Altenschönbach
Altenschönbach Stadt Prichsenstadt | |
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| Koordinaten: | 49° 49′ N, 10° 24′ O |
| Höhe: | 285 m ü. NHN |
| Fläche: | 5,62 km²[1] |
| Einwohner: | 375 (1. Jan. 2015)[2] |
| Bevölkerungsdichte: | 67 Einwohner/km² |
| Eingemeindung: | 1. Juli 1972 |
| Postleitzahl: | 97357 |
| Vorwahl: | 09383 |
Lage von Altenschönbach (fett) im Prichsenstädter Gemeindegebiet | |
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Die folgenden Verwaltungseinheiten waren der Gemeinde Altenschönbach übergeordnet.
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Gerichtlich unterstand Altenschönbach folgenden Instanzen.
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Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Baudenkmäler
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Sehenswert ist die evangelische Pfarrkirche der Gemeinde. Das Langhaus wurde im Jahr 1496 auf einem nahezu quadratischen Grundriss errichtet. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts baute man die Emporen ein, aus der gleichen Zeit stammt die bemalte Holzdecke. Der Altar stammt aus dem Jahr 1750, viele Epitaphe und Grabmäler weisen auf die verschiedenen Dorfherren hin.
Das Schloss ging aus einer Burg hervor, von der nur noch der Burghügel erhalten ist. Das Schloss wurde im Jahr 1525 größtenteils zerstört, Teile der Ringmauer, Turmreste und ein dreigeschossiger Bergfried sind noch erhalten. 1843 wurde der Schlosssee trockengelegt; 1848 entstand ein Nachfolgebau. Ein Großbauernhof am ehemaligen Schlossbering und die alte Synagoge aus dem 18. Jahrhundert sind ebenfalls Altenschönbacher Sehenswürdigkeiten.
Sage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ein Bauer aus Altenschönbach holte sich für seinen Hausbau Steine von der Klosterruine im nahen Ilmbach. Ein besonders schönes Stück hatte er als Eckstein für sein Häuschen vorgesehen. Die Handwerker schafften den Stein in tagelanger Arbeit von der Ruine ins Dorf und konnten schließlich das Haus vollenden. Als der Bauer am ersten Morgen in seinem neuen Heim erwachte, fand er den Eckstein ausgebrochen neben der Mauer vor und machte hierfür die Handwerker verantwortlich.
Diese setzten den Stein wiederum in die Mauer ein und mörtelten mit schwarzem Kalk. Dennoch lag der Stein am nächsten Morgen wieder neben der Mauer. Da wurde der Bauer wütend und wollte den Stein mit einem Hammer entzweischlagen. Der Hammer wandte sich aber gegen den Bauern und schlug ihn zum Krüppel. Der Stein blieb lange Jahre im Hof der Familie liegen, bis schließlich der Sohn des Bauern einen Gedenkstein an das Kloster Ilmbach errichten ließ. Er mutmaßte, dass der Stein den Altar von Ilmbach getragen hatte.[9]
Bildung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Altenschönbach liegt heute im Sprengel der Grundschule im Hauptort Prichsenstadt. Ab der 5. Klasse besuchen die Kinder die Nikolaus-Fey-Mittelschule in Wiesentheid. Weiterführende Schulen können mit der Mädchenrealschule in Volkach und mit der Realschule in Dettelbach besucht werden. Gymnasien gibt es in Münsterschwarzach (Egbert-Gymnasium), Volkach-Gaibach (Franken-Landschulheim Schloss Gaibach), Wiesentheid (Steigerwald-Landschulheim) und Kitzingen (Armin-Knab-Gymnasium).
Söhne und Töchter des Ortes
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Heinrich Ludwig von der Pfordten (1782–1828), Landrichter in Ried, Burgebrach und Cadolzburg[10]
- Wilhelm Lamprecht (1838–1922), Maler
- Georg Sauer (1926–2012), Theologe
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Hans Bauer: Landkreis Kitzingen. Ein Kunst- und Kulturführer. Marktbreit 1993.
- Jesko zu Dohna: Altenschönbach. In: Jesko Graf zu Dohna (Hg.): Kulturpfad. Auf den Spuren der Grafen zu Castell. Münsterschwarzach 2004. S. 140–141.
- Festausschuss Altenschönbach: Schützengesellschaft 1957 e. V. Altenschönbach. 25-jähriges Gründungsfest mit Fahnenweihe vom 10.–13. Juni 1982. Altenschönbach 1982.
- Johann Ludwig Klarmann: Der Steigerwald in der Vergangenheit. Ein Beitrag zur fränkischen Landeskunde. Gerolzhofen2 1909.
- Wilfried Reinhardt: Die Adelswappen in der Kirche von Altenschönbach, Landkreis Gerolzhofen. Zulass. Würzburg 1972.
- Theophil Steinbrenner, Gerhard Wahler, Auguste Steinberger, Felix von Fokczynski (Hg.): Zwischerlichten. Überlieferte Erzählungen aus der alten Grafschaft Castell. Albertshofen² 1979.
- Karl Treutwein: Von Abtswind bis Zeilitzheim. Geschichtliches, Sehenswertes, Überlieferungen. Volkach 1987.
- Paul Wolf (Schirmherr): 90-jähriges Stiftungsfest des Gesangvereins 1888 Altenschönbach vom 25.–28. Mai 1978. Zu Gunsten der Aktion Sorgenkind. Altenschönbach 1988.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Altenschönbach: Startseite
- Altenschönbach in der Ortsdatenbank von bavarikon.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Gemarkung Altenschönbach (091132). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 9. Januar 2026.
- ↑ Gutachten-Schliephake.pdf. (PDF) Förderverein Steigerwald-Express e. V., S. 28, abgerufen am 14. August 2022.
- ↑ Stadt Prichsenstadt, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 9. Januar 2026.
- ↑ Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 9. Januar 2026.
- ↑ Treutwein, Karl: Von Abtswind bis Zeilitzheim. S. 17.
- ↑ Dohna, Jesko Graf zu: Altenschönbach. S. 141.
- ↑ Treutwein, Karl: Von Abtswind bis Zeilitzheim. S. 18.
- ↑ Bauer, Hans: Landkreis Kitzingen. S. 70.
- ↑ Steinbrenner, Theophil (Hg. u. a.): Zwischerlichten. S. 40.
- ↑ Klarmann, Johann Ludwig: Der Steigerwald in der Vergangenheit. S. 190.
