Allhut
| Allhut (Weiler) Ortschaft | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Urfahr-Umgebung (UU), Oberösterreich | |
| Gerichtsbezirk | Freistadt | |
| Pol. Gemeinde | Reichenthal (KG Stiftung bei Reichenthal) | |
| Koordinaten | 48° 34′ 4″ N, 14° 21′ 37″ O | |
| Höhe | 683 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 35 (1. Jän. 2025) | |
| Postleitzahl | 4193 | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 12294 | |
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; DORIS | ||
Allhut ist ein Weiler und eine Ortschaft der oberösterreichischen Gemeinde Reichenthal. Die Ortschaft hat 35 Einwohner (Stand 1. Jänner 2025).[1]
Geografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Ort liegt etwa 3,5 Kilometer nordwestlich von Reichenthal. Zur westlich und nordöstlich des Ortes verlaufenden tschechischen Grenze sind es nur gut 300 Meter.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Erstmalig wurde der Ort im Jahr 1375 als „Alhuet“ erwähnt.[2][3][4][5] Der Ortsname ist eine Verballhornung von tschechisch Na Lhotě („auf dem Freigut“). Mit Lhota wurden ab etwa 1200 von Tschechen neu angelegte Siedlungen auf schlechten Böden bezeichnet, deren Bewohnern für begrenzte Zeit Abgabenfreiheit eingeräumt bekamen.[3]
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in Allhut ein Gastwirt, eine Mühle samt Sägewerk und einige Landwirte ansässig.[6]
Einwohnerentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Allhut hat etwas weniger als 40 Einwohner.[7][8] 1869 waren es noch mehr als 80 gewesen.[9]
Ortschaft
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Der 10-Mühlen-Wanderweg führt an der Graslmühle (auch Graßlmühle oder Grasselmühle geschrieben) in Allhut Nr. 10 vorbei, die im Jahr 1676 erstmals schriftlich erwähnt wurde. Während der jährlichen Schneeschmelze wurde Tag und Nacht gearbeitet, um das ausreichend fließende Wasser des Graslbaches zu nutzen. Der Sägebetrieb wurde 1950 eingestellt, die Mühle 1965 aufgelassen. Die mit Wasserkraft betriebene Leinöl-Presse war bis 1973 in Betrieb.[10]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Ortsverzeichnis 2001 Oberösterreich (PDF; 4,9 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-43-9, S. 340.
- Klein: Historisches Ortslexikon. Hrsg.: VID. Oberösterreich Teil 2, Reichenthal, S. 109 (Onlinedokument – o.D. [aktual.]).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
- ↑ Erich Trinks (Bearb.): Urkunden-Buch des Landes ob der Enns. Band 8. Wien 1883, DCCXVIII, S. 733 (archive.org – „Alhuet“ in einer Urkunde vom 8. Jänner 1375): „Kraft von Harrach vermacht seinem Vetter Hanzen von Harrach mehrere Güter, Lehen der Herren von Rosenberg, in der Reichenthaler Pfarre.“
- 1 2 Karl Hohensinner, Peter Wiesinger, unter Mitarbeit von Hermann Scheuringer, Michael Schefbäck: Die Ortsnamen des politischen Bezirkes Urfahr-Umgebung (Mittleres Mühlviertel) (= Ortsnamenbuch des Landes Oberösterreich. Band 10). Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2006, ISBN 978-3-7001-3676-7, S. 106, Nr. 10.2.9.1.
- ↑ Blätter des Vereines für Landeskunde von Niederösterreich. Band 33, 1899, S. 393 (Google Buch).
- ↑ Maß und Mythos, Zahl und Zauber - Die Vermessung von Himmel und Erde. Tagung der Gesellschaft für Archäoastronomie in Dortmund 2018 (= Nuncius Hamburgensis. Band 48), ISBN 978-3748221913, S. 191.
- ↑ Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938, S. 552 (findbuch.at [PDF]).
- ↑ Urfahr citypopulation.de
- ↑ Allhut geo-explorer.at
- ↑ Orts-Repertorium des Erzherzogthumes Oesterreich ob der Enns. Auf Grundlage der Volkszählung vom 31. December 1869. Jos. Feichtinger's Erben, Linz 1871, S. 27.
- ↑ Johann Schöftner: 10-Mühlen-Wanderweg Reichenthal. Fremdenverkehrsamt und Verschönerungsverein, Reichenthal 1998, S. 24.
