Im Jahr 2007 gab Spacecom bekannt, in Zusammenarbeit mit der israelischen Regierung einen Vertrag mit Israel Aerospace Industries (IAI) zum Bau eines neuen Kommunikationssatelliten im Wert von etwa 365 Millionen US-Dollar geschlossen zu haben.[1] Von diesem Betrag stellte die israelische Regierung 265 Mio. Dollar bereit, wofür sie im Gegenzug die Übertragungskapazitäten des Satelliten mitnutzen kann. Ein Start wurde für 2012 angestrebt, als Trägerrakete wurde ursprünglich eine Falcon 9 in Betracht gezogen.
Der Start fand schließlich am 31. August 2013 mit einer Zenit-3-Rakete vom Kosmodrom Baikonur in eine geostationäre Transferbahn statt.[2] Von dort aus erreichte AMOS-4 durch Zünden seines Bordtriebwerks die geplante geostationäre Umlaufbahn, wo er für den Testbetrieb zunächst bei 67,25° Ost stationiert wurde. Später wurde er nach 65° Ost verschoben, wo er sich immer noch befindet (Stand: Januar 2026).[3]
IAI baute AMOS-4 auf Basis ihres weiterentwickelten gleichnamigen Satellitenbusses. Der Satellit ist mit 12 Transpondern im Ku- und Ka-Band und zehn Antennen ausgerüstet. Er wird durch Batterien und zwei Solarpaneele mit Energie versorgt. AMOS-4 wog beim Start ca. 4,2Tonnen und hatte eine geplante Lebensdauer von 12 Jahren, welche er jedoch bereits überschritten hat.