 2026, abgerufen am 28. März 2026.
  10. Bekanntmachung des vorläufigen Ergebnisses der Wahl der Ortsbürgermeisterin/des Ortsbürgermeisters in der Ortsgemeinde Argenthal am 22. März 2026. Verbandsgemeinde Simmern-Rheinböllen, abgerufen am 28. März 2026.
  11. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. Abgerufen am 4. Oktober 2019 (siehe Simmern-Rheinböllen, Verbandsgemeinde, dritte Ergebniszeile).
  12. Argenthal, Ortsbürgermeisterwahl (Gemeinde) 09.06.2024. Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 13. Juli 2024.
  13. Hans-Werner Merg: Rücktritt vom Amt als ehrenamtlicher Ortsbürgermeister. In: Heimat Aktuell – Mitteilungsblatt der VG Simmern-Rheinböllen, Ausgabe 2/2026. Abgerufen am 7. März 2026.
  14. Andreas Nitsch: Argenthal: Bürgermeister Hans-Werner Merg tritt zurück. In: Rhein-Hunsrück-Zeitung. Mittelrhein-Verlag GmbH, Koblenz, 15. Januar 2026, abgerufen am 7. März 2026.