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Angelo Barrile

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Angelo Barrile (2019)

Angelo Barrile (* 22. August 1976 in Winterthur; heimatberechtigt in Pfungen) ist ein Schweizer Politiker (SP). Er war von 2015 bis 2023 Nationalrat.

Seine Eltern sind Anfang der 1970er Jahre als Arbeiterfamilie aus Sizilien in die Schweiz eingewandert. Angelo Barrile wurde 1976 in Winterthur als erstes Kind von zwei geboren. Aufgewachsen ist er in Pfungen und besuchte dort von 1981 bis 1989 den Kindergarten und die Primarschule. Von 1989 bis 1996 besuchte er die Kantonsschule Rychenberg in Winterthur und schloss mit einer Matura Typus D ab. Von 1996 bis 2002 studierte er Medizin an der Universität Zürich. Er lebt heute in Zürich und ist mit seinem langjährigen Lebenspartner in einer eingetragenen Partnerschaft.[1] Er ist schweizerisch-italienischer Doppelbürger.[2] In einem längeren Interview berichtete er über seine Nahtoderfahrung.[3]

Im Jahr 2003 war er Assistenzarzt in der chirurgischen Klinik im Kreisspital für das Freiamt Muri AG. 2004 bis 2005 war er Assistenzarzt in der medizinischen Klinik im Spital Bülach. 2006 bis 2009 Assistenzarzt in der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich und von 2009 bis 2012 Assistenzarzt im Psychiatrisch-Psychologischen Dienst der Stadt Zürich. Seit 2012 ist er Arzt für allgemeine Innere Medizin in einer Gruppenpraxis in Zürich.[4] Barrile war Vizepräsident des Verbands Schweizerischer Assistenz- und Oberärztinnen und -ärzte (VSAO)[5] sowie Präsident der Sexuellen Gesundheit Zürich (SeGZ).[6]

1998 trat er der Sozialdemokratischen Partei bei. Im August 2010 rutschte er in den Kantonsrat Zürich nach. Er vertrat die SP-Fraktion in der Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK) bis 2011 und wurde anschliessend Mitglied der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (KSSG).[7] Ende 2015 trat er zurück.

Bei den Schweizer Parlamentswahlen 2015 wurde er in den Nationalrat gewählt. Bei den Parlamentswahlen 2019 schaffte Barrile die Wiederwahl als Nationalrat.[8] Er war während seiner ganzen Amtszeit Mitglied der Staatspolitischen Kommission und zudem von 2019 bis 2023 der Geschäftsprüfungskommission. Zu den Parlamentswahlen 2023 trat er nach überstandener Krebserkrankung[9] nicht mehr an.[10] Der Nationalratspräsident würdigte in seiner Verabschiedung der aus dem Rat ausscheidenden Mitglieder das Engagement von Barrile: «Als praktizierender Hausarzt liegt ihm ein soziales Gesundheitswesen am Herzen. Weitere Schwerpunkte seiner politischen Arbeit liegen in der Migrationspolitik, den Bürgerrechten und einer toleranten, nicht diskriminierenden Gesellschaft. Besonders hervorheben möchte ich seinen bemerkenswerten Einsatz für gleichgeschlechtliche Partnerschaften.»[11]

Barrile wurde mit dem Fischhof-Preis 2024 ausgezeichnet «für seinen unermüdlichen Kampf um Gleichheit und Inklusion in der Gesellschaft».[12]

Commons: Angelo Barrile – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. Über mich. Website von Angelo Barrile, abgerufen am 18. Oktober 2015.
  2. Othmar von Matt: Jeder 13. Parlamentarier ist Doppelbürger. In: Schweiz am Wochenende. 29. Juli 2018.
  3. Thanatos TV: Nach dem Tod kommt etwas Wunderbares auf YouTube.
  4. Beruf. Website von Angelo Barrile, abgerufen am 18. Oktober 2015.
  5. Geschäftsausschuss. Website des VSAO, abgerufen am 13. Juli 2017.
  6. Vorstand. Website der Sexuellen Gesundheit Zürich (SeGZ).
  7. Angelo Barrile (Memento vom 10. April 2017 im Internet Archive) auf der Website des Kantonrats Zürich, abgerufen am 18. Oktober 2015.
  8. Daniel Fritzsche, Fabian Baumgartner, Michael von Ledebur, Lena Schenkel, Rebekka Haefeli, André Müller: SVP-Kampftwitterer, grüne Klimademonstrantin und FDP-Posterboy: Das sind die Auf- und Absteiger der Zürcher Nationalratswahlen. In: Neue Zürcher Zeitung. 20. Oktober 2019, abgerufen am 14. Januar 2020.
  9. Simon Hehli, Interviewführer: «Es war Advent, und ich wusste nicht, ob ich Ostern noch erleben würde» Angelo Barrile war als Hausarzt einer der glaubwürdigsten Gesundheitspolitiker des Landes. Dann erkrankte er an Krebs. Im Gespräch mit Simon Hehli sagt der Mediziner, dass er seine teure Behandlung nicht selber hätte bezahlen können In: Neue Zürcher Zeitung vom 14. April 2025, Seite 9 (online)
  10. Rücktritte 2023. Website der Bundesversammlung.
  11. Abschluss der 51. Legislatur. In: Amtliches Bulletin der Bundesversammlung. 29. September 2023, abgerufen am 28. Oktober 2025.
  12. Die diesjährigen Preisträger:innen: In: Gesellschaft Minderheiten in der Schweiz, abgerufen am 20. April 2026.