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Adevinta

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Adevinta ASA

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Rechtsform Allmennaksjeselskap (Allgemeine Aktiengesellschaft)
ISIN NO0010844038
Gründung 2019
Sitz Oslo, Norwegen Norwegen
Leitung Antoine Jouteau (Geschäftsführer),
Orla Noonan (Vorstandsvorsitzende)
Mitarbeiterzahl 4700
Umsatz 595 Mio. Euro (2018)
Branche Elektronischer Handel
Website Adevinta.com

Adevinta ist ein börsennotierter Konzern und der größte Betreiber von Online-Kleinanzeigenportalen weltweit. Bis April 2019 war er Teil der Verlagsgruppe Schibsted.[1]

Mitte bis Ende der 1990er-Jahre übernahmen Websites wie StepStone und Eiendomsnett einen Großteil des norwegischen Kleinanzeigenmarktes, was die Einnahmen der Regionalzeitungen einbrechen ließ. Diese schlossen sich infolgedessen zusammen und richteten die Website „vis@visen“ für Kleinanzeigen ein. Dabei handelte es sich in erster Linie um eine technische Zusammenarbeit, um den bestehenden Kunden eine Internetlösung anzubieten.

Mit dem Fokus auf die Papierausgabe war „vis@visen“ nicht erfolgreich, daher wurde 1996 ein eigenes Unternehmen für Kleinanzeigen gegründet – FINN.no, welches 1999 als Aktiengesellschaft (AS) an die Börse ging. Das Unternehmen verzeichnete bald ein enormes Wachstum, da es nur wenige vergleichbare Anbieter auf dem Markt gab. Geschäftsmodell und -plan wurden am 20. März 2000 eingeführt.

Adevinta wird aus Schibsted herausgelöst

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Die umfangreichen internationalen Aktivitäten der Schibsted-Verlagsgruppe im Online-Bereich – Kleinanzeigen und virtuelle Marktplätze außerhalb Skandinaviens – wurden 2018 im Rahmen eines Spin-offs herausgelöst und werden seit 2019 unter dem Namen Adevinta als börsennotierte Tochtergesellschaft geführt.

eBay-Kleinanzeigen

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Im Juni 2020 bekam Adevinta beim Kauf der eBay Classifieds Group – unter anderem mit den deutschen Plattformen mobile.de GmbH und eBay Kleinanzeigen – für 9,2 Milliarden US-Dollar den Zuschlag.[2] Im Gegenzug bekam eBay 44 % der Aktien von Adevinta und wurde damit zum größten Anteilseigner mit 33,3 % der Stimmrechte. Der Verkauf wurde zum 26. Juni 2021 abgeschlossen.[3]

Im Juni 2021 wurde Shpock – das hauptsächlich im Vereinigten Königreich, Österreich und Deutschland tätig ist – von Adevinta für eine unveröffentlichte Summe an die österreichische Russmedia Equity Partners verkauft, die damit ihr Portfolio neben Bergfex.at, Erento und Alpinresorts stärkten.[4]

Ende 2021 verkaufte eBay 10,2 % seiner Adevinta-Anteile für 2,5 Mrd. US-Dollar an die britische Beteiligungsgesellschaft Permira.[5][6]

Marken und Plattformen

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Die wichtigsten Marken von Adevinta sind mobile.de und Kleinanzeigen in Deutschland, LeBonCoin in Frankreich, InfoJobs in Spanien und Italien, Subito in Italien.[7]

In Deutschland besitzt Adevinta die Firmen mobile.de und Kleinanzeigen.

In Frankreich besitzt es die Marken LeBonCoin, A Vendre à Louer (Immobilien), Vide Dressing (Second-Hand-Bekleidung), Agriaffaires (Verkauf von Agrarmaschinen), PayCar, MachineryZone und l’Argus Group.[8]

In Spanien Fotocasa, coches.net, habitaclia.com, motos.net, segundamano.es (seit 2006, 30 % Marktanteil), milanuncios (seit 2014, 50 % Marktanteil) und InfoJobs (Marktführer Stellenanzeigen).

In Italien Subito, Automobile.it, InfoJobs.

In Ungarn bietet Jófogás Kleinanzeigen und Autos, sowie Auslieferungen und Paketstationen an, Autónavigátor private Gebrauchtwagenverkäufe, Használtautó gebrauchte Maschinen, Motorräder, Autobusse, Schiffe.[9]

In den Niederlanden ist mit Marktplaats die Mutterfirma von kijiji beheimatet.

Größter Konkurrent in Europa ist Ringier-Axel-Springer mit immowelt, immonet.de, in Deutschland, LogicImmo, SeLoger und BellesDemeures in Frankreich, immowelt in der Schweiz und Österreich, ImmoWeb und LogicImmo in Belgien, United Classifieds in der Slowakei, morion.pl in Polen.[10]

Russmedia betreibt europaweit acht Tageszeitungen, 80 Wochenzeitungen und über 100 Online-Portale, in Deutschland u. a. mit den Marken Quoka, Shpock, erento und mascus.

Daneben gibt es die Marken der ehemaligen Scout24-Gruppe mit beispielsweise ImmoScout24 und AutoScout24.

Nur in den Vereinigten Staaten sind Craigslist, Cox Automotive und Realtor.com aktiv.

Einzelnachweise

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  1. Hanna Behn: So soll sich Ebay Kleinanzeigen unter Adevinta entwickeln. In: onlinehaendler-news.de. 9. September 2020, abgerufen am 31. Dezember 2020.
  2. Greg Roumeliotis, Pamela Barbaglia: Adevinta wins auction to buy eBay's classified ads unit for nearly $9 billion. In: Reuters. 20. Juli 2020, abgerufen am 31. Dezember 2020 (englisch).
  3. Adevinta completes acquisition of eBay Classifieds Group, creating the world’s leading online classifieds group. 25. Juni 2021, archiviert vom Original am 4. November 2021; abgerufen am 29. Juni 2020 (englisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.adevinta.com
  4. Russmedia Equity Partners acquires online marketplace Shpock. 7. Juni 2021, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 16. Februar 2022; (englisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/russmediaequitypartners.com
  5. Permira Funds announce €1.9bn Strategic Investment in Adevinta. 14. Juli 2021, archiviert vom Original am 26. April 2022; (englisch).
  6. Daniel AJ Sokolov: eBay wird weniger genutzt, erhöht Ausschüttungen an Aktionäre. In: heise online. 24. Februar 2022;.
  7. EBay Classified Group venduto ad Adevinta per 9,2 miliardi di dollari. In: DCommerce.it. 23. Juli 2020, abgerufen am 2. Januar 2021 (italienisch).
  8. Adevinta (Leboncoin) s’offre les petites annonces d’eBay pour 8 milliards d’euros. In: usine-digitale.fr. Abgerufen am 2. Januar 2021 (französisch).
  9. Aláírták: Felvásárolja az eBay apróhirdetési üzletágát a Jófogás és a Használtautó.hu tulajdonosa, az Adevinta. In: Media1. 21. Juli 2020, abgerufen am 2. Januar 2021 (ungarisch).
  10. Edmund Keith: Schibsted-Adevinta Vs Ringier Axel Springer: Where Do They Compete In Europe? In: Online Marketplaces. 2. Dezember 2020; (amerikanisches Englisch).