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Anne Pingeot

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Anne Pingeot (* 13. Mai 1943 in Clermont-Ferrand) ist eine französische Kunsthistorikerin. Die Tochter von Pierre Pingeot, einem mit der Michelin-Familie verwandten Industriellen der Automobilteileindustrie aus Clermont-Ferrand, ist die frühere Kuratorin der Abteilung für Skulpturen des Pariser Louvre und des Musée d’Orsay sowie Autorin zahlreicher kunsthistorischer Fachbücher. Einer breiteren Öffentlichkeit wurde sie 1994 als langjährige Lebensgefährtin (seit 1962) des französischen Staatspräsidenten François Mitterrand bekannt, der der Vater ihrer Tochter, Mazarine Pingeot, war. Die außereheliche Liebesbeziehung dauerte bis zum Tod Mitterrands im Jahr 1996 an. Mitterrand erkannte seine Vaterschaft im Januar 1984 rechtlich an[1], allerdings unter Beibehaltung höchster Diskretion gegenüber der Öffentlichkeit.

In der Zeit der Präsidentschaft Mitterrands lebte Anne Pingeot mit ihrer Tochter von 1983 bis 1995 in einer großzügigen Wohnung im Palais de l’Alma,[2] einem auf der anderen Seite der Seine, ca. einen Kilometer vom Élysée-Palast gelegenen Außengebäude, in dem für gewöhnlich enge Mitarbeiter der französischen Präsidenten untergebracht wurden. Anne Pingeot und ihrer Tochter wurde dabei Personenschutz zuteil.[3] Bei der Beerdigung von François Mitterrand waren seine beiden Familien erstmals öffentlich vereint.

2016 genehmigte Anne Pingeot eine von ihr annotierte Edition von 1218 Briefen, die ihr Mitterrand geschrieben hatte, unter dem Titel Lettres à Anne.[4]

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Einzelnachweise

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  1. www.lexpress.fr: « La seconde famille de François Mitterrand »
  2. Laure Bretton, Ulysse Bellier: Au 11, quai Branly, dans le «temple du silence» élyséen. In: Libération, 26. Juli 2018.
  3. Mazarine et ses anges gardiens
  4. Lettres à Anne: (1962–1995), Gallimard 2016, ISBN 978-2070197248. FAZ.net, spiegel.de.
  5. Rezension (April 2014), französisch