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All That Is Over

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
All That Is Over
Studioalbum von Sprints

Veröffent-
lichung

26. September 2025

Label(s) City Slang

Genre(s)

Post-Punk

Titel (Anzahl)

11

Länge

38:30

Besetzung

  • E-Gitarre: Zac Stephenson

Produktion

Daniel Fox

Studio(s)

La Frette Studios (La Frette-sur-Seine)

Chronologie
Letter to Self
(2024)
All That Is Over

All That Is Over (englisch All dies ist vorbei) ist das zweite Studioalbum der irischen Post-Punk-Band Sprints. Das Album erschien am 26. September 2025 via City Slang.

Laut der Sängerin Karla Chub entstand das Album „aus dem Chaos“. Gitarrist Colm O’Reilly hatte die Band verlassen und wurde durch Zac Stephenson ersetzt. Sie selbst erlebte eine Trennung von ihrem Partner, mit dem sie acht Jahre lang zusammen war. Sie schrieb jeden Tag neue Lieder, da „die Welt draußen noch nie so hässlich war“.[1] Musikalisch ließ sie sich dabei von Bands wie den Dandy Warhols, den Viagra Boys[2], Amyl and the Sniffers oder My Bloody Valentine inspirieren.[3] Am 24. September 2024 veröffentlichte die Band die Single Feast, die jedoch nicht für das Album verwendet wurde.

Nach einer Vorproduktion in Dublin wurde das Album in den La Frette Studios in La Frette-sur-Seine, einem Ort in der Nähe von Paris, aufgenommen. Produziert und gemischt wurde All That Is Over von Daniel Fox, der zuvor bereits die beiden EPs Manifesto und A Modern Job sowie das Debütalbum Letter to Self produziert hatte. Wie bereits beim Debütalbum dauerten die Aufnahmen nur zwölf Tage. Einige Lieder auf dem Album wurden bei Konzerten getestet. Lieder wie To the Bone und Better wurden von der Struktur her komplette ändert.[4] Das Mastering übernahm Sarah Register.

Veröffentlichung

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Die Band unterzeichnete einen Vertrag mit dem Plattenlabel Sub Pop, die All That Is Over in Nordamerika veröffentlichen.[1] Am 24. Juni 2025 erschien die erste Single Descartes. Bei dem Musikvideo führte Niamh Bryson Regie. Gleichzeitig wurde das Album angekündigt.[5] Genau einen Monat später folgten die beiden Singles Rage und Beg. Für beide Lieder wurden Visualizer veröffentlicht, bei denen jeweils David Willis Regie führte.[2] Die vierte Single Better wurde am 3. September 2025 veröffentlicht. Bei dem Musikvideo führte erneut Niamh Bryson Regie. Am Tag vor der Albumveröffentlichung erschien mit Need die fünfte Single. Im Musikvideo ist der Schauspieler Steven Ogg zu sehen.[6] Am 19. Oktober 2025 trat die Band mit dem Lied Descartes in der BBC-Sendung Later with Jools Holland auf.[7]

Titelliste
  1. Abandon – 2:40
  2. To the Bone – 3:29
  3. Descartes – 3:13
  4. Need – 2:40
  5. Beg – 3:16
  6. Rage – 2:43
  7. Something’s Gonna Happen – 4:21
  8. Pieces – 3:11
  9. Better – 3:09
  10. Coming Alive – 3:36
  11. Desire – 6:12

Die erste Single Descartes beginnt mit der Zeile „Eitelkeit ist der Fluch unserer Kultur“. Der Satz stammt aus dem Roman Outline von Rachel Cusk, der die Sängerin Karla Chubb maßgeblich inspiriert hat.[5]

„Ein Großteil der Negativität, die man in der Welt sieht, wurzelt in der Eitelkeit und dem Ego, dass die eigenen Überzeugungen oder die eigene Identität wichtiger sind als die eines anderen.“

Karla Chub[5]

Beg wurde von einem Gedicht von Vladimír Holan inspiriert. Das Lied ist eine Satire auf mächtige Personen, die ihre eigenen Moralvorstellungen predigen, während sie selber die abscheulichsten Straftaten begehen. Zu Rage erklärte Karla Chubb, dass es einfacher ist, wütend zu sein als zu helfen, eine Veränderung herbeizuführen. Die Menschen wären müde und desillusioniert, aber man sollte nicht mit dem Finger auf diejenigen zeigen, die ohnehin schon marginalisiert werden.[2] Der Text enthält eine Referenz an das Gelassenheitsgebet des Theologen Reinhold Niebuhr.[8] Better handelt von Trauer, Frust und Wut, die ein Mensch in einer Beziehung verspürt, wenn eine Person in der Vorstellung besser war, als in der Realität.[3]

Mark Sutherland vom britischen Magazin Kerrang schrieb, dass das Album „den Glauben an die Menschheit zurückgibt“. Während „die Welt brennt wäre die Band in Topform“. Sprints klingen auf dem „superben Album mal schnell, mal wütend aber immer fantastisch“, wofür Sutherland fünf von fünf Punkten vergab.[8] Julia Köhler vom deutschen Magazin Visions schrieb, dass Sprints „ihren Post-Punk vergoldet“ und „fast jedem Song eine kompromisslose Notwendigkeit in die Hand legen“. Durch den neuen Gitarristen Zac Stephenson würde „alles, was schon auf dem Debüt herausragend ausformulierte mit noch mehr Schattierungen fortgeführt“. Köhler vergab neun von zwölf Punkten.[9] Mia Hughes vom britischen Magazin New Musical Express hingegen schrieb, dass das zweite Album geformt und hymnisch wäre, jedoch im Verlauf sein Feuer verlieren würde. Hughes vergab drei von fünf Punkten.[10]

Chartplatzierungen

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ChartsChart­plat­zie­rungenHöchst­platzie­rungWo­chen
 Irland (IRMA)[11]27 (…Template:Chartplatzierungen/Wartung/vorläufig Wo.)Template:Chartplatzierungen/Wartung/vorläufig
 Vereinigtes Königreich (OCC)50 (…Template:Chartplatzierungen/Wartung/vorläufig Wo.)Template:Chartplatzierungen/Wartung/vorläufig

Einzelnachweise

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  1. a b Bill Pearis: SPRINTS sign to Sub Pop, announce new album & tour: hear "Descartes". Brooklyn Vegan, abgerufen am 24. Juni 2024 (englisch).
  2. a b c Emily Garner: Sprints have just released two new singles, Rage and Beg. Kerrang, abgerufen am 25. Juli 2025 (englisch).
  3. a b Elena Dersch: Empfehlung des Tages: SPRINTS – Better. Diffus, abgerufen am 8. September 2025.
  4. Zara Hedderman: SPRINTS Rediscover Themselves on Visceral Second Album. Northern Transmissions, abgerufen am 2. September 2025 (englisch).
  5. a b c Inga Nelges: »Eitelkeit ist der Fluch unserer Kultur«. Visions, abgerufen am 29. Juni 2025.
  6. Jeff Sorley: You “Need” the new single and video from SPRINTS. That’s Good Enough, abgerufen am 26. September 2025 (englisch).
  7. SPRINTS - Descartes (Later with Jools Holland). BBC, abgerufen am 20. Oktober 2025 (englisch).
  8. a b Mark Sutherland: Album review: Sprints – All That Is Over. Kerrang, abgerufen am 24. September 2025 (englisch).
  9. Julia Köhler: Sprints – All That Is Over. In: Visions, Ausgabe 391, Seite 74, 101
  10. Mia Hughes: Sprints – ‘All That Is Over’ review: a newly controlled version of the incendiary Dublin rockers. New Musical Express, abgerufen am 26. September 2025 (englisch).
  11. Chartquellen: IE UK