Der Amdigra entsteht durch die Vereinigung der Trockentäler Edip und Tafararat[2] am Fuß des 1106m hohen Taghouaji-Massivs. Von dort aus verläuft er grob Richtung Süden[3] durch die Gemeinden Dabaga und Tchirozérine. Am Ursprung des Amdigra liegt das Dorf Tikilkal. Weitere Siedlungen in seinem Verlauf sind talabwärts Tassamakat, Tamilt, Manday, Tanout, Innousli und Marradi.[4] Zuletzt quert die 1207 Kilometer lange Nationalstraße 21 zwischen Agadez und Toummou das Trockental.[5] Es mündet schließlich rechtsseitig in das Trockental Torouf.
Der Amdigra weist einen vollständig kristallinen Untergrund auf. Er wird von mächtigen vulkanischen Strömen gesäumt.[6] Sein Einzugsgebiet erstreckt sich über eine Fläche von etwa 780km².[1]
Bei mehreren Siedlungen am Trockental wird Bewässerungslandwirtschaft betrieben.[7] Mitte der 1980er Jahre war der Amdigra eines der am stärksten von Dürre betroffenen Täler des Aïr. Geschätzt 55 Prozent der Dattelpalmen-Zonen im Tal wurden aufgegeben.[2]
12C. Lenormand:Mission de reconnaissance des palmeraies du nord Niger. Project F.E.D. Vallées de l’Aïr – N° 51300 33.40.34. Compte rendu de la Phase I – Massif de l’Aïr (période du 16 Février au 30 Mars). Institut National de Recherches Agronomiques du Niger, Niamey 1986, S.46 (agritrop.cirad.fr[PDF; abgerufen am 26.Oktober 2026]).
↑Répertoire National des Localités (ReNaLoc).(RAR)Institut National de la Statistique, République du Niger,Juli 2014,S.21 und 26–28,archiviertvomOriginalam24.September 2015;abgerufen am 15.August 2026(französisch).
↑Kaigama Kiari Noudjia, Abdoulaye Oumarou, Chétima Assane:Etude du cadre juridique et institutionnel relatif aux unités de gestion des eaux (UGE). Rapport final. Cabinet du Premier Ministre / Ministère de l’Hydraulique, de l’Environnement et de la Lutte contre la Désertification, République du Niger, Juni 2002, S.100 (web.archive.org[PDF; abgerufen am 26.Oktober 2026]).