Altharen
Altharen Stadt Haren (Ems) | ||
|---|---|---|
| Koordinaten: | 52° 47′ N, 7° 14′ O | |
| Fläche: | 45,41 km²[1] | |
| Eingemeindung: | 1. Oktober 1956 | |
| Postleitzahl: | 49733 | |
| Vorwahl: | 05932 | |
Lage von Altharen in Niedersachsen | ||
Altharen war bis 1956 eine Gemeinde im damaligen Landkreis Meppen. Ihr Gebiet gehört heute zur Stadt Haren (Ems) im Landkreis Emsland in Niedersachsen.




Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das alte, heute vollkommen überbaute Dorf Altharen lag rund um die heutige Einmündung der Adenauerstraße in die Wesuwer Straße; auch die dortige Straße Altharener Patt weist darauf hin. Das Dorf war der Kern der ausgedehnten Landgemeinde Altharen, zu der neben der westlichen Innenstadt der heutigen Stadt Haren die folgenden Ortsteile und Wohnplätze gehörten:[2]
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Die Grenze zwischen Altharen und dem östlich angrenzenden Haren verlief im Innenstadtbereich ungefähr entlang des Haren-Rütenbrock-Kanals.[3]
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Bauerschaft Altharen gehörte vor den Napoleonischen Kriegen zum Kirchspiel Wesuwe im Amt Meppen des Niederstifts Münster.[4] Von 1803 bis 1810 gehörte der Ort zum Herzogtum Arenberg-Meppen. Von 1811 bis 1813 gehörte Altharen zu Frankreich und dort zum Kanton Wesuwe im Département Lippe.[5] 1814 fiel der Ort an das Königreich Hannover und gehörte dort wieder zum Amt Meppen. 1867 fiel die Gemeinde Altharen mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und gehörte dort seit 1885 zum Landkreis Meppen. Am 1. April 1912 wurde die Moorkolonie Fehndorf als eigene Gemeinde von Altharen abgetrennt.[6]
Am 1. Oktober 1956 wurde Altharen nach Haren eingemeindet.[7]
Einwohnerentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Jahr | Einwohner | Quelle |
|---|---|---|
| 1845 | 1018 | [8] |
| 1871 | 1169 | [9] |
| 1885 | 1178 | [10] |
| 1895 | 1280 | [11] |
| 1905 | 1472 | [2] |
| 1925 | 1778 | [12] |
| 1939 | 2130 | [12] |
| 1950 | 2644 | [1] |
| 1955 | 2759 | [1] |
Baudenkmale
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die folgenden Gebäudegruppen und Einzelbauten stehen im ehemaligen Gemeindegebiet von Altharen unter Denkmalschutz:
- Der Hof Schulte in Altharen
- Das Gefallenendenkmal an der Georgstraße in Altharen
- Das Wohnhaus Bockholt 2
- Das Schloss Dankern
- Die Kanalbrücke Zeppelinstraße bei Dankern
- Das Gut Düneburg
- Die Gulfscheune Eichenallee 41 in Erika
- Die Kanalbrücke Hollandstraße in Erika
- Die Schleusenanlage und die Klappbrücke an der Süd-Nord-Straße bei Husberg
- Die Mersmühle mitsamt ihren Nebengebäuden
- Die Gulfscheune Ostereschweg 38 in Osteresch
Vereine
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Schützenverein Altharen betreibt Schießsport und widmet sich der Pflege des lokalen Brauchtums.[13]
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Haren-Rütenbrock-Kanal, die Bundesautobahn 31 und die von Haren Richtung Niederlande führende Bundesstraße 408 durchqueren das ehemalige Gemeindegebiet. Die A 31 und die B 408 sind durch die Anschlussstelle Haren verknüpft.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 Regionales Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys (mit historischen Bevölkerungszahlen)
- 1 2 Volkszählung 1905
- ↑ Karte vom Kreis Meppen mit Gemeindegrenzen aus dem Jahr 1906
- ↑ Anton Friedrich Büsching: Lagerbuch des Bistums Münster 1769. In: Magazin für die neue Historie und Geographie. Band 20. Johann Jacob Curts Witwe, Halle (Saale) 1786 (google.de).
- ↑ gov.genealogy.net Kanton Wesuwe
- ↑ Chronik der Kirchengemeinde St. Gerhard Majella - Fehndorf
- ↑ Statistisches Bundesamt: Gebietsänderungen 1956
- ↑ Friedrich W. Harseim, C. Schlüter (Hrsg.): Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover. Schlüter, Hannover 1848, S. 126 (google.de).
- ↑ Volkszählung 1871
- ↑ Volkszählung 1885
- ↑ Volkszählung 1895
- 1 2 Michael Rademacher: Meppen. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
- ↑ Homepage des Schützenvereins Altharen
