Schlankthun
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Schlankthun (Allothunnus fallai) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name der Gattung | ||||||||||||
| Allothunnus | ||||||||||||
| Serventy, 1948 | ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Art | ||||||||||||
| Allothunnus fallai | ||||||||||||
| Serventy, 1948 |
Der Schlankthun (Allothunnus fallai) ist ein großer Raubfisch aus der Familie der Makrelen und Thunfische (Scombridae), der im südlichen Atlantik, im südlichen Pazifik und im südlichen Indischen Ozean vorkommt.
Merkmale
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Er wird in der Regel etwa 85 Zentimeter lang, die Maximallänge liegt bei 105 Zentimeter, das Maximalgewicht bei 13,7 kg. Der Körper ist spindelförmig und deutlich schlanker als der der „echten“ Thunfische (Thunnus). Der Rumpfquerschnitt ist oval. Der Vorderkörper und die obere Körperhälfte bis zur Seitenlinie sind mit Schuppen bedeckt. Der Rücken ist bläulich, der Bauch ist weißlich. Die Kopfoberseite ist violett bis schwärzlich. Auch die Brust- und Bauchflossen sind violett, ihre Innenseiten sind schwarz. Eine Schwimmblase fehlt.[1] Der Schlankthun gehört neben den dem Thunfischen, dem Schwertfisch (Xiphias gladius) und den Gotteslachsen (untersucht an Lampris guttatus) zu den wenigen bekannten Knochenfischen mit einem zumindest partiell endothermen Stoffwechsel. Messungen an gerade gefangenen Exemplaren ergaben eine ca. 5 °C wärmere Temperatur im Schädelinnern als die Temperatur des Wassers. Die Wärme wird von stark durchbluteten Muskeln erzeugt, die unterhalb des Gehirns liegen.[2]
- Flossenformel: Dorsale XV–XVIII/12–13; Anale 13–14.
- Wirbel: 20/20.
Lebensweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Schlankthun bildet gelegentlich Schwärme und ernährt sich vor allem von Krill (Euphausiiden), außerdem werden Kopffüßer und kleine Fische gefressen. Jungfische kommen zwischen 20 und 35° südlicher Breite bei Oberflächentemperaturen von 19 bis 24 °C vor. Mit fortschreitendem Wachstum wandern die Fische in südlichere, kältere Meereszonen.[1]
Systematik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Art und Gattung wurden 1948 durch den australischen Zoologen Dominic Serventy erstmals wissenschaftlich beschrieben.[3] Die Schwesterart des Schlankthuns ist Cybiosarda elegans, die an der West-, Nord- und Ostküste von Australien vorkommt. Die von beiden Arten gebildete Klade ist die Schwestergruppe der von den „echten“ Thunfischen und den Gattungen Auxis, Euthynnus und Katsuwonus gebildeten endothermischen Klade innerhalb der Familie der Makrelen und Thunfische (Scombridae).[4]
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Bruce B. Collette, Cornelia E. Nauen: Scombrids of the world. An annotated and illustrated catalogue of tunas, mackerels, bonitos and related species known to date (= FAO Species Catalogue. Bd. 2 = FAO Fisheries Synopsis. Nr. 125, Bd. 2). United Nations Development Programme u. a., Rom 1983, ISBN 92-5-101381-0, (Vollständige Ausgabe).
- ↑ C. A. Sepulveda, K. A. Dickson, L. R. Frank, J. B. Graham (2007): Cranial endothermy and a putative brain heater in the most basal tuna species, Allothunnus fallai. J. Fish Biol. 70, 1720–1733. doi:10.1111/j.1095-8649.2007.01446.x
- ↑ D. L. Serventy (1948): Allothunnus fallai a new genus and species of tuna from New Zealand. Records of the Canterbury Museum N. 5 (Nr. 3): S. 131–135.
- ↑ Chase D. Brownstein, Laura R. V. Alencar, Holly K. Kindsvater, Christine E. Thacker, Dylan K. Wainwright, Thomas J. Near und Richard C. Harrington: The prolonged reemergence of megapredatory pelagic fishes. Proc. R. Soc. B 293: 20261257. doi: 10.1098/rspb.2026.1257
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Allothunnus fallai auf Fishbase.org (englisch)