Ablis
| Ablis | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Île-de-France | |
| Département (Nr.) | Yvelines (78) | |
| Arrondissement | Rambouillet | |
| Kanton | Rambouillet | |
| Gemeindeverband | Rambouillet Territoires | |
| Koordinaten | 48° 31′ N, 1° 50′ O | |
| Höhe | 132–164 m | |
| Fläche | 25,92 km² | |
| Einwohner | 3.913 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 151 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 78660 | |
| INSEE-Code | 78003 | |
| Website | http://www.ablis.fr/ | |
Luftbild von Ablis | ||
Ablis ist eine französische Kleinstadt im Département Yvelines in der Region Île-de-France. Sie liegt im Arrondissement Rambouillet im Kanton Rambouillet.
Die Gemeinde liegt etwa 30 Kilometer südlich von Paris. Auf 155 Meter Meereshöhe gelegen umfasst sie ca. 26 Quadratkilometer, die zumeist (80 Prozent) landwirtschaftlich genutzt werden. Sie hat 3913 Einwohner (Stand 1. Januar 2023).
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Ort ist 1140 als Ableis, 1250 als Abbayes, 1516 als Ableys, im 17. Jahrhundert als Ablys und im 18. Jahrhundert als Ablais belegt. Er gehörte nach und nach verschiedenen Klöstern.
Ablis wurde 1870 im Deutsch-Französischen-Krieg von deutschen Truppen zerstört, weil die Bewohner des Ortes eine 1500 Mann starke Einheit der sogenannten Francs-tireurs unterstützt hatten, wodurch eine deutsche Einheit in einen Hinterhalt geraten war. Theodor Fontane schildert die Zerstörung Ablis' in seinem Werk Kriegsgefangen.[1]
Bevölkerungsentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Jahr | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2006 | 2015 | 2021 |
| Einwohner | 1034 | 1100 | 1115 | 1367 | 2033 | 2705 | 3142 | 3426 | 3715 |
Sehenswürdigkeiten
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Siehe auch: Liste der Monuments historiques in Ablis
- Die katholische Kirche Saint-Pierre-Saint-Paul ist im westlichen Teil romanisch (12. Jahrhundert), der Glockenturm stammt aus dem 13. Jahrhundert, der gotische Ostchor aus dem 14./15. Jahrhundert. Die Kirche war eine Station auf dem Pilgerweg nach Santiago de Compostela.
- Das Priorat der Abtei Saint Epain-Saint Blaise wird noch heute „L'Abbaye“ genannt.
- Das Leprosen-Hospital aus dem Mittelalter wurde mehrmals umgebaut und ist heute ein Altersheim.
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Durch Ablis verläuft die Autobahn A 11 (L’Océane) mit der Anschlussstelle Nr. 1 (Ablis). Sie zweigt östlich der Stadt von der A 10 ab und verbindet Paris (über die A 10) mit Nantes.
Gemeindepartnerschaften
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Seit 1979 mit Wendelsheim, Stadtteil von Rottenburg am Neckar
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Le Patrimoine des Communes des Yvelines. Flohic Editions, Band 2, Paris 2000, ISBN 2-84234-070-1, S. 761–764.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Website der Gemeinde Ablis (französisch)
- Ville d’Ablis bei cartesfrance.fr
- Notice Communale - EHESS
- Website der katholischen Pfarrei Ablis (französisch)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Theodor Fontane: Kriegsgefangen. Erlebtes 1870. Die Isle Oléron – Der Überfall von Ablis.

