Amy Nicholson

Amy Nicholson ist eine US-amerikanische Filmkritikerin und Autorin. Sie schreibt hauptsächlich für die Los Angeles Times. Ihre Kritiken erschienen außerdem bei LA Weekly, The New York Times, Variety und in der Washington Post. 2025 war sie Mitglied der Internationalen Jury der Berlinale. Sie war und ist außerdem verantwortlich für Podcasts wie Unspooled.
Leben und Werk
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Jugend und Ausbildung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nicholson stammt aus San Antonio, Texas. Bereits als Kind schaute sie gern alte Filme im Fernsehen und ging oft ins Kino. Vor allem Kevin – Allein zu Haus und Filme mit Leonardo diCaprio hatten es der Heranwachsenden angetan.[1] Sie studierte bis 2002 Psychologie, Film und Anthropologie an der University of Oklahoma[2] und belegte bis 2008 das Fach „Professional Writing in Nonfiction“ an der University of Southern California.[3] In Los Angeles machte sie ein Praktikum im Bereich Film bei der LA Weekly, die damals noch die größte wöchentlich erscheinende Stadtzeitung in Los Angeles war, und schrieb neun Jahre lang freiberuflich Kritiken für das Blatt.[4]
Filmkritik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nach ihrem Studium, bis 2013 war Nicholson Chefredakteurin des Boxoffice Magazine. Sie führte Boxoffice Weekly ein, ein E-Magazin für das iPad und Boxoffice Magazine, eine kostenlose Publikation, die in Kinos auslag. Daneben schrieb sie für Medien wie die Los Angeles Times und IndieWire und war 2006 bis 2010 Redakteurin für den Bereich Film beim Inland Empire Weekly.[4]
2013 wurde Nicholson hauptberufliche Filmkritikerin von LA Weekly, wobei ihre Kritiken auch in den anderen Publikationen der Voice Media Group erschienen.[5] Über ihren Ansatz als Filmkritikerin gab sie 2014 zu Protokoll: „Ich beurteile einen Film danach, was ursprünglich mit ihm erreicht werden sollte.“ Ihr Herz gehöre den ambitionierten Fehlschlägen, so sei ihr Lieblingsfilm Tanz in den Wolken, der in den Kinos gefloppt sei.[2]
2015 gewann Nicholson den Preis als beste Kritikerin und den Preis für den besten Online-Kommentar bei den National Arts and Entertainment Awards des Presseclubs von Los Angeles. Sie wurde für ihre Arbeiten in diesem Jahr ausgezeichnet, darunter der Essay „Why Renee Zellweger's Face Matters“. In dem Text nahm sie die schönheitschirurgischen Eingriffe, denen die Schauspielerin sich unterzogen hatte, zum Anlass, sich mit Hollywoods Schönheits- und Jugenddiktat zu beschäftigen.[6]
2016 verließ Nicholson LA Weekly and wurde leitende Filmkritikerin bei MTV News.[7] Nach diesem Engagement schrieb sie Filmkritiken für Variety, The Guardian, und die Washington Post.[8] Seit 2024 ist Nicholson die leitende Filmkritikerin der Los Angeles Times.[9]
Amy Nicholson gehörte verschiedenen FIPRESCI-Jurys an und war Jurymitglied beim Sundance-Festival.[9] 2025 war sie Mitglied der Internationalen Jury der 75. Berlinale.[10] Sie gehört der Los Angeles Film Critics Association an.[11]
2014 veröffentlichte sie eine Biografie über Tom Cruise, die in der Reihe „Cahiers du Cinéma’s Anatomy of an Actor“ erschien.[12]
Podcast
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nicholson war und ist Host verschiedener Podcasts wie Unspooled, The Canon, and Hollywood Unmasked.[13]
Veröffentlichungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Tom Cruise: Anatomy of an Actor. Phaidon, London 2014, ISBN 978-0-714-86801-1
- Why Renée Zellweger's Face Matters, LA Weekly vom 21. Oktober 2014
- Amy Nicholson on The Decline of Western Civilization I & II in Alicia Malone (Hg.): The Female Gaze: Essential Movies Made By Women, S. 88–89, Mango, Miami 2018, ISBN 978-1-63353-837-5
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Deborah Martin: Film critic Amy Nicholson talks about the classics on her podcast 'Unspooled' with Paul Scheer. In: San Antonio Express-News. 13. Mai 2020, abgerufen am 14. Februar 2026 (englisch).
- ↑ a b Megan Deaton: Exploring the mind of a film critic. In: OU daily. 16. Januar 2014, archiviert vom ; abgerufen am 13. Februar 2026 (englisch).
- ↑ Amy Nicholson. In: The Los Angeles Film Critics Association. Archiviert vom ; abgerufen am 13. Februar 2026 (englisch).
- ↑ a b Voice Media Group: Voice Media Group Hires Amy Nicholson As Los Angeles-Based Film Critic. In: Voice Media Group. Archiviert vom ; abgerufen am 13. Februar 2026 (englisch).
- ↑ Steve Greene: Amy Nicholson Hired as Full-Time Film Critic at LA Weekly. In: IndieWire. 2. Juli 2013, archiviert vom ; abgerufen am 14. Februar 2026 (englisch).
- ↑ Jill Stewart: LA Weekly Film Critic Amy Nicholson Wins Best Critic at the National Arts and Entertainment Awards - LA Weekly. In: LA Weekly. 7. Dezember 2015, archiviert vom ; abgerufen am 14. Februar 2026 (amerikanisches Englisch).
- ↑ Jacob Bryant: MTV News Adds Amy Nicholson, Molly Lambert and Mark Lisanti. In: Variety. 12. Januar 2016, abgerufen am 14. Februar 2026 (englisch).
- ↑ Amy Nicholson: Amy Nicholson on The Decline of Western Civilization I & II (1981 & 1988). In: Malone, Alicia (Hrsg.): The Female Gaze. Turner, ISBN 978-1-63353-837-5, S. 88–89.
- ↑ a b L.A. Times names Amy Nicholson as film critic. In: Los Angeles Times. 21. November 2024, archiviert vom ; abgerufen am 14. Februar 2026 (amerikanisches Englisch).
- ↑ 30.01.2025 Berlinale 2025: Internationale Jury. Abgerufen am 13. Februar 2026.
- ↑ Amy Nicholson. In: Los Angeles Film Critics Association. Abgerufen am 13. Februar 2026.
- ↑ Chuck Bowen: Review: Amy Nicholson’s Tom Cruise: Anatomy of an Actor. In: Slant Magazine. 10. Juli 2014, abgerufen am 14. Februar 2026 (englisch).
- ↑ Telling The Full Story: Amy Nicholson On ZOOM. In: Focus Features. Abgerufen am 14. Februar 2026 (englisch).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Nicholson, Amy |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanische Filmjournalistin und Autorin |
| GEBURTSDATUM | 20. Jahrhundert |