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Altaf Mahmud

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Altaf Mahmud (bengalisch আলতাফ মাহমুদ; geb. 23. Dezember 1933 Patarchar im Muladi Thana des Backergunge District, Bengalen; gest. September 1971) war ein Musiker, Kultur-Aktivist und Freiheitskämpfer im Bangladesch-Krieg. Er wurde 1971 ermordet. Bekannt war er als Sprachaktivist der Bengalischen Sprachbewegung und Komponist von „Amar Bhaier Rokte Rangano“ (Ekusher Gaan), einem Protestlied. Ihm wurde posthum 1977 der Ekushey Padak und 2004 der Shadhinata Padak (Independence Day Award) verliehen.[1]

Altaf Mahmud wurde am 23. Dezember 1933 im Dorf Patarchar im Muladi Thana des District Bakerganj (heute Barisal, Bangladesch) geboren. Er erhielt seine Schulbildung an der Barisal Zilla School und geing dann an das BM College bevor er nach Kolkata ging, um an der Calcutta Arts School Malerei zu studieren.[1] Schon als Schüler begann Mahmud zu singen. Seinen ersten Musikunterricht erhielt er von dem bekannten Geiger Suren Roy. Er lernte, Gana Sangit (Volkslieder) zu singen, was ihm zu dieser Zeit Popularität einbrachte.

Mahmud kam 1950 nach Dhaka und schloss sich dem Dhumketu Shilpi Shongho an. Später wurde er Musikdirektor der Institution. 1956 wurde Mahmud zur Wiener Friedenskonferenz eingeladen. Er konnte jedoch nicht teilnehmen, da sein Pass von der Regierung in Karatschi eingezogen wurde. Dort blieb er bis 1963 und studierte klassische Musik bei Ustad Abdul Kader Khan. Er arbeitete außerdem mit dem Tanzregisseur Ghanashyam und dem Musikdirektor Debu Bhattacharya zusammen. Nach seiner Rückkehr von Karatschi nach Dhaka wirkte Mahmud in 19 verschiedenen Filmen mit. Neben dem bekannten Film „Jibon Theke Neya“ spielte er auch in Filmen wie „Kaise Kahu“, „Kar Bau“ und „Tanha“. Er engagierte sich weiterhin in der Politik und verschiedenen Kulturorganisationen. Neben seinem musikalischen Talent war Mahmud auch ein begabter Maler.

Sprachbewegung und Befreiungskrieg

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1950 sang er an vielen Orten „Gonoshongit“, um die Aktivisten der Sprachbewegung zu inspirieren. Mahmud unterstützte die Bewegung auch neben seinem Gesang. 1969 komponierte er die Musik für das Lied „Amar Bhaier Rokte Rangano“ in Zahir Raihans Film „Jibon Theke Neya“.[1]

Mahmud nahm 1971 am Bangladeschkrieg teil. Er errichtete in seinem Haus ein geheimes Lager für die Freiheitskämpfer. Als der Standort dieses Lagers bekannt wurde, nahm ihn die pakistanische Armee am 30. August 1971 fest. Mahmud wurde gefoltert, und viele andere Guerillakämpfer wie Shafi Imam Rumi wurden an diesem Tag ebenfalls von der pakistanischen Armee gefangen genommen.[2]

Mahmud und viele andere Kämpfer wurden bei diesem Vorfall gefangen genommen und getötet. Seine patriotischen Lieder, die im Swadhin Bangla Betar Kendra ausgestrahlt wurden, inspirierten die Unabhängigkeitskämpfer während des Krieges ebenfalls.

Altaf Mahmud war verheiratet mit Sara Ara Mahmud (gest. 2025). Sie war als Direktorin der Abteilung für Drama und Film an der Shilpakala Academy tätig.[3]

Am 18. Juli 2013 wurde Ali Ahsan Mohammad Mojaheed wegen der Tötung von Rumi zusammen mit Badi, Jewel, Azad und Altaf Mahmud im Armeelager in Nakhalpara, Dhaka, während des Befreiungskrieges für schuldig befunden und zu lebenslanger Haft verurteilt.[4]

Jahr Film
1964 Tanha (in Urdu)
1965 Kaise Kahoon
1966 Apon Dulal
Behula
Kar Bou
Rahim Badshah O Rupban
1967 Agun Niye Khela[5]
(Erster Auftritt von Sabina Yasmin)
Anwara
Noyontara
1968 Dui Bhai
Kuchboron Konna
Shuorani Duorani
Songsar
Soptodinga
1969 Beder Meye
1970 Adorsho Chhapakhana
Anka Banka
Boro Bou
Jibon Theke Neya[5]
Ka Kha Ga Gha Umo
Mishor Kumari
Modhumilon
Taka Ana Pai
1972 Abujh Mon
(posthum veröffentlicht)
1973 Sonali Akash
(posthum veröffentlicht)

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 Sirajul Islam, Sajahan Miah, Mahfuza Khanam, Sabbir Ahmed (hgg.): Mahmud, Shaheed Altaf. In: Banglapedia: the National Encyclopedia of Bangladesh (Online ed.). 2012, abgerufen am 20. Oktober 2026 (englisch). ISBN 984-32-0576-6 OCLC 52727562. OL 30677644M
  2. ↑ Jahanara Imam: Ekattorer Dinguli. Shondhani Prokashoni: S. 187–189. ISBN 984-480-000-5
  3. ↑ Sara Mahmud passes away. In: The Daily Star. 23. Februar 2025, abgerufen am 12. März 2025 (englisch).
  4. ↑ Tamanna Khan: They now can rest in peace. In: The Daily Star. 18. Juli 2013, archiviert vom Original am 16. März 2016; abgerufen am 29. Dezember 2013 (englisch).
  5. 1 2 The power of a song, the life if a maestro – Altaf Mahmud. In: The Daily Star. 28. Februar 2014 (englisch).