Acamptonectes
| Acamptonectes | ||||||||||||
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Schädel des Holotyps von Acamponectes densus | ||||||||||||
| Zeitliches Auftreten | ||||||||||||
| Unterkreide (Hauterivium) | ||||||||||||
| 133,9 bis 130,7 Mio. Jahre | ||||||||||||
| Fundorte | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Acamptonectes | ||||||||||||
| Fischer et al., 2012[1] | ||||||||||||
| Arten | ||||||||||||
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Acamptonectes ist eine Gattung der ausgestorbenen Ichthyosaurier aus der Unterkreide Europas. Die einzige bekannte Art, Acamptonectes densus, war ein relativ moderner Ichthyosaurier und lebte vor rund 130 Millionen Jahren auf dem Gebiet des heutigen Europas. Fossile Exemplare wurden im britischen Speeton und Filey sowie im deutschen Cremlingen gefunden. Acamptonectes wird innerhalb der Ichthyosaurier in die Ophthalmosauridae gestellt, der nächste Verwandte ist Ophthalmosaurus. Dass Ichthyosaurier mit Acamptonectes bis in die Unterkreide vorkamen, widerspricht einer früheren These von einem Massenaussterben in dieser Gruppe zum Ende des Jura.
Merkmale
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Anatomie von Acamptonectes densus folgte wohl weitgehend dem Grundbauplan der Thunnosauria. Die Schnauze war lang, nur rund 45 mm breit und sehr niedrig. Der Unterkiefer war mit relativ kleinen Zähnen besetzt, ähnlich wie beim nahe verwandten Ophthalmosaurus, und schloss mit einem stumpfen Ende ab. Die Rippen waren im Vergleich mit nahe verwandten Gattungen sehr kräftig, die Wirbel standen dicht zusammen.[2]
Geographische Verbreitung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Acamptonectes wurde bislang in Südengland (Speeton Beds) und in Norddeutschland (Cremlingen) gefunden.[3] Beide Regionen wurden während der Unterkreide von einem Teilmeer der Tethys bedeckt.
Stratigraphie und zeitlicher Horizont
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Schicht der Speeton Beds, aus denen die Acamptonectes-Fossilien stammen, wird dem basalen, das Cremlinger Exemplar dem oberen Hauterivium zugerechnet. Das entspricht einem zeitlichen Rahmen von 133 bis 130 Millionen Jahren. Möglicherweise reichte die Gattung auch noch zeitlich über das Hauterivium hinaus bis ins Albium.
Die Existenz von Acamptonectes während der frühen Kreide relativierte die bis dahin populäre Theorie von einem Massenaussterben der Ichthyosaurier am Übergang vom Jura zur Kreidezeit, das nur wenige Vertreter überlebt hätten. Tatsächlich existierten in der Kreide nicht nur die Platypterygiinae mit Platypterygius und verwandten Taxa fort, sondern auch die Schwesterlinie Ophthalmosaurinae.[3] Kurze Zeit später wurden mit Leninia und Malawania weitere kreidezeitliche Ichthyosaurier beschrieben, die von einem Fortbestehen verschiedener Linien zeugen.[4]
Systematik und Taxonomie
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| Systematische Stellung von Acamptonectes nach Fischer et al. (2013). Die Gattung steht innerhalb von Ophthalmosaurus, wodurch letzteres paraphyletisch wird.[5] |