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Albert Mahieu

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Schwarz-Weiß-Bild, Mahieu sitzend
Albert Mahieu, 1932

Albert Mahieu (geboren am 2. Februar 1864 in Cappelle-la-Grande; gestorben am 11. Dezember 1943 in Suresnes) war ein französischer Ingenieur und Politiker der Dritten Republik.

Albert Mahieu war der Sohn von Henry Mahieu, der ebenso wie sein Vater Bürgermeister der bei Dünkirchen gelegenen Gemeinde Cappelle-la-Grande war. Er besuchte Schulen in Dünkirchen und Lille und schloss sein Studium als Bauingenieur an der École polytechnique ab. Im Ersten Weltkrieg organisierte er als Oberst des Pionierkorps den militärischen Straßendienst der Streitkräfte.[1]

Danach wechselte er in die Verwaltung; als Generalsekretär des Ministers für öffentliche Arbeiten war er maßgeblich am Wiederaufbau der Region Dünkirchen und auch an der Organisation der französischen Verwaltung des Ruhrgebiets beteiligt.[1]

1924 wurde er für das Département Nord in den Senat gewählt, dem er bis zu dessen Auflösung 1940 angehörte. Von 1922 bis 1937 war er Generalrat des Nord, von 1928 bis 1937 als dessen Präsident. Von 1929 bis 1935 fungierte er zudem als Bürgermeister von Rosendaël. 1932 war er Innenminister im Kabinett Tardieu III.[1] Politisch stand er den Radicaaux indépendants nahe.

Am 10. Juli 1940 stimmte er für die diktatorischen Vollmachten für Philippe Pétain. Im Mai 1941 wurde er aus Vichy ausgewiesen, weil er sich abfällig über Pétain und François Darlan geäußert haben soll.[1]

Albert Mahieu wurde als Großoffizier der Ehrenlegion und als Ritter des Ordre du Mérite agricole ausgezeichnet.[2]

Commons: Albert Mahieu – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 4 Jean Jolly: Dictionnaire des parlementaires français (1889–1940). PUF, 1960 (senat.fr).
  2. ↑ Mahieu. In: Base Léonore. Abgerufen am 29. Oktober 2026 (französisch).
VorgängerAmtNachfolger

Pierre Cathala
Innenminister
20.02. 1932 – 03.06. 1932

Camille Chautemps

Eugène Dumez
Maire von Rosendaël
1929 – 1935

Paul Machy