Mit einer Dominanz von 2450m und einer Prominenz von etwas mehr als 136m über dem zum Kleinen Feldberg (825,2m) überleitenden Sattel am Fuchstanz (662m) zählt der Altkönig zu den bedeutendsten Taunusgipfeln. Zusammen mit dem Großen Feldberg (881,5m) und dem Kleinen Feldberg bildet er den Höhenschwerpunkt des Hochtaunus (Feldberg-Taunuskamm), er liegt jedoch, anders als der Feldberg, nicht auf dem Taunushauptkamm, sondern ist südlich parallel diesem vorgelagert.
Urkundlich sind wechselnde Bezeichnungen des Berges überliefert. 1496 wird er als „ald kune“, 1511 als „alten kune“, 1586 als „altkünn“ und „alt kin“, 1780 als „Altkün“ und „Altküng“ bezeichnet. Helmut Bode führt den Namen auf das keltische „alkin“ (Höhe) zurück. Erasmus Alberus verwendete 1534 in seiner Dichtung die Bezeichnung Altköng und nannte ihn den Sitz des deutschen Königs.[3][4] In Oberursel steht seit 2004 im ehemaligen Camp King die Skulptur Der Altkönig von Inga Dilcher-Hassenstein (*1908 in Usingen), die das Motiv eines sagenhaften alten Königs künstlerisch aufgreift.
Der Altkönig erhebt sich im Naturpark Taunus und gehört zum Stadtgebiet von Kronberg im Taunus. Sein Gipfel liegt etwa 2,3km nördlich von Falkenstein, einem nordöstlichen Stadtteil von Königstein im Taunus, und 7km westnordwestlich der Kernstadt von Oberursel. Auf dem Nordostsporn (634m) des bewaldeten Berges liegt die Weiße Mauer, sein Südostsporn heißt Hünerberg (375m), der Südsüdostsporn ist der Bürgel (446,4m) und der Südsporn der Döngesberg (689m).
Der Altkönig gehört in der naturräumlichen Haupteinheitengruppe Taunus (Nr.30) und in der Haupteinheit Hoher Taunus (301) zur Untereinheit Feldberg-Taunuskamm (301.3). Seine Landschaft fällt in Richtung Süden und Südosten in die Naturräume Königsteiner Taunusfuß (300.20) und Kronberger Taunusfuß (300.21) ab, die in der Haupteinheit Vortaunus (300) zur Untereinheit Altkönig Vorstufe (300.2) zählen.[5]
Nördlich vorbei am Altkönig fließt der Maßborn (Massborn) als einer von mehreren Quellbächen des auf dem unteren Teil seiner Nordflanke entspringenden und dann östlich vom Berg fließenden Urselbachs. Auf der Westflanke entspringt der Treisbornbach als Zufluss des nach Süden verlaufenden Reichenbachs.
Auf dem Altkönig liegt das NaturschutzgebietAltkönig (CDDA-Nr.81275; 1944 ausgewiesen; 2,0555km² groß) und auf seiner Gipfelregion das Fauna-Flora-Habitat-Gebiet Altkönig (FFH-Nr.5716-305; 75,11ha).[1]
In der La-Tène-Zeit, etwa um 400v.Chr., besiedelten Kelten den Altkönig. Aus der Zeit stammen die zwei Ring- und Annexwälle des auf dem Gipfelplateau befindlichen Ringwalls Altkönig.[6] Sie sind ungefähr 980m und 1390m lang und noch heute gut erkennbar. Über Zeitpunkt und Gründe für die Aufgabe der Bergbesiedlung gibt es bisher keine gesicherten Erkenntnisse. Um das Jahr 1900 war das Gipfelplateau noch baumfrei, denn zeitgenössische Quellen berichten, dass man bei guter Sicht die weißen Ringwälle am Altkönig aus dem 18km südöstlich gelegenen Frankfurt mit bloßem Auge sehen konnte.
Auf dem leicht bewaldeten Gipfelplateau des Altkönigs befindet sich ein trigonometrischer Punkt. Bei guten Sichtbedingungen fällt der Blick zwischen Bäumen hindurch unter anderem in die Oberrheinische Tiefebene und nach Frankfurt am Main. Ferner laden Tische mit Bänken zur Rast ein. Eine 2014 errichtete kleine Schutzhütte aus Holz wurde wegen fehlender bau- bzw. naturschutzrechtlicher Genehmigung 2015 abgebaut.[7]
Am 12. Juni 2023 brach im Gipfelbereich des Altkönig einer der bislang größten Waldbrände im Hochtaunus aus.[8][9][10][11]
Beim Unfall eines Flugzeugs am 22. Januar 1971 auf dem Altkönig kamen sechs Personen ums Leben, die zuvor eine Baustelle der Stadtbahn in Frankfurt besichtigt hatten. Das Kleinflugzeug zerschellte etwa 150 Höhenmeter unterhalb und rund 820 m südsüdöstlich des Berggipfels. An der Unfallstelle beim östlich des Sporns Döngesberg gelegenen 300-Meter-Weg steht ein Gedenkstein.
Auf den Altkönig führen keine Straßen. Daher wird er im Vergleich zum Großen Feldberg deutlich weniger frequentiert.
Aus allen Himmelsrichtungen verlaufen Wanderwege zum Gipfel, wobei die kürzeste Distanz zu einer größeren Straße, der nördlich verlaufenden Landesstraße3004 (Schmitten–Sandplacken–Oberursel), etwa 1,5km Luftlinie beträgt.[12] Etwa gleich weit entfernt befinden sich im Süden Wohngebietsstraßen von Falkenstein.
Über den Berg führt der Europäische FernwanderwegE1. Nordwestlich, in Richtung Kleiner Feldberg liegt unweit auf seiner Flanke der Gebirgspass Fuchstanz mit seinen beiden Ausflugslokalen.