Aldous Harding

Aldous Harding ist der Künstlername von Hannah Sian Topp (* 1990)[1], einer neuseeländischen Singer-Songwriterin. Bekannt wurde sie auch durch künstlerisch eigenwillige Auftritte und Musikvideos, die häufig exzentrisch, rätselhaft oder verstörend wirken.[2][3] Ihr frühes Werk wurde dem Gothic Folk zugerechnet.[3]
Leben und Wirken
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Harding stammt aus der Hafenstadt Lyttelton. Ihre Mutter ist die Folksängerin Lorina Harding, mit der sie auch öffentlich auftrat.[4] Lorina Harding ist zudem in Hardings Musikvideo zu Horizon zu sehen.[5] Entdeckt wurde Aldous Harding von der Folksängerin Anika Moa, als sie Straßenmusik machte und Moa sie einlud, an ihrem Konzert am Abend teilzunehmen.[6]
Im Jahr 2014 erschien ihr selbstbetiteltes Debütalbum auf dem lokalen Label Lyttelton. Anfang 2017 unterzeichnete sie einen Vertrag bei der Plattenfirma 4AD[7], wo im Mai 2017 ihr zweites Album Party erschien. Ihr drittes, von John Parish produziertes Album Designer machte sie im Jahr 2019 auch international bekannt. Mit Designer und Warm Chris entwickelte sich Hardings Musik in eine zugänglichere Richtung und entfernte sich vom kargeren Klang ihres Frühwerks.[3] Ein wiederkehrendes Merkmal ihres Gesangs ist der Wechsel zwischen verschiedenen Stimmen, Dialekten und Tonlagen.[3]
Auch ihr fünftes Album Train on the Island entstand zusammen mit John Parish und erschien 2026 bei 4AD/Beggars/Indigo.[3] An den minimalistischen Arrangements wirkten unter anderem die Harfenistin Mali Llywelyn, der Pedal-Steel-Gitarrist Joe Harvey-Whyte, der Synthesizer-Musiker Thomas Poli, der Schlagzeuger Sebastian Rochford und Huw Evans alias H. Hawkline mit, der auf dem Album auch als Duettpartner auftritt.[3] Das Musikvideo zur Vorabsingle One Stop zeigt Harding in einem leeren Betontank bei einem körperlich intensiven Tanz und führte damit die performative Eigenwilligkeit ihrer visuellen Arbeiten fort.[3]
Diskografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Chartplatzierungen (vorläufig) Erklärung der Daten | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Alben[8] | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Studioalben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 2014: Aldous Harding
- 2017: Party
- 2019: Designer
- 2022: Warm Chris
- 2026: Train on the Island[3]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Jude Rogers: The strange world of Aldous Harding: ‘I’ve always been driven by fear’. In: The Guardian. 17. November 2019, abgerufen am 15. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ Siehe etwa das Tiny Desk-Konzert bei NPR am 28. Juli 2017 oder den Auftritt von Oktober 2019 im Studio des Radiosenders KEXP; dann beispielhaft die Musikvideos zu Blend von 2017 oder Zoo Eyes und The Barrel von 2019.
- 1 2 3 4 5 6 7 8 Stephanie Grimm: Neues Album von Aldous Harding: Gestaltwandlerin im Wassertank. In: taz. 7. Mai 2026, abgerufen am 8. Mai 2026.
- ↑ Aldous Harding ist bei einem Auftritt ihrer Mutter in Wellington 2009 aufgenommen worden, bei der sie ein Stück singen, das ihre Mutter-Tochter-Beziehung behandelt. Video des Auftritts auf YouTube [mit Werbung].
- ↑ Musikvideo zu Horizon auf YouTube [mit Werbung].
- ↑ The Mixtape: Aldous Harding |. Radio New Zealand (RNZ Music), 10. März 2016, abgerufen am 15. Dezember 2025.
- ↑ The official website for independent record label 4AD
- ↑ Chartquellen: DE AT CH UK NZ
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Harding, Aldous |
| ALTERNATIVNAMEN | Topp, Hannah Sian (wirklicher Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | neuseeländische Singer-Songwriterin |
| GEBURTSDATUM | 1990 |
| GEBURTSORT | Lyttelton |