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Almonaster la Real

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Gemeinde Almonaster la Real
Ortsmitte mit der Kirche San Martín, das religiöse Zentrum in der Unterstadt
Wappen Karte von Spanien
Almonaster la Real (Spanien)
Almonaster la Real (Spanien)
Basisdaten
Land: Spanien Spanien
Autonome Gemeinschaft: Andalusien Andalusien
Provinz: Huelva
Comarca: Sierra de Huelva
Gerichtsbezirk: Aracena
Koordinaten: 37° 52′ N, 6° 47′ WKoordinaten: 37° 52′ N, 6° 47′ W
Höhe: 574 msnm[1]
Fläche: 321,29 km²[2]
Einwohner:1.759 (Stand: 2025)[3]
Bevölkerungsdichte:5 Einw./km²
Postleitzahl(en): 21350
Gemeindenummer (INE): 21004 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Amtssprache: Kastilisch
Bürgermeister: Jacinto José Vázquez López
Website: almonasterlareal.es
Lage des Ortes
Karte anzeigen
Mezquita de Almonaster/Kirche Nuestra Señora de la Concepción auf einem Felsenvorsprung, das religiöse Zentrum in der Oberstadt
Innenraum der Mezquita/Kirche

Almonastar la Real ist eine Gemeinde in der spanischen Provinz Huelva. Sie hat 1.759 Einwohner (Stand: 2025) und liegt etwa hundert Kilometer von der Provinzhauptstadt Huelva entfernt. Der Ortskern liegt zu Füßen der Burg und der Moschee/Kirche aus dem 9. Jahrhundert. Vor der Ankunft der Muslime und der Geburt von Al-Andalus im Jahr 711 verfügte der Ort über eine lange Geschichte und eine starke strategische und religiöse Bedeutung. Größte Sehenswürdigkeit ist die Umayyaden-Moschee. Der Ort liegt mitten im Naturpark Sierra de Aracena y Picos de Aroche, einem der wichtigsten Schutzgebiete Andalusiens, das sich über den gesamten Norden der Provinz Huelva erstreckt.

Der Ortskern innerhalb der Reste der Burgmauer besteht aus der arabischen Burg, mit einer Stierkampfarena aus dem Jahr 1821, Häuser im gotischen Mudéjarstil sowie der Moschee. In römischer Zeit befand sich an dieser Stelle ein militärischer Stützpunkt in unmittelbarer Nähe eines Gebäudes mit sakralem Charakter. Die Moschee wurde erbaut während der Herrschaft von Abd ar-Rahman III., dem Großkalifen von Córdoba, dabei wurden die Fundamente einer westgotischen Basilika aus dem 6. Jahrhundert sowie Spolien – insbesondere Säulen und Kapitelle – aus den bereits vorhandenen römischen und westgotischen Bauten sowohl für die Struktur als auch für die Dekoration wiederverwendet. Der Gebäudekomplex und die Siedlung wurden zudem von einer Mauer umschlossen. Während der Zeit des Kalifats von Córdoba – bis zu dessen Zerfall – besaß die Siedlung eine bedeutende Stellung in der Region; diese behielt sie auch später bei, als Almonaster Teil des Taifa-Königreichs Badajoz wurde. Angesichts der Invasion der Almohaden kämpfte dieses Berggebiet um seine Unabhängigkeit, bis es schließlich im Jahr 1111 fiel.

Im Jahr 1230 gliederte der Johanniterorden (Hospitaliterorden) Almonaster und einen Teil des Gebirgszugs in das Königreich Portugal ein. Erst im Jahr 1253 gliederte Papst Innozenz IV. – um Streitigkeiten über das Gebiet des Algarve zu vermeiden – das Gebiet östlich des Flusses Guadiana in die Krone von Kastilien ein, genauer gesagt in das Königreich Sevilla, unter der kirchlichen Hoheit des Erzbischofs von Sevilla. Während des 13. und 14. Jahrhunderts lebte die gesamte Bevölkerung geschützt hinter den Mauern der Festung; dies änderte sich im 15. Jahrhundert, als Almonaster seine Funktion als Verteidigungsstützpunkt verlor. Das Erzbistum Sevilla widmete dem Gotteshaus keine Aufmerksamkeit mehr, was zu einem schleichenden Verfall führte. Es sind Dokumente aus dem Jahr 1583 erhalten, die Aufschluss über den Zustand des Gebäudes geben; darin wird dessen Wert auf 14.000 Dukaten geschätzt und die Moschee als „alte maurische Kirche“ bezeichnet. Nach der Umwandlung in eine Kapelle erhielt die Moschee wahrscheinlich das Patrozinium der Heiligen Maria, da das Gotteshaus bereits im 15. Jahrhundert unter dem Namen Santa María de la Concepción geführt wurde.[4] Die Moschee/Kirche ist ein außergewöhnlich wertvolles Bauwerk; sie ist die einzige Moschee in Spanien, die in einem ländlichen Raum nahezu unversehrt erhalten geblieben ist und bis heute die für diese Gebäude typische elegante Schlichtheit bewahrt hat. Heute verbindet das Gebäude nicht nur die religiöse Funktion als katholische Kirche, sondern auch als Kulturzentrum der Stadt.

Aufgrund ihrer römischen, kalifatischen und christlichen Elemente wurde Almonaster la Real 1931 zum Nationaldenkmal erklärt und steht unter dem allgemeinen Schutz des Dekrets vom 22. April 1949 sowie des Gesetzes 16/85 über das spanische historische Kulturerbe. Der historische Ortskern von Almonaster la Real wurde 2006 als Conjunto histórico-artístico klassifiziert.[5]

Weitere Bauwerke sind die Kapelle Santa Eulalia de Mérida aus dem 15. Jahrhundert, die an der Stelle eines römischen Tempels errichtet und wegen ihrer Fresken mit Szenen des Apostels Jakobus unter Denkmalschutz gestellt wurde, und die Pfarrkirche San Martín aus dem 14. und 16. Jahrhundert im gotischen Mudéjar-Stil mit manuelinischer Fassade.

Die Nekropole von Becerreros liegt südlich der Stadt.

Bevölkerungsentwicklung

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Quelle:INE-Archiv – grafische Aufarbeitung für Wikipedia
Commons: Almonaster la Real – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. ↑ Gesamtzahl der Dateien Geografische Nomenklatur der Gemeinden und Bevölkerungseinheiten: 1 Datei:MUNICIIOS.csv Spalte:ALTITUD
  2. ↑ Gesamtzahl der Dateien Geografische Nomenklatur der Gemeinden und Bevölkerungseinheiten: 1 Datei:MUNICIIOS.csv Spalte:SUPERFICIE
  3. ↑ Instituto Nacional de Estadística Municipal Register of Spain
  4. ↑ María José Guzmán: La iglesia antigua de moros, Diario de Cadiz, 14. April 2008
  5. ↑ Datenbank Patrimonio cultural