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Andreas Deja

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Andreas Deja an der Lipscomb University anlässlich der Animation Y'all (2026).
Andreas Deja an der Lipscomb University anlässlich der Animation Y'all (2026).

Andreas Deja (* 1. April 1957 in Danzig) ist ein deutsch-US-amerikanischer Trickfilmzeichner polnischer Herkunft. Heute lebt Deja in Los Angeles.

Leben und Karriere

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Der 1957 in Danzig geborene Deja wuchs ab 1958 in Dinslaken auf, wo er das Theodor-Heuss-Gymnasium besuchte und der Künstler und Kunsterzieher Alfred Grimm sein Lehrer war.[1] Bereits im Alter von 11 Jahren schrieb Deja, fasziniert von Disney's damals herausgebrachten Film Das Dschungelbuch,[2] an die Walt Disney Company und erhielt Hinweise zur Ausbildung zum Trickfilmzeichner als Antwort.[3] In Folge brachte er sich viele Fähigkeiten selbst bei, unter anderem durch das Zeichnen von Tieren im Zoo Duisburg.[4] Nach dem Abschluss seines Grafikstudiums an der Folkwang Hochschule in Essen bewarb er sich 15 Jahre später erneut, wurde zu einem Probezeichnen eingeladen und arbeitet seitdem für die Disney Studios.

Zu seinen Arbeiten für die Walt Disney Productions zählen seine Beiträge zu den Filmen Taran und der Zauberkessel (1985), Basil, der große Mäusedetektiv (1986), Arielle, die Meerjungfrau (1989) und Der Prinz und der Bettelknabe (1990). 1988 zeichnete er verschiedene Trick-Sequenzen für den Film Falsches Spiel mit Roger Rabbit. Chefzeichner war er unter anderem für die Filme Die Schöne und das Biest (1991), Aladdin (1992), Der König der Löwen (1994), Hercules (1997) und Lilo & Stitch (2002). 2023 wurde sein Kurzfilm Mushka veröffentlicht, den er als Regisseur, Autor und Zeichner entwickelte.[5][6]

Im Dezember 2024 war Deja einer der Kandidaten in der XXL-Ausgabe der NDR-Ratesendung Kaum zu glauben![7] Im Oktober 2025 wurde über seinem Gastvortrag an der Hochschule Flensburg im Schleswig-Holstein Magazin berichtet.[8] Im gleichen Monat trat er zudem als Gast in der NDR Talk Show auf.[9]

Seit 1987 ist Deja Mitglied der Academy of Motion Picture Arts and Sciences und damit Jurymitglied bei der Verleihung der Oscars.[10]

Deja ist offen homosexuell.[11] Seine sexuelle Orientierung wurde bisweilen in Bezug auf die Entwicklung einiger Disney-Figuren diskutiert (vgl. Queer-Coding).[12]

Filme (Auswahl)

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2006 wurde er mit dem Winsor McCay Award der Annie Awards für herausragende Verdienste um die Kunst der Animation ausgezeichnet.[13] Auf der D23 Expo 2015 wurde er als Disney Legend geehrt.[14]

Commons: Andreas Deja – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. ↑ Bettina Schack: Deja - eine Disney-Legende aus Dinslaken, Rheinische Post, 6. April 2021, zitiert auf der Seite des Heimatvereins Dinslaken.
  2. ↑ Jory Aranda: Diese Disney-Bösewichte haben geheime Wurzeln in Duisburg. 28. Oktober 2025, abgerufen am 29. Oktober 2025.
  3. ↑ Ralf Schreiner: "Traumziel Hollywood", Rheinische Post, 16. Juli 2009.
  4. ↑ Jory Aranda: Diese Disney-Bösewichte haben geheime Wurzeln in Duisburg. 28. Oktober 2025, abgerufen am 29. Oktober 2025.
  5. ↑ Andreas Deja: Mushka. In: Comicfestival München 2027. Abgerufen am 15. Juni 2026.
  6. ↑ Marie Brüggemann: 22 Fragen an Andreas Deja. In: DFF.FILM. 20. August 2020, abgerufen am 15. Juni 2026 (deutsch).
  7. ↑ imfernsehen GmbH & Co KG: Kaum zu glauben! Staffel 11, Folge 19: Kaum zu glauben! XXL (33). 7. Dezember 2024, abgerufen am 15. Juni 2026.
  8. ↑ ndr.de: Disneylegende Andreas Deja zu Gast an der Hochschule Flensburg. Abgerufen am 15. Juni 2026.
  9. ↑ ndr.de: NDR Talk Show: Die Gäste am 24. Oktober. Abgerufen am 15. Juni 2026.
  10. ↑ Vortrag: „My 30 Years at Disney“ mit Andreas Deja | Hochschule Flensburg. Abgerufen am 15. Juni 2026.
  11. ↑ Seymour, Craig „Yep, Theyr’e Gay“ (Memento vom 10. November 2011 im Internet Archive) (6. Oktober 2000)
  12. ↑ Gail Dines, Jean McMahon Humez: Gender, Race, and Class in Media. A Text-reader, S. 209. Sage Publications, August 2002, ISBN 978-0-7619-2261-2, Peter Schweizer: The Mouse Betrayed. S. 148. Regnery Publishing, September 1998, ISBN 0-89526-387-4, Tom Provenzano: The Lion in Summer. In: The Advocate. 28. Juni 1994, S. 66 (englisch). oder Daniela Elser: „Gay families in Disney movies only a matter of time, says Lion King animator Andreas Deja“ (4. März, 2011)
  13. ↑ 53rd Annual Annie Awards. Abgerufen am 15. Juni 2026 (englisch).
  14. ↑ Instagram, Email, Bluesky: Animator Andreas Deja breathes life into Disney characters and more. 13. August 2015, abgerufen am 15. Juni 2026 (amerikanisches Englisch).