Alessandro Giuli

Alessandro Giuli (geboren 27. September 1975 in Rom) ist ein italienischer Journalist und Politiker. Seit dem 6. September 2024 ist er italienischer Kulturminister im Kabinett Meloni.
Werdegang
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Giuli besuchte das humanistische Gymnasium „Torquato Tasso“ in Rom. 1994 begann er ein humanistisches Studium an der Universität Rom mit Schwerpunkt Philosophie, das er allerdings nicht abschloss.[1]
Noch während seines Studiums begann er, als Journalist für die Parteizeitung der Partito Socialista Democratico Italiano zu arbeiten. Daneben war er für die Nachrichtenagentur Vespina tätig.[1] 2004 begann er seine Zusammenarbeit mit der von Giuliano Ferrara herausgegebenen Zeitung Il Foglio, die er zuletzt als Mitherausgeber leitete.[2] Als die Zeitung seiner Meinung nach immer mehr linke Positionen einnahm und die Politik von Matteo Renzi unterstützte, wechselte er 2017 zur konservativ-katholischen Zeitschrift Tempi.[1]
Von 2020 bis 2022 war er als Analyst und Berater für die Stiftung „Leonardo MedOr“ des Rüstungskonzerns Leonardo tätig. Daneben betätigte er sich gelegentlich noch als Radio- und Fernsehjournalist für den staatlichen Sender Rai. Von 2022 bis 2024 war er Präsident der Stiftung MAXXI.[3]
Politisch war Alessandro Giuli bereits als Jugendlicher der Jugendorganisation des neofaschistischen Movimento Sociale Italiano beigetreten und frequentierte das politisch rechte Ambiente in Rom. Dabei lernte er auch Giorgia Meloni und andere einflussreiche Parteimitglieder kennen. Seine Schwester Antonella Giuli war lange Zeit Pressesprecherin von Fratelli d’Italia und später von Landwirtschaftsminister Francesco Lollobrigida. Am 6. Februar 2024 trat er die Nachfolge des zurückgetretenen Gennaro Sangiuliano als italienischer Kulturminister an, nachdem sein Name bereits im Herbst 2022 bei der Bildung des Kabinetts von Giorgia Meloni für dieses Amt in Verbindung gebracht worden war.[1]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Alessandro Giuli. In: cultura.gov.it. (italienisch).
- Giuli, Alessandro. In: Enciclopedia on line. Istituto della Enciclopedia Italiana, Rom.
- Veröffentlichungen von Alessandro Giuli im OPAC des Servizio Bibliotecario Nazionale (SBN)
- Normeintrag im OPAC des SBN
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 4 Chi è Alessandro Giuli, il nuovo ministro della Cultura. In: ilpost.it. Abgerufen am 6. April 2026 (italienisch).
- ↑ Alessandro Giuli. In: cultura.gov.it. Abgerufen am 6. April 2026 (italienisch).
- ↑ Giuli, Alessandro. In: Enciclopedia on line. Istituto della Enciclopedia Italiana, Rom.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Giuli, Alessandro |
| KURZBESCHREIBUNG | italienischer Journalist und Politiker |
| GEBURTSDATUM | 27. September 1975 |
| GEBURTSORT | Rom |