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Alexander Suder

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Alexander L. Suder (* 6. November 1927 in Stuttgart; † 7. Oktober 2025 in Augsburg) war ein deutscher Musiker und Musikwissenschaftler.

Nach dem Zweiten Weltkrieg studierte er Musikwissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München und promovierte dort 1951 mit Die Coda bei Haydn, Mozart und Beethoven als Resultate verschiedener Gestaltungsprinzipien.[1] Er war zunächst als Privatmusiklehrer tätig. Den 1952 von seinem Vater Joseph Suder gegründeten Chor und Orchester des städtischen Oskar-von-Miller-Polytechnikums in München, eines der Vorläufer der Hochschule für angewandte Wissenschaften München, übernahm er 1962 und hatte bis 1991 dessen Leitung inne.[2] Er lehrte zudem als erster Professor für Musikwissenschaft an der damaligen Fachhochschule.[2]

Suder gründete 1977 den Bayerischen Musikrat und war 20 Jahre dessen Präsident. Er initiierte u. a. die Einrichtung der Bayerischen Musikakademie in Hammelburg, leitete Dirigierkurse mit professionellen Ensembles und themengebundene Jahrestagungen sowie die Europa-Tage der Musik. Er legte auch den Grundstock zum 1. Bayerischen Musikplan, einem zusammenhängenden Entwicklungsprogramm für alle Bereiche der Musikerziehung, Musikausbildung und Musikpflege.[3]

Er begründete auch die Buchreihe Komponisten in Bayern – Dokumente musikalischen Schaffens im 20. und 21. Jahrhundert.

Einzelnachweise

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  1. Verzeichnis der Doktoren und Dissertationen 1472 - 1970, LMU München, Band 8, S. 20, 1978.
  2. 1 2 Nachruf Herr Prof. Dr. Alexander L. Suder (Musikprofessor). In: Fakultät für Studium Generale und Interdisziplinäre Studien. Abgerufen am 3. April 2026 (deutsch).
  3. Franzpeter Messmer: Nachruf zum Tod von Prof. Dr. Alexander L. Suder Pionier der Musikpolitik. In: nmz - neue musikzeitung. 1. Dezember 2025, abgerufen am 3. April 2026.