Alt-Laatzen
Alt-Laatzen Stadt Laatzen | ||
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| Koordinaten: | 52° 19′ N, 9° 47′ O | |
| Höhe: | 61 m ü. NHN | |
| Fläche: | 3,3 km² | |
| Eingemeindung: | 1. März 1974 | |
| Postleitzahl: | 30880 | |
| Vorwahl: | 0511 | |
Lage von Alt-Laatzen in Niedersachsen
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Lage Alt-Laatzens in der Stadt Laatzen | ||
Alt-Laatzen ist eine Ortschaft der Stadt Laatzen[1] in der Region Hannover in Niedersachsen.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Urnenfunde aus vorrömischer Zeit lassen auf eine frühzeitige Besiedlung schließen. Die erste namentliche Erwähnung datiert vom 6. Juli 1259. Die erste Erwähnung der alten Laatzener Kapelle, des südlichsten Bauwerkes der norddeutschen Backsteingotik, stammt vom 13. Januar 1325. Laatzen war damals ein Dorf von überwiegend abhängigen Bauern. Die Familie von Lathusen war zu dieser Zeit der größte Grundbesitzer am Ort. Der heutige Name Laatzen ist eine Abwandlung dieses Namens. Die Besitzrechte dieser Familie gingen später an das Kloster Marienrode über. Mit Döhren und Wülfel gehörte Laatzen danach zum sogenannten „Kleinen Freien“. Ähnlich wie im „Großen Freien“ durften die Bewohner dieser Dörfer ihre Höfe ohne Genehmigung des Obereigentümers verkaufen, konnten die Jagd ausüben und hatten das Recht, Handwerk und Gewerbe ohne Konzession zu betreiben. Dafür hatten sie Zins an den König zu zahlen und die Pflicht zum Kriegsdienst.
Laatzen war in seiner Struktur bis tief in das 19. Jahrhundert hinein bäuerlich geprägt. Im Zuge der Industriellen Revolution entwickelte sich Laatzen nach und nach zu einer Industriearbeitersiedlung mit zunächst noch deutlich ländlichem Charakter. Der Zweite Weltkrieg traf mit schweren Bombenangriffen auch Laatzen; in der Nachkriegszeit setzte sich mit dem neuen Aufschwung die Umwandlung vom alten Dorf zur städtischen Siedlung umso lebhafter fort.
1964 erfolgte die freiwillige Vereinigung Laatzens mit dem benachbarten Grasdorf zur Stadt Laatzen. Im Zuge der Gebietsreform zum 1. März 1974 wurde die Stadt Laatzen mit den selbstständigen Gemeinden Rethen, Grasdorf, Gleidingen und Ingeln-Oesselse zusammengeschlossen. Im Gegenzug kam das Messegelände zur Stadt Hannover.
Politik
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Ortsrat und Ortsbürgermeister
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Auf kommunaler Ebene wird Alt-Laatzen von dem Ortsrat des Kernortes Laatzen vertreten.
Wappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Entwurf des Wappens von Alt-Laatzen ist von unbekannter Herkunft.
- Die Genehmigung des Wappens wurde durch den Oberpräsidenten der Provinz Hannover in den Jahren 1930/31 erteilt.
- Die am 1. März 1974 durch Gesetz neugebildete Stadt Laatzen hat das Wappen der bisherigen Stadt Laatzen übernommen, das vom Regierungspräsidenten in Hannover am 30. April 1974 genehmigt wurde.[2]
| Blasonierung: „Im geteilten Schild oben auf rotem Grund ein wachsender, goldener Löwe und unten auf Grün ein silberner Wellenbalken.“ | |
| Wappenbegründung: Bei der Wappengestaltung der oberen Schildhälfte ist man davon ausgegangen, dass der heutige Ortsteil Laatzen der gleichnamigen Stadt zusammen mit den jetzigen hannoverschen Stadtteilen Wülfel und Döhren zum sogenannten „Kleinen Freien“ gehörte, dem alten Gerichtsverband der drei damals selbständigen Gemeinden. Dieses Gebiet bildete seinerseits einen Teil der sogenannten „Großen Grafschaft“ und ging 1248 von den Grafen von Lauenrode auf die Welfen über. Beide Geschlechter, die Grafen von Lauenrode und die Herzöge von Braunschweig-Lüneburg, führen einen steigenden Löwen im Wappen. Da die Herrschaft der Lauenroder Grafen im Kleinen Freien bereits 1248 endete, ist bei der Wappengestaltung sicherlich an den welfischen Löwen gedacht worden. Der silberne Wellenbalken auf grünem Untergrund in der unteren Schildhälfte soll die Lage Laatzens an der in grüne Wiesen eingebetteten Leine versinnbildlichen.[2] |




