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Amajari

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Município de Amajari
Amajari

Landschaft
Amajari (Brasilien)
Amajari (Brasilien)
Amajari
Koordinaten  40′ N, 61° 22′ WKoordinaten:  40′ N, 61° 22′ W
Lage des Munizips im Bundesstaat Roraima
Symbole
Wappen
Flagge
Gründung 1995 (Munizip)[1]Vorlage:Infobox Ort in Brasilien/Wartung
Basisdaten
Staat Brasilien
Bundesstaat Roraima
Região intermediária Boa Vista (seit 2017)
Região imediata Pacaraima (seit 2017)
Höhe 100 m
Klima tropisches Hochland- und Regenwaldklima
Fläche 28.370,6 km²
Einwohner 16.112 (2025[2])
Dichte 0,6 Ew./km²
Zeitzone UTC−4
Website www.amajari.rr.gov.br (brasilianisches Portugiesisch)
Wirtschaft
BIP 329.099 Tsd. R$
23.630 R$ pro Kopf
(2023)
HDI 0,484 (2010)

Amajari ist eine brasilianische Gemeinde im Bundesstaat Roraima im Norden des Landes. Sie liegt im äußersten Norden des Bundesstaates an der Grenze zu Venezuela und zählt zu den am dünnsten besiedelten Regionen Brasiliens. Die Einwohnerzahl wurde vom Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE) im Jahr 2025 auf etwa 16.000 geschätzt,[3] von denen die Mehrheit der indigenen Bevölkerung Brasiliens angehört.

Geografie und Klima

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Amajari umfasst ein sehr großes, überwiegend naturbelassenes Gebiet im Norden Roraimas und gehört zum Guayana-Schild. Die Landschaft ist geprägt durch Hochlandplateaus (Serra de Pacaraima), isolierte Tafelberge (Tepuis) und ausgedehnte Savannen- und Waldgebiete. Besonders markant ist die Nähe zum Monte Roraima, einem der bekanntesten Tafelberge der Region, der sich im Dreiländereck Brasilien–Venezuela–Guyana erhebt. Die Region weist eine hohe ökologische Vielfalt auf und ist bis heute stark durch indigene Territorien geprägt, die einen großen Teil der Fläche einnehmen.

Das Klima variiert je nach Höhenlage, ist jedoch überwiegend tropisch mit ganzjährig warmen Temperaturen. In tiefer gelegenen Gebieten herrscht Regenwaldklima, während in höheren Lagen kühlere Temperaturen auftreten. Die Niederschläge konzentrieren sich vor allem auf die Monate zwischen April und Juli, während die übrige Zeit trockener ist. Die Temperatur liegt meist zwischen 25 und 35 Grad.[4]

Die Region des heutigen Amajari war über Jahrhunderte hinweg von indigenen Bevölkerungsgruppen bewohnt und blieb lange weitgehend isoliert von kolonialen und staatlichen Strukturen. Erst im 20. Jahrhundert begann eine langsamere Integration in die administrative Struktur Brasiliens, insbesondere durch Grenzsicherung, Missionstätigkeit und vereinzelte Siedlungsprojekte. Die abgelegene Lage und die schwierige Erreichbarkeit führten jedoch dazu, dass die Region nur begrenzt erschlossen wurde.

Der Hauptort geht auf die 1975 gegründete Siedlung Vila Brasil zurück. 1995 wurde Amajari im Zuge einer Verwaltungsreform im Bundesstaat Roraima als eigenständige Gemeinde gegründet.[5]

Die Einwohnerzahl wurde 2025 auf etwa 16.000 Personen geschätzt, mit steigender Tendent aufgrund von hohem natürlichen Wachstum.[3] Knapp 70 Prozent der Bevölkerung gehört indigenen Gemeinschaften an, die über das gesamte Gemeindegebiet verteilt leben. Eine ländliche Lebensweise ist vorherrschend und 2022 lag die Alphabetisierung noch unter der Marke von 70 Prozent.[6]

Jahr Einwohner
1991 4.029
2000 5.294
2010 9.327
2022 13.927
Volkszählungen

Die Wirtschaft von Amajari ist schwach diversifiziert und stark von traditionellen Lebensweisen geprägt. In vielen Teilen der Gemeinde dominiert Subsistenzwirtschaft, insbesondere innerhalb indigener Gemeinschaften. Landwirtschaftliche Aktivitäten (Mais, Maniok, Bananen, Zuckerrohr und Reis) konzentrieren sich auf kleinräumigen Anbau für den Eigenbedarf, während formelle wirtschaftliche Strukturen nur begrenzt vorhanden sind. Handel und Dienstleistungen sind informell geprägt. Eine bedeutende Rolle spielen staatliche Transfer- und Hilfsleistungen. Der Index der menschlichen Entwicklung gehört zu den niedrigsten landesweit.

Aufgrund der landschaftlichen Besonderheiten bestehen Potenziale für nachhaltigen Tourismus, etwa im Zusammenhang mit dem Monte Roraima, den Naturgebieten und Wasserfällen, jedoch ist die touristische Infrastruktur bislang nur begrenzt entwickelt.

Amajari gehört zum römisch-katholischen Bistum Roraima.

Commons: Amajari – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Amajari – Histórico. In: IBGE. Abgerufen am 29. April 2026 (brasilianisches Portugiesisch).
  2. Amajari – Panorama. IBGE, abgerufen am 29. April 2026 (brasilianisches Portugiesisch).
  3. 1 2 Amajari – Panorama. In: IBGE. Abgerufen am 29. April 2026 (brasilianisches Portugiesisch).
  4. Amajari, Roraima Weather, Climate & Lifestyle | Climate Seeker. Abgerufen am 29. April 2026 (englisch).
  5. Amajari – Histórico. In: IBGE. Abgerufen am 29. April 2026.
  6. City Population: Amajari. Abgerufen am 29. April 2026.